33. Welle der Studienreihe pilot Radar Inflation, Weihnachtsshopping und Events in der Corona-Krise

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Schnäppchentage rund um Black Friday und Cyber Monday stehen vor der Tür und sind die ersten Vorboten des Weihnachtsgeschäfts. Doch die Corona-Pandemie ist noch zu spüren. Wie wirkt sich das auf das voraussichtliche Verhalten der Verbraucher aus? Die Ergebnisse der 33. Welle der Studienreihe pilot Radar liefern Antworten.

Shoppen Corona (Bild: picture alliance / ROBIN UTRECHT | ROBIN UTRECHT)

Corona hat immer noch Auswirkungen auf das Shoppingverhalten der Verbraucher (Bild: picture alliance / ROBIN UTRECHT | ROBIN UTRECHT)

Im folgenden die wichtigsten Ergebnisse der 33. Welle der regelmäßigen Studienreihe pilot Radar, die vom Hamburger Marktforschungsinstitut Norstat erhoben werden, im Überblick:

Ob Nahrungsmittel, Bekleidung und Schuhe oder Körperpflege, die Preissteigerungen werden in allen Segmenten von mindestens der Hälfte der Befragten wahrgenommen, vor allem bei Nahrungsmitteln (55 Prozent), gefolgt von Freizeit und Reisen (27 Prozent). Als Reaktion darauf gehen die Verbraucherinnen und Verbraucher noch gezielter auf die Suche nach Sonderangeboten oder reduzieren sogar ihren Konsum.

Von dieser Zurückhaltung sind derzeit besonders Elektrogeräte sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände betroffen. Nach Einkommen betrachtet gehen bei Nahrungsmitteln oder Körperpflegeprodukten niedrigere Einkommensschichten häufiger auf Schnäppchenjagd, während im Segment Reisen und Freizeit mehr Besserverdienende auf Smart Shopping Tour sind. Martina Vollbehr, Geschäftsführerin pilot, dazu:

„Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben den Teuerungstrend genau registriert und werden nun als Reaktion darauf Kompensationsstrategien entwickeln.“

Wie steht es um das Weihnachtsbudget?

61 Prozent der Deutschen wollen genauso viel Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie im Vorjahr, 21 Prozent werden sich einschränken und 5 Prozent haben angegeben, tiefer in die Tasche zu greifen. Dabei haben sich 58 Prozent vorgenommen, dass die Überraschungen eine besondere Bedeutung für die Beschenkten haben sollen. 66 Prozent haben die Absicht, dem kurzfristigen Shopping Stress zu entgehen und so früh wie möglich die Wunschzettel abzuarbeiten.

Dabei konnte der Online-Handel im Weihnachtsgeschäft erneut zulegen: 41 Prozent der Befragten wollen in diesem Jahr mehr Geschenke im Netz bestellen als im Vorjahr. Gerade ältere Menschen hätten das Online-Shopping für sich entdeckt, so pilot-Geschäftsführerin Martina Vollbehr.

Stecken Veranstaltungen in der Corona-Krise?

Wenn Veranstaltungen seit dem letzten Lockdown besucht wurden, so sind die Befragten am häufigsten ins Kino (18 Prozent) oder zu Sportveranstaltungen (11 Prozent) gegangen.  28 Prozent der Radar-Befragten planen für die kommenden Wochen einen Kinobesuch, 25 Prozent wollen ins Konzert gehen und 21 Prozent ein Theater oder Kabarett besuchen. Musicals stehen bei 20 Prozent auf der Liste. 

Was sind Gründe, weshalb Veranstaltungen noch gemieden werden? 36 Prozent sind die Hygiene-Auflagen zu umständlich,  30 Prozent sind in Sorge, sich mit COVID-19 zu infizieren. Aber auch das aktuelle Thema Inflation könnte bereits eine Rolle spielen. So wollen 42 Prozent der Befragten ihr Geld zurzeit lieber für andere Dinge ausgeben. Doch trotz der kleinen Dämpfer ist die Ausgabebereitschaft weiterhin stabil und die Konsumlaune gut. So sagt Martina Vollbehr.:

"Die Menschen wollen shoppen und etwas erleben, was die Marken für sich nutzen und gemeinsam mit dem stationären Handel Akzente setzen können."

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Methodik

Erhebungsmethode Online-Panel
Befragte Zielgruppe ab 18 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? Panel
Stichprobengröße n=1000 Befragte
Feldzeit 12. bis 14.10.2021
Land Deutschland
 

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München

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