Politische Haltung der Unternehmen nicht egal

Civey-Studie

Eine aktuelle Umfrage von Civey zeigt, dass jeder zweite befragte Deutsche es begrüßt, wenn Unternehmen politische Haltung beziehen. Rund 65 Prozent der befragten Bürger gab an, dass sie (eher) nicht bei einem Markenunternehmen Produkte kaufen würden, deren politische Haltung der eigenen widerspricht.

Verbraucher finden es gut, wenn sich ein Unternehmen für Umweltschutz einsetzt und eine klare Position zu diesem Thema bezieht. (Bild: ejaugsburg - Pixabay)
Verbraucher finden es gut, wenn sich ein Unternehmen für Umweltschutz einsetzt und eine klare Position zu diesem Thema bezieht. (Bild: ejaugsburg - Pixabay)

Klima- und Umweltschutz hat beim Wunsch nach politischer Haltung absolute Priorität bei den Befragten, so Civey in einer Pressemeldung. 45 Prozent der befragten Bundesbürger sehen darin das wichtigste Thema, zu dem Unternehmen eine Position beziehen sollten. Das Thema Gleichstellung ist bei circa neun Prozent der Frauen an erster Stelle. 15 Prozent der Männer erachten eine politische Meinung zum technologischen Wandel als wichtig.

Unternehmerische Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ist außerdem zentral für die Verbraucher. Über die Hälfte der befragten Bundesbürger sehen laut der Studie Unternehmen in der Verantwortung, gemeinsam mit der Politik an Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu arbeiten. Jeder zweite von ihnen hält es zudem für wichtig, wenn Geschäftsführer bzw. Vorstände von Unternehmen bei gesellschaftspolitischen Themen Stellung beziehen.

Trotzdem sei die Bekanntheit von Markenengagement noch nicht sehr weit ausgeprägt, so Civey weiter. Nur rund ein Drittel der Teilnehmenden stimmten der Frage zu, ob sie Markenunternehmen kennen, die beispielsweise ihre Haltung zu gesellschaftspolitischen Themen äußern.  ​

Zur Studie: Civey untersuchte im November 2018 die Meinung von Konsumenten zur Akzeptanz und Relevanz von (gesellschafts-)politischer Haltung von Marken. Dabei wurden laut Unternehmen jeweils über 5.000 Teilnehmer pro Frage über das River-Sampling-Verfahren befragt. Die Ergebnisse erscheinen auch in Buch "marken als politische Akteure".

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