"Das mobile Internet eröffnet Marktforschern ganz neue Wege"

Fünf Fragen an Bastian Foerster, DIM

Was müssen betriebliche Marktforscher künftig können? Wie verändert sich die Branche? Was sind die Herausforderungen der kommenden Jahre? Wir haben fünf Marktforscher gefragt. Den Auftakt macht Bastian Foerster, Projektleiter bei DIM Deutsches Institut für Marketing GmbH.

Bastian Förster (Bild: DIM)
Bastian Förster (Bild: DIM)

marktforschung.de: Welche Anforderungen werden heute an Marktforscher gestellt?

Bastian Foerster: Das Informations- und Kaufverhalten der Menschen hat sich in den vergangenen Jahren verändert: Das Internet ist aus dem Kaufentscheidungsprozess nicht mehr wegzudenken. Auch soziale Medien und mobile Geräte rücken mehr in den Fokus der Marktforschung. Durch die Digitalisierung wird auch in der Marktforschung eine erhöhte Geschwindigkeit erwartet. Da der Kunde heutzutage mehr Kontaktpunkte mit Unternehmen hat, muss die Marktforschung in der Lage sein, die aktuellen Kundenbedürfnisse ganzheitlich zu erfassen und darzustellen. 

marktforschung.de: Ist betriebliche Marktforschung noch zeitgemäß?

Bastian Foerster: Die betriebliche Marktforschung ist essenziell, um Insights über Kunden zu gewinnen. Nur so lassen sich langfristig Wettbewerbsvorteile und somit Unternehmenserfolg erzielen. Gerade für das Marketing sind solche Informationen notwendig, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

marktforschung.de: Stehen betriebliche Marktforscher innerhalb eines Unternehmens in Konkurrenz zu anderen Datenexperten wie Data Analysts oder der Business Intelligence?

Bastian Foerster: Konkurrenz ist das falsche Wort. Vielmehr sollten sich die Rollen komplementieren. Es geht darum, dass sich die verschiedenen Bereiche gegenseitig unterstützen, zusammenarbeiten und die Daten somit kontinuierlich und qualitativ angereichert werden können.

marktforschung.de: Wie hat sich der Beruf des betrieblichen Marktforschers verändert?

Bastian Foerster: Durch die neuen Anforderungen verändert sich auch die Tätigkeit des betrieblichen Marktforschers. Es kommen zum Beispiel neue Methoden und Datenquellen hinzu, die unbedingt Berücksichtigung finden müssen. Das klassische Beispiel sind hier die sozialen Netzwerke und der damit einhergehende nutzergenerierte Content. Auch mobile Geräte eröffnen Marktforschern ganz neue Wege. Die Unabhängigkeit von Zeit und Ort wird durch neue Tools und Möglichkeiten spürbar. 

marktforschung.de: Was sind die Herausforderungen in den kommenden Jahren?

Bastian Foerster: Durch die Digitalisierung hat die Menge an verfügbaren Daten drastisch zugenommen. Diese Entwicklung wird weiter voranschreiten. Vor diesem Hintergrund gilt es, die richtigen Daten und Informationen zu sammeln, zu ordnen und sinnvoll aufzubereiten, um entsprechende Entscheidungen vorzubereiten. Auch die zeitliche Komponente wird künftig eine Herausforderung sein. Echte Vorteile gegenüber Wettbewerbern lassen sich nur erzielen, wenn schnell richtige Entscheidungen getroffen werden. Die betriebliche Marktforschung muss hier die Basis schaffen.

marktforschung.de: Vielen Dank!

Veröffentlicht am: 19.02.2018

 

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