Zum Medienkonsum der Deutschen

Nordlight Research-Studie

Der digitale Medienkonsum boomt. 68 Prozent der Deutschen schauen täglich mindestens zwei Stunden Internetclips, Filme oder Fernsehen. Doch auch die altbekannten, klassischen Medienangebote werden von den Deutschen geschätzt und genutzt. Aktuelle Nutzerzahlen zum Medienkonsum der Deutschen lesen Sie hier.

Klarer Social-Media-Favorit bleibt WhatsApp. Aktuell zählt der Messenger für zwei Drittel der Bundesbürger zu den wichtigsten sozialen Medien. (Bild: Pixelkult - Pixabay)
Klarer Social-Media-Favorit bleibt WhatsApp. Aktuell zählt der Messenger für zwei Drittel der Bundesbürger zu den wichtigsten sozialen Medien. (Bild: Pixelkult - Pixabay)


Der digitale Medienkonsum hat in unserem alltäglichen Leben einen hohen Stellenwert eingenommen. Laut der aktuellen Umfrage von Nordlight Research schauen zwei Drittel (68 Prozent) der Deutschen täglich mindestens zwei Stunden Fernsehen, Videos oder Internetclips. Ein Viertel von ihnen – das sind 25 Prozent – sogar mindestens vier Stunden am Tag. 29 Prozent der Deutschen surfen auch nach der Arbeit noch zwei oder mehr Stunden im Internet.

Klassische Medienangebote immer noch hoch im Kurs

Die klassischen Medienangebote sind bei uns Deutschen aber kaum weniger beliebt. Immer noch stehen Bücher hoch im Kurs, 46 Prozent der Befragten geben im Alltag regelmäßig Geld dafür aus. Für Zeitschriften geben 31 Prozent der Befragten Geld aus und für die Tagespresse 25 Prozent. CDs und Schallplatten schätzen 23 Prozent der Befragten.

Für die digitalen Angebote wie Streaming-Dienste für Filme gaben 26 Prozent der Befragten an, regelmäßig Geld auszugeben, für Musik 17 Prozent und für E-Books 20 Prozent. Laut Nordlight Research wollen 68 Prozent der Deutschen für einzelne Medienprodukte in Zukunft sogar mehr Geld ausgeben als bisher.

Andere kommerzielle digitale Medienangebote führen mit Blick auf die Gesamtbevölkerung bislang eher ein Nischendasein. Hierzu zählen beispielsweise kostenpflichtige Apps (Nutzer aktuell: sieben Prozent), kostenpflichtige E-Paper bzw. digitale Zeitungen/Magazine (sechs Prozent) sowie Premium-Artikel und Testberichte (ebenfalls sechs Prozent). Kommerzielle Online-Spiele kommen immerhin auf einen Nutzeranteil von zehn Prozent.  

Online-Streaming mit Wachstumspotenzial

Bezahlpflichtige Streaming-Dienste werden derzeit vor allem von der jungen und mittleren Generation genutzt, 16-29 Jahre: 37 Prozent und 30-49 Jahre: 36 Prozent. 16 Prozent der heutigen Nutzer wollen in Zukunft mehr Geld als bisher für Streaming-Dienste ausgeben: 13 Prozent für Filme bzw. Serien und fünf Prozent für Musik - insbesondere die 16-29-Jährigen beabsichtigen dies. Präferierte Anbieter im Bereich Video-on-Demand sind aktuell Amazon Prime Video (31 Prozent) und Netflix (25 Prozent). Im Bereich Musik-Streaming liegt Spotify in der Nutzerbeliebtheit weit vorn mit einem Anteil von 16 Prozent. Apple Music (iTunes) folgt wie viele weitere Anbieter erst mit großem Abstand und Nutzeranteilen von fünf oder weniger Prozent. Bei der Nutzung kostenfreier Medienportale und Mediatheken führt Youtube mit 58 Prozent, vor der ARDMediathek (49 Prozent), der ZDF-Mediathek (46 Prozent), den Regionalsender-Mediatheken (22 Prozent), 7TV APP (18 Prozent) TVNow (17 Prozent) und der Arte Mediathek (14 Prozent).

Social-Media: WhatsApp weiter auf Platz 1

Klarer Social-Media-Favorit bleibt WhatsApp. Aktuell zählt der Messenger für zwei Drittel der Bundesbürger (66 Prozent) zu den wichtigsten sozialen Medien. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Facebook (48 Prozent) und YouTube (36 Prozent). Social-Media-Dienste wie Instagram (18 Prozent), Pinterest (10 Prozent) und Snapchat (7 Prozent) spielen in der Gesamtbevölkerung eine geringere Rolle, zugleich sind sie aber unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders beliebt. Instagram (48 Prozent) liegt bei ihnen sogar gleichauf mit Facebook.

Zur Studie: Nordlight Research befragte über 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren zur Nutzung kostenpflichtiger Medienangebote sowie zu ihren aktuellen und zukünftigen Medien- und Anbieterpräferenzen im Sommer 2018 .

Veröffentlicht am: 09.10.2018

 

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