Podcasts - wer hört die eigentlich?

OmiQuest-Befragung

Podcasts scheinen immer noch im Trend zu sein. Streamingplattformen wie Spotify oder Amazon Music haben eigene Bereiche dafür. Doch wie sehen die Zahlen dazu aus: Wer hört, was wird gehört und wo wird gehört? Unter anderem diesen Fragen ist OmniQuest in einer Studie nachgegangen.

Mikro (Bild: Jonathan Velasquez - unsplash)

Podcasts - wer hört die eigentlich?  (Bild: Jonathan Velasuez - unsplash)

Podcasts erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Jeder Dritte hört zumindest gelegentlich Podcasts. In Zahlen sind das 34 Prozent der Deutschen, 2020 waren es noch 32 Prozent. Die Ergebnisse der Befragung von OmniQuest im Folgenden im Detail:

Für Podcasts bezahlen? Nein Danke

Von den befragten Podcasthörenden sind 76 Prozent nicht bereit, für Podcasts etwas zu bezahlen. Die 24 Prozent, die auch bezahlen würden, könnten sich einen monatlichen Maximalbetrag von durchschnittlich 15,40 Euro vorstellen. Männer sind mit 22,50 Euro monatlich zahlungsbereiter als Frauen mit 9,30 Euro. Aktuell unterstützen sieben Prozent (2020: 12 Prozent) einen Podcast finanziell. Weitere sieben Prozent (2020: 13 Prozent) geben an, dies in der Vergangenheit schon einmal getan zu haben. In der Zukunft wollen rund 14 Prozent erstmals einen oder mehrerer Podcasts finanziell unterstützen.

Jüngere Hörer stehen Podcastwerbung positiver gegenüber

Auch Werbung in Podcasts stehen 62 Prozent eher ablehnend gegenüber.  Der Anteil derer, die Werbung in Podcasts befürworten, sinkt mit steigendem Alter: Bei den unter 40-jährigen stehen 48 Prozent Podcastwerbung positiv gegenüber. Unter den über 50-jährigen tut dies 25 Prozent. Identisch zu 2020 sagen 27 Prozent, dass sie oder er aufgrund der Werbung in Podcasts schon einmal neue Produkte oder Dienste ausprobiert hat.

Beliebteste Themen und Podcasts

OmniQuest - Welche Podcasts gehört? (Bild: OmniQuest)

Top 10 Liste der schon gehörten Podcasts (Bild: OmniQuest)

Die beliebtesten Themen sind Nachrichten und Politik mit 67 Prozent (wie 2020), Wissenschaft und Bildung mit 60 Prozent (2020: 57 Prozent) und Gesundheit und Ernährung mit 57 Prozent (2020: 58 Prozent). Meistgehörte Podcasts sind „Tagesschau in 100 Sekunden“ und „Nachrichten – Deutschlandfunk". Beide Podcasts haben die Hälfte aller befragten Podcasthörer schon einmal gehört. Fast jeder Fünfte gibt an, ein regelmäßiger Hörer dieser Formate zu sein. 

Wo und mit welchem Dienst wird gehört?

Am häufigsten werden Smartphones mit 70 Prozent (2020: 67 Prozent) für die Widergabe genutzt. Dahinter folgen PC bzw. Laptops mit 46 Prozent (2020: 55%). Als beliebster Dienst  bzw. App steht  Spotify mit 42 Prozent (2020: 43 Prozent) ganz klar auf Platz eins.  Platz zwei und drei belegen die ARD Audiothek mit 31 Prozent  (2020: 28 Prozent) und Audible mit 19 Prozent (2020: 21 Prozent). Dahinter folgen Apple Podcasts mit 17 Prozent (2020: 11 Prozent) und Google Podcasts mit 16 Prozent (2020: 17 Prozent). 

Auch in der Zukunft steigt der Konsum von Podcasts weiter

30 Prozent der Befragten ( 2020: 39 Prozent) hört aktuell mehr Podcasts als noch im vergangenen Jahr, demgegenüber hören  zehn Prozent (2020: 6 Prozent) in diesem Jahr weniger Podcasts. 20 Prozent (2020: 21 Prozent) glauben, dass ihr bzw. sein persönlicher Podcast-Konsum auch im nächsten Jahr weiter zunehmen wird.

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Erhebungsmethode Online-Befragung
Befragte Zielgruppe BundesbürgerInnen
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? OmniQuest Online-Panel
Stichprobengröße n= 1.000
Feldzeit 2021: 08. bis 10. Juni 2021; 2020: 07. bis 09. Juli 2020
Land Deutschland

Kommentare (1)

  1. Hubertus Hofkirchner am 27.07.2021
    Immer wenn ich Preisstudien mit traditionellem Fragebogen (statt State-of-the-Art mittels Prognosemarkt) lese, muss ich schmunzeln, ganz abgesehen von der Zwecklosigkeit einer direkten Frage nach einer rein behaupteten - und im Realitätsvergleich praktisch wertlosen - Zahlungsbereitschaft.

    Da sieht man z.B. solche 'Insights': "Aktuell unterstützen sieben Prozent (2020: 12 Prozent) einen Podcast finanziell. Weitere sieben Prozent (2020: 13 Prozent) geben an, dies in der Vergangenheit schon einmal getan zu haben."

    Aha! Wieder was gelernt. Oder?

    Rechnen wir lieber kurz nach:

    1. Aktuell (2021) zahlen 7% also -5 Prozentpunkte weniger als letztes Jahr (2020). 7% behaupten "in der Vergangenheit"gezahlt zu haben. Aha! Wir schließen: 2% zahlten für Podcasts erstmals 2019 oder noch früher.

    Jetzt zum Kleingedruckten in der Klammer:

    2. Zuletzt (2020) zahlten 12% und 13% behaupteten 2019 oder früher schon gezahlt zu haben.

    WTF?? Waren es denn nun 2% oder 13%, die schon 2019 bezahlt hatten?

    Die Branche scheint diesen systematischen Unfug einfach zu akzeptieren, Klienten wie Spotify oder Amazon Music bezahlen für so generierte "Insights' gutes Geld und treffen darauf große Entscheidungen. Warum?

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