Datenschutz in der Marktforschungsbranche

    Datenschutz, Tresorraum (Bild: Thinkstock)

2016 gab es einige Veränderungen im Datenschutzrecht. So wurde etwa die EU-Datenschutz-Grundverordnung am 4. Mai 2016 veröffentlicht – in rund einem Jahr ab Mai 2018 wird sie angewendet. Welche Veränderungen stehen diesbezüglich für Unternehmen der Marktforschungsbranche an? Und vor allem ist die Branche ausreichend vorbereitet?

Wir möchten das Thema mit diesem Special begleiten, aktuelle Entwicklungen verfolgen und interessante Beiträge bündeln.

Marktforschungsbranche trotz Handlungsdruck schlecht auf die EU-DSGVO vorbereitet

(Bild: momius - fotolia.com)

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung tritt am 25. Mai 2018 in Kraft. Aus diesem Anlass hat marktforschung.de ein Jahr im Voraus Verantwortliche für Datenschutz in Markt- und Sozialforschungsinstituten und bei Dienstleistern der Branche befragt, welche Auswirkungen sie aufgrund der angepassten Regulierung erwarten.

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Sicht des Verbandes

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung – Anpassung des deutschen Datenschutzrechts durch das DSAnpUG-EU

Erich Wiegand, ADM

04.05.2017 - Am 27. April 2017 hat der Deutsche Bundestag das sogenannte Datenschutz-Anpassungs- und -Umsetzungs-Gesetz (DSAnpUG-EU) in zweiter und dritter Lesung mit den Stimmen der Regierungskoalition gegen die Stimmen der Oppositionsparteien beschlossen. Das Gesetz dient der erforderlichen Anpassung des deutschen Datenschutzrechts an die Europäische Datenschutz-Grundverordnung und der Umsetzung von Rechtsvorschriften der DSGVO in nationales Recht. Als Artikelgesetz ändert... weiterlesen

 

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung – Rechtsgrundlagen der Markt- und Meinungsforschung

Erich Wiegand, ADM

26.04.2017 - Nach vorherrschender Meinung setzt die Anwendung der Vorschriften des Artikels 89 eine Rechtsgrundlage der Verarbeitung personenbezogener Daten für wissenschaftliche Forschungszwecke voraus. Für die Markt- und Meinungsforschung ergibt sich neben der entsprechenden Einwilligung der betroffenen Person gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a die Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten für diese Zwecke aus Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Nach der letztgenannten... weiterlesen

 

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung – Privilegien für wissenschaftliche Forschungszwecke

19.04.2017 - Am 25. Mai 2018 entfalten die Vorschriften der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung Rechtswirksamkeit. Für die Markt- und Meinungsforschung von zentraler Bedeutung sind die Vorschriften des Art. 89, in dem die Garantien und Ausnahmen in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten unter anderem zu wissenschaftlichen Forschungszwecken geregelt werden. weiterlesen

 

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung – ein Datenschutzrecht für Europa?

Erich Wiegand, ADM

06.04.2017 - Am 25. Mai 2016 ist die Europäische Datenschutz-Grundverordnung zwanzig Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft getreten. Rechtswirksamkeit entfalten ihre Vorschriften zwei Jahre später am 25. Mai 2018. Dem Inkrafttreten vorangegangen ist ein mehr als vierjähriges Gesetzgebungsverfahren, das offiziell am 25. Januar 2012 mit der Veröffentlichung des Entwurfs einer Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Kommission begann.... weiterlesen

 

Kolumne

Bild: trekandphoto - fotolia.com

Streit um den Datenschutz in Deutschland 

Deutsche Datenschutzbehörden drohen an, das kommende deutsche Datenschutzrecht nicht anzuwenden. Es verstoße gegen Europarecht. Wenn die Aufsicht Wirtschaft und Verwaltung nicht in die Gefahr eines Rechtsbruchs bringen will, muss sie sehr sicher sein, dass sie im Recht ist.

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Über Änderungen des deutschen Datenschutzrechts

Marco2811-Fotolia

Vor Kurzem hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, der das deutsche Recht an die EU-Datenschutz-Grundverordnung anpassen soll. Der Bitkom warnt diesbezüglich davor, die mögliche europaweite Harmonisierung der Datenschutzgesetzgebung zu konterkarieren.

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Datenschutzverstöße können teuer werden

Prof. Dr. Rolf Schwartmann (Bild: Thilo Schmülgen)
Prof. Dr. Rolf Schwartmann (Bild: Thilo Schmülgen)

Datenschutzverstöße werden vielfach als Kavaliersdelikt gesehen, weil man Bußgelder aus der "Portokasse" zahlt. Das dürfte sich ändern.

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Unternehmen sind unzureichend auf EU-Datenschutz-Grundverordnung vorbereitet

Im Mai 2018 wird die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der Europäischen Union endgültig in Kraft treten und die Regularien für alle in der EU tätigen Unternehmen vereinheitlichen. Trotz hoher Sanktionsrisiken ist ein Großteil der Firmen allerdings noch unvorbereitet.

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Die EU-Datenschutzgrundverordnung aus Sicht des ADM

Hartmut Scheffler (ADM, TNS Infratest)

Von Hartmut Scheffler, Vorstandsvorsitzender ADM

Im März 2016 erhielten wir eine erste Einschätzung des ADM:

Der ADM geht davon aus, dass der EU-Ministerrat und das EU-Parlament der Europäischen Datenschutzgrundverordnung im April 2016 zustimmen werden. Auf Basis der dann verabschiedeten Verordnung inklusive der in wenigen Wochen vorliegenden konsolidierten deutschen Übersetzung wird der ADM zusammen mit den befreundeten Verbänden und mit bewährter juristischer Beratung analysieren und festlegen, wo und ob aus unserer Sicht Kommentierungen und vor allem Aktivitäten notwendig und sinnvoll sind.

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Wie streng muss der Datenschutz eigentlich sein?
Philipp Kemser, Florian Tress, Norstat

Von Philipp Kemser und Florian Tress, Norstat

Das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP hält jede Menge Zündstoff bereit. Während die Bevölkerung den Verlust von Bürgerrechten, sozialstaatlichen Standards und Regelungen zum Verbraucherschutz befürchtet, pochen Wirtschaftsvertreter auf den stärkeren Abbau von Handelshemmnissen zwischen Europa und Amerika. Dazu gehört in einer globalen Wirtschaft natürlich auch der freie grenzüberschreitende Fluss von Daten. Deshalb war es nicht besonders verwunderlich, dass für das gekippte Safe-Harbour-Abkommen innerhalb kürzester Zeit ein Nachfolger verkündet wurde. Der sogenannte "Privacy Shield" gilt vielen jedoch nur als ein zahnloser Workaround, um die ohnehin schon komplizierten TTIP-Verhandlungen ohne Verzögerung fortführen zu können. 

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