Martins Menetekel Gute Nachrichten von der Corona-Front

Was die Corona Pandemie betrifft, scheint Martin Lindners Aussage zufolge Besserung in Sicht. Vergewissern Sie sich jetzt, auf welchen Berechnungen die Annahme des Mathematikers fundiert.

Martins Menetekel

An meine treuen Leser!

Die Hitzewelle rollt nicht nur über Deutschland, sondern über halb Europa, Corona ist für viele weit entfernt, und wir zeigen heute, dass das auch eine Berechtigung hat. Alle Trendlinien zeigen eine positive Entwicklung an, positiv für uns, negativ für das Virus.

Deswegen fokussiere ich heute wieder auf die mathematischen Unterschiede zwischen einer exponentiellen Näherung und unserem Ansatz mit limitierten Wachstum (Verhulst), der uns einen Parameter mehr beschert, um die Fallzahlen anzunähern.

Bis etwa Anfang Juli war der Anstieg der Fallzahlen und die ständige Vergrößerung der täglichen Zuwächse nur exponentiell anzunähern.

Ich habe deshalb für den Verhulst-Ansatz einmal denselben Optimierungszeitraum gewählt, nämlich vom 7. Juni bis 19. Juli, und zeige die sichtbare Verbesserung gegenüber der exponentiellen Referenzkurve.

Für den nächsten Termin in zwei Wochen werde ich danach nur noch mit Verhulst arbeiten.

Die Frage ist nur, wie lange?

Kumulierte Fallzahlen:

Betrachten wir die beiden Q’s: Der Wert für die exponentielle Annäherung ist sehr viel größer, als der Wert für Verhulst, obwohl Rot erst nach dem 17. Juli Blau gestrichelt nach oben verlässt.

Die täglichen Zuwächse zeigen es noch deutlicher:

Die tatsächlichen Zuwächse sind deutlich unter der Referenzkurve. Ich bin gespannt, wie sich diese Referenzkurve verbessert, wenn ich den Optimierungszeitraum mehr nach heute verschiebe. Aber diese Hoffnung kann auch trügen, wenn sich die Herbstwelle ankündigen sollte.

Der Frühindikator dafür ist die Änderung der täglichen Zuwächse, simuliert durch die zweite Ableitung:

Die reelle Entwicklung ist also vielversprechend!

Die letzte Bestätigung dafür sollte uns die Zeitreihe für den Reproduktionsfaktor R(t) oder das q(t) aus den Quotienten der Zuwächse liefern:

Hoffen wir, dass rechts die beiden Schlenker nach oben nicht das Ende der rückläufigen Entwicklung der Pandemie einläuten. Seit dem 22. Juli ist R unter der so wichtigen Marke von 0,85 geblieben. Das lässt wirklich hoffen.

Bleibt gesund!

Über Martin Lindner

Martin Lindner
Martin Lindner ist promovierter und habilitierter Mathematikprofessor im Ruhestand und beschäftigt sich intensiv mit nachhaltiger Wirtschaft und der Zukunftsfähigkeit unserer heutigen Lebensformen. Zusätzlich hat er eine Ausbildung und auch Berufserfahrung in Wirtschaftsmediation.

 

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