GfK Konsumklimastudie EU-Konsumklima: Verbraucher weiter positiv gestimmt

Auch im zweiten Quartal 2017 bleiben die europäischen Verbraucher optimistisch, das Konsumklima stabilisiert sich auf hohem Niveau. Jedoch ergibt sich insgesamt ein eher gemischtes Bild, so die Ergebnisse der GfK Konsumklimastudie.


Deutschland und Frankreich erreichten im zweiten Quartal Höchststände, in Frankreich sei dafür besonders der Macron-Effekt verantwortlich, so die Einschätzung der GfK. Leichte Rückgänge verzeichnen hingegen Polen und Tschechien. Auch in Großbritannien schlagen sich die Brexit-Verhandlungen auf die Stimmung der Verbraucher nieder; alle drei Indikatoren – Konjunktur-, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung – zeigen Schwäche. Positive Entwicklungen gibt es in Spanien und Portugal. Grund für die Zuversicht ist die sich erholende Wirtschaft.

Deutschland und Frankreich in Bestform, Großbritannien auf Talfahrt

In Deutschland zeigen sich alle drei Indikatoren in Bestform. Die Konjunkturerwartung erreicht den höchsten Stand seit drei Jahren mit 41,3 Punkten. Auch die Einkommenserwartung verbucht einen kräftigen Zuwachs und erreicht einen neuen Höchststand mit 60,2 Punkten; begründet liegt dies in den guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Der stabile Arbeitsmarkt beeinflusst auch die Anschaffungsneigung positiv. Diese liegt nun bei 57,9 Punkten.

Der Macron-Effekt sorgt in Frankreich für gute Werte. Die Konjunkturerwartung der Franzosen erreicht mit 49,1 Punkten den höchsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1986. Die Einkommenserwartung schafft es aus dem negativen Wertebereich, sie verbucht im Vergleich zum Vorjahreswert ein sattes Plus von 15,7 Zählern und steht derzeit bei 2,7 Punkten. Entsprechend positiv entwickelt sich auch die Anschaffungsneigung in Frankreich. Der Indikator erreicht mit 25,5 Punkten den höchsten Stand seit April 2001.

In Großbritannien dämpfen die Brexit-Verhandlungen die Konsumlaune. Die Konjunkturerwartung sinkt um 14,8 Zähler auf -20,7 Punkte. Auch bei der Einkommenserwartung ist ein Minus zu verzeichnen: Sie sinkt gegenüber Ende Juni 2016 um 21,2 Zähler auf -2 Punkte. Bei der Anschaffungsneigung wird mit -3,5 Punkten sank der tiefste Stand seit Oktober 2014 erreicht. 

Optimistische Stimmung in Spanien und Portugal

In Spanien zeigen alle drei Indikatoren leichte Verbesserungen: Die Konjunkturerwartung erholt sich weiter und verzeichnet eine leichte Steigung im Vergleich zum ersten Quartal. Auch hinsichtlich ihrer Einkommen sind die spanischen Verbraucher optimistischer; der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Anschaffungsneigung: Der Indikator legte zwei Zähler gegenüber dem Ende des ersten Quartals zu.

Gut ist die Stimmung auch bei den Portugiesen. Die Konjunkturerwartung knackt den bisherigen Rekordwert vom Januar 1992 und steht jetzt bei 39,4 Punkte. Die Einkommenserwartung verzeichnet ebenfalls einen neuen historischen Höchststand. Entsprechend sind die Verbraucher auch wieder eher geneigt, größere Anschaffungen zu machen. Der entsprechende Indikator steht aktuell bei 4,1 Punkten. Im Jahresvergleich bedeutet dies eine Verbesserung um 25,6 Zähler, im Vergleich zum Vorquartal beträgt der Anstieg 13,9 Zähler.

io

 

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