Rauchen gefährdet nicht nur die Gesundheit

Researchability - Verantwortung für Markt und Daten

21.06.2016

E-Zigaretten brauchen Strom. Den sollte man sich allerdings aus der Steckdose und nicht aus dem Computer holen.

Mann rauft sich die Haare (Bild: Ana Blazic Pavlovic - fotolia.com)

Bei E-Zigaretten und allem anderen unbekannter Herkunft, was in einen USB-Schlitz passt, gilt deshalb: Aufladen ist nur in der Steckdose erlaubt, sonst könnte der Rechner mit einem Virus infiziert werden. (Bild: Ana Blazic Pavlovic - fotolia.com)


Rauchen ist gefährlich. Warnmeldungen vor Folgen des Rauchens kennen wir. Sie kommen vom Gesundheitsminister und sollen unsere Lungen vor Teer und unser Gehirn vor süchtig machendem Nikotin schützen. Jetzt warnt auch das Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) vor dem Rauchen und zwar von E-Zigaretten.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor E-Zigaretten

Das ist kein Fall von Amtshilfe der staatlichen Hüter der IT-Sicherheit für die Gesundheitsschützer. E-Zigaretten sind vielmehr ein typisches Beispiel für Elektrogeräte, die man gerne über den USB-Schlitz am Computer mit Strom versorgt. Sie sind genauso gut geeignet, Viren und Trojaner in den Rechner einzuschleusen, wie alles andere, was in den USB-Stecker passt. Seien es Sticks unbekannter Herkunft, Miniventilatoren oder kleine Lampen. 

USB-Geräte können Trojaner einschleusen

Solche Geräte sind für die IT-Sicherheit in Unternehmen und Behörden ein Problem. Wer Computer nutzt richtet seine Aufmerksamkeit gerne auf Gefahren aus dem Netz, von wo er Angriffe auf sein System vermutet. Wer einen USB-Stick vor dem Büro findet, rechnet genauso wenig mit einem Hackerangriff, wie jemand, der von einem möglichen künftigen Geschäftspartner einen Ventilator geschenkt bekommt. Dabei liegt das Risiko buchstäblich auf der Hand.

Strom über USB-Port ist ein Risiko

Der Trick mit den trojanischen Pferden ist wirkungsvoll. Wir werden nun mal gern beschenkt und sind neugierig. Bei E-Zigaretten und allem anderen unbekannter Herkunft, was in einen USB-Schlitz passt, gilt deshalb: Aufladen ist nur in der Steckdose erlaubt, aber nicht über den Rechner. Im Stromnetz kann der Trojaner nämlich keinen Schaden anrichten.

Von Prof. Dr. Rolf Schwartmann

 

Kommentare (1)

  1. Kurbelursel am 21.06.2016
    als Dampferin von Liquidzigaretten freut mich natürlich, dass das BSI mit seiner Warnung vermutlich unabsichtlich den Weltgesundheitstag geentert hat.
    Denn die WHO tritt ausgerechnet gegen das simple Mittel, das am erfolgreichsten ist, die Tabakzigarette beiseite zu legen.

    Und das Entern passierte nur, weil man um Aufmerksamkeit heischend, ein Reizwort, wie "E-Zigarette" nutzt.

    Bis heute kursieren nur Gerüchte. Es liegt kein dokumentierter Fall überhaupt vor, dass eine an den Rechner angestöpselte Dampfe einem Netzwerk geschadet hätte.
    Aber vielleicht will uns diese Meldung auch nur sagen, dass eine E-Zigarette eines Abgeordneten, für den Hackerangriff auf den Bundestag verantwortlich war? ;-)

    Natürlich, rein zum Laden tut es einen Wandstecker.

    Jedenfalls werden trotz dieser Warnung viele Dampfer ihr Gerät anstöpseln: um den verbauten Chip und Firmware upzudaten, ihre Statistiken zu führen, ihre Wattstärke für die ersten paar Züge gesondert zu steuern etc.

    Man konnte im übrigen genau anhand solcher Artikel zur BSI-Meldung ganz hervorragend auf twitter gehackte Accounts oder Fakeaccounts erkennen. Alle November/Dezember 15 angelegt. - Ein hübsches Paradoxon, das. ;-)

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