Haftpflichtversicherungen: Breites Angebot, schmale Kommunikation

research tools Studie

Versicherer haben im Durchschnitt zehn Produkte zum Thema Haftpflicht im Angebot. Jedoch schafft es laut Analyse keiner der untersuchten Versicherer, sich durchgängig als günstiger Anbieter zu positionieren.

Schadenssummen bei Haftpflichtprodukten variieren stark von Anbieter zu Anbieter. (Bild: sarymsakov.com - fotolia.com)

Schadenssummen bei Haftpflichtprodukten variieren stark von Anbieter zu Anbieter. (Bild: sarymsakov.com - fotolia.com)


Insgesamt zehn Versicherungen untersuchte research tools. Diese haben zwischen drei und 18 Haftpflichtversicherungsprodukte im Angebot. Dabei offerieren sieben der analysierten Gesellschaften sowohl Versicherungen für Privatkunden als auch Tarife für Geschäftskunden. Das Portfolio mit den meisten Produkten haben Allianz, HK Darmstadt und VHV. Die HK Darmstadt schafft es sich, sich Versicherer mit Spezialversicherungen für diverse Themengruppen zu positionieren, die Allianz verfügt über den höchsten Individualisierungsgrad durch wählbare Stufen und Optionen.

research tools stellte im Rahmen eines Produktvergleichs von insgesamt einhundert Haftpflichtprodukten fest, dass die Schadenssummen stark variieren. Im einzelnen können diese bis zu einer Höhe von 60 Millionen Euro reichen. Alle zehn Versicherer haben eine Tierhaftpflicht für Hunde und Pferde im Portfolio, die maximalen Versicherungssummen reichen bis zu 50 Millionen Euro.

Beim realen Konditionenvergleich mit Nutzerprofil konnten mehr als doppelt so hohe Beiträge für den teuersten Anbieter festgestellt werden wie bei einer Leistung durch den günstigsten Anbieter. Jedoch positioniert sich keiner der zehn Anbieter durchweg im Niedrigpreissegment, alle sind zumindest vereinzelt auf auch hintere Rangplätze vertreten.

So kommunizieren Versicherer mit Kunden

Für alle zehn Versicherer scheint der telefonische Kontakt zu den Kunden wichtig. Research tools stellte hier eine durchgehend gute bis sehr gute Antwortqualität fest, auch die Zeiten in der Warteschleife seien recht kurz. In der Betrachtung der medialen Kommunikation sei das Bild deutlich differenzierter, da die Versicherer in diesem Punkt eher selektiv vorgehen. Vier der untersuchten Anbieter investieren viel in Werbeaufwendungen in klassischen Medien in zweistelliger Millionenhöhe. Hinsichtlich der Kommunikation über Social Media und bei der Pressearbeit gibt es laut Analyse jedoch noch ungenutztes Potenzial. Im Durchschnitt verfassen die Versicherungen lediglich 5,2 Social-Media-Postings/-Videos und 1,4 Pressemitteilungen im Jahr.

Für die "Marketing-Mix-Analyse Haftpflichtversicherung 2017“ untersuchte research tools das Marketingverhalten von zehn Anbietern von Versicherungen (Allianz, CosmosDirekt, DEVK, Europa, Gothaer, GVO, HK Darmstadt, INTER, NV, VHV).

io

Veröffentlicht am: 14.08.2017

 

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