Datenschutz in der Marktforschungsbranche

    Datenschutz, Tresorraum (Bild: Thinkstock)

2016 gab es einige Veränderungen im Datenschutzrecht. So wurde etwa die EU-Datenschutz-Grundverordnung am 4. Mai 2016 veröffentlicht – in rund einem Jahr ab Mai 2018 wird sie angewendet. Welche Veränderungen stehen diesbezüglich für Unternehmen der Marktforschungsbranche an? Und vor allem ist die Branche ausreichend vorbereitet?

Wir möchten das Thema mit diesem Special begleiten, aktuelle Entwicklungen verfolgen und interessante Beiträge bündeln.

Über Änderungen des deutschen Datenschutzrechts

Marco2811-Fotolia

Vor Kurzem hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, der das deutsche Recht an die EU-Datenschutz-Grundverordnung anpassen soll. Der Bitkom warnt diesbezüglich davor, die mögliche europaweite Harmonisierung der Datenschutzgesetzgebung zu konterkarieren.

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Datenschutzverstöße können teuer werden

Prof. Dr. Rolf Schwartmann (Bild: Thilo Schmülgen)
Prof. Dr. Rolf Schwartmann (Bild: Thilo Schmülgen)

Datenschutzverstöße werden vielfach als Kavaliersdelikt gesehen, weil man Bußgelder aus der "Portokasse" zahlt. Das dürfte sich ändern.

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Unternehmen sind unzureichend auf EU-Datenschutz-Grundverordnung vorbereitet

Im Mai 2018 wird die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der Europäischen Union endgültig in Kraft treten und die Regularien für alle in der EU tätigen Unternehmen vereinheitlichen. Trotz hoher Sanktionsrisiken ist ein Großteil der Firmen allerdings noch unvorbereitet.

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Die EU-Datenschutzgrundverordnung aus Sicht des ADM

Hartmut Scheffler (ADM, TNS Infratest)

Von Hartmut Scheffler, Vorstandsvorsitzender ADM

Im März 2016 erhielten wir eine erste Einschätzung des ADM:

Der ADM geht davon aus, dass der EU-Ministerrat und das EU-Parlament der Europäischen Datenschutzgrundverordnung im April 2016 zustimmen werden. Auf Basis der dann verabschiedeten Verordnung inklusive der in wenigen Wochen vorliegenden konsolidierten deutschen Übersetzung wird der ADM zusammen mit den befreundeten Verbänden und mit bewährter juristischer Beratung analysieren und festlegen, wo und ob aus unserer Sicht Kommentierungen und vor allem Aktivitäten notwendig und sinnvoll sind.

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Wie streng muss der Datenschutz eigentlich sein?
Philipp Kemser, Florian Tress, Norstat

Von Philipp Kemser und Florian Tress, Norstat

Das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP hält jede Menge Zündstoff bereit. Während die Bevölkerung den Verlust von Bürgerrechten, sozialstaatlichen Standards und Regelungen zum Verbraucherschutz befürchtet, pochen Wirtschaftsvertreter auf den stärkeren Abbau von Handelshemmnissen zwischen Europa und Amerika. Dazu gehört in einer globalen Wirtschaft natürlich auch der freie grenzüberschreitende Fluss von Daten. Deshalb war es nicht besonders verwunderlich, dass für das gekippte Safe-Harbour-Abkommen innerhalb kürzester Zeit ein Nachfolger verkündet wurde. Der sogenannte "Privacy Shield" gilt vielen jedoch nur als ein zahnloser Workaround, um die ohnehin schon komplizierten TTIP-Verhandlungen ohne Verzögerung fortführen zu können. 

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