GfK Consumer Index: Präferenz für regionale Produkte

Seit 2010 steigt der Anteil der Verbraucher, die Produkte aus der Region bevorzugen. Und dafür auch mehr Geld ausgeben. Zu diesem Ergebnis kommt der GfK Consumer Index für Januar.

In den vergangenen Jahren sind regionale Produkte bei den deutschen Verbrauchern immer beliebter geworden. Zwar müssen die Verbraucher dafür in der Regel mehr Geld ausgeben, das ist jedoch nur noch selten ein Kaufhindernis. 2016 gab bereits die Hälfte aller Konsumenten an, Lebensmittel aus der Region kaufen zu wollen, auch wenn die Preise dafür höher sind. Der GfK Consumer Index für Januar blickt außerdem auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück: Seit 2010 sei der Anteil kontinuierlich gestiegen (von 43 auf 50 Prozent).

Was regionale Produkte sind, darüber existieren verschiedene Ansichten. Etwa ein Viertel der Verbraucher hat eine recht enge Vorstellung von Regionalität und gibt einen Radius von 50 Kilometern an. Für 40 Prozent der Verbraucher sind Produkte dann regional, wenn sie aus einem Radius von 100 Kilometern kommen. Und ein Drittel ist der Meinung, Produkte aus ganz Deutschland seien regional.

Vertrieb: Discounter wachsen am stärksten

Die einzelnen Vertriebsschienen entwickeln sich unterschiedlich. Besonders erfolgreich sind die Discounter, insbesondere Aldi; sie legen mit einem Mehrumsatz von fünf Prozent besonders stark zu. Auch die Vollsortimentler verbuchen mit einem Plus von 3,7 Prozent ein gutes Resultat. Dabei sind die Zuwächse in Teilen auch auf witterungsbedingte Preissteigerungen zurückzuführen. Bei den Discountern lagen die bezahlten Preise für Packaged Goods um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert, bei den Vollsortimentlern bezahlten die Verbraucher durchschnittlich 1,1 Prozent mehr.

Einzig die Drogeriemärkte wachsen ohne nennenswerte Preissteigerungen, die Preise liegen auf Vorjahresniveau: Dennoch fahren s ein Umsatzplus sie ein Umsatzplus von vier Prozent ein und avancieren so zum Wachstumsmotor. Schwierig bleibt die Situation hingegen für Fachhandel und SB-Warenhäuser. Hier machen die Discounter Boden gut: Durch Ausbau ihrer Sortimente ermöglichen sie den Verbrauchern einen preisbewussten Großeinkauf. Dem Fachhandel machen Edeka und Rewe Konkurrenz.

io

 

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