"In der Vergangenheit haben wir die Marktbearbeitung vernachlässigt"

14.11.2017

Vergangene Woche gab das LINK Institut seinen neuen CEO, Benedikt Lüthi, bekannt. marktforschung.de sprach mit Lüthi über Unternehmensziele, seine neuen Aufgaben als CEO und darüber, was es mit der "Strategie 21" auf sich hat.

Benedikt Lüthi, CEO LINK Institut (Bild: Benedikt Lüthi)

Benedikt Lüthi, CEO LINK Institut (Bild: Benedikt Lüthi)

marktforschung.de: Herr Lüthi, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Position als CEO.  Welche konkreten Ziele verfolgen Sie für das Unternehmen?

Benedikt Lüthi: Die LINK ist Qualitätsführer. Diese Position verdankt die LINK der Sozialforschung, die von Urs Aellig geführt wird sowie unseren Teamleader in der Marktforschung. In einigen Bereichen sind wir auch Marktführer. Wir wollen diese Position nutzen, um in einem sich konsolidierenden Markt die Kostenführerschaft zu erlangen. Zweitens wollen wir unter Ausnützen digitaler Technologien das LINK Online-Panel vermehrt passiv nutzen – das ermöglicht neue Messmethoden und Analysen. Ein wichtiges drittes Ziel besteht darin, neben der Sozial- und der Marktforschung einen starken Geschäftsbereich Digital/ New Business zu schaffen – wir setzen dabei auf die technologiebasierte Weiterentwicklung unserer Kernkompetenzen, die wir als Sozial- und Marktforscher bereits haben.

marktforschung.de: Die Neuorganisation der Führungsriege ist unter anderem auch Teil Ihrer "Strategie 2021“  -  welche weiteren Veränderungen sind geplant? 

Benedikt Lüthi: Die wesentlichen Veränderungen sind bereits angestoßen. Unter der Leitung von Kristian Kabashi bauen wir mit Hochdruck einen digitalen Geschäftsbereich auf. Wir arbeiten mit unseren Kunden bereits an sehr interessanten Projekten; ein von Beat Fischer und Silvana Jud geleitetes Projekt wurde mit dem GOR Best Practice Award 2017 ausgezeichnet. Das Projekt setzt Beacons im Rahmen der Werbe- und Werbemittelforschung außer Haus ein. Zudem investieren wir sehr gezielt in unsere IT – die LINK ist ein Marktforschungsunternehmen, es ist aber seit seiner Gründung auch ein IT-Unternehmen. Diese Heritage führen wir fort. Eine permanente Aufgabe bleibt die Pflege und Weiterentwicklung des LINK Internet-Panels, das am Markt einen exzellenten Ruf genießt; und natürlich die Pflege unserer CATI-Infrastruktur und unserer Befrager in den Labors – auch sie sind ein wichtiger Pfeiler unseres Geschäftsmodells. Last but not least bauen wir eine Verkaufsorganisation auf; in der Vergangenheit haben wir die Marktbearbeitung vernachlässigt – das wollen wir ändern. Die neu gezielt auf den Markt ausgerichtete LINK-Organisation wird uns dabei helfen.

marktforschung.de: Was erhoffen Sie sich von der Erschließung weiterer Märkte außerhalb der Schweiz? 

Benedikt Lüthi: Das Auslandsgeschäft wird uns helfen, unsere Ertragskraft zu stärken und in der Schweiz erfolgreich eingeführte Technologien und Dienstleistungsprodukte zu skalieren.

marktforschung.de: Was sind die ersten Aufgaben, die Sie als neuer CEO nun in Angriff nehmen werden? 

Benedikt Lüthi: Man darf die Rolle des CEO nicht überschätzen; auch er ist nur ein Arbeiter im Weinberg der LINK. Im Vordergrund stehen die hoch spezialisierten und motivierten Kolleginnen und Kollegen, welche die Wertschöpfung bei unseren Kunden erbringen. Mein Job besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Spezialisten in der IT, den Projektleitern sowie dem Product Development zu optimieren und ggf. Gleichgewichte zwischen den Einheiten und Funktionen zu verschieben.  Zusammen mit den GL-Kollegen und der Mannschaft habe ich die Pflicht, die LINK-Strategie 2021 umzusetzen, und das ohne Wenn und Aber. Nach meiner Einarbeitungszeit sehe ich eine der Hauptaufgaben bei der Kundenbetreuung und Marktbearbeitung – ich bin ein vertriebsorientierter CEO.

marktforschung.de: Vielen Dank für das Gespräch!

 

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