Weniger Vertrauen in die Zukunft

Studie von Nielsen

Das Verbrauchervertrauen in der Bundesrepublik ist laut Nielsen im europäischen Vergleich von Platz 2 auf Platz 5 abgerutscht. Auf den ersten beiden Plätzen blicken die Dänen und die Polen am zuversichtlichsten in die Zukunft.

Zweijahrestief - Delle oder Trend? (Bild: Dmitrijs Dmitrijevs - Fotolia)
Zweijahrestief - Delle oder Trend? (Bild: Dmitrijs Dmitrijevs - Fotolia) 

Nielsen befragt regelmäßig Konsumenten in 64 Ländern nach ihren Zukunftserwartungen und ermittelt danach seinen Verbrauchervertrauensindex. Laut Umfrage schätzten die Bundesbürger sowohl ihre Jobaussichten, aber auch ihre finanzielle Lage pessimistischer ein als noch vor wenigen Monaten. Bewerteten im dritten Quartal 2019 noch 62 Prozent der Befragten ihre Berufsaussichten in den kommenden zwölf Monaten als gut oder sehr gut, so waren es bei der jüngsten Umfrage noch 58 Prozent. "Das Verbrauchervertrauen ist auf einen Zweijahrestiefstand gerutscht", sagte Nielsen-Deutschland-Chef Jens Ohlig. 

Auch bei der Einschätzung der eigenen finanziellen Lage gab es schlechtere Zahlen. Nur noch knapp die Hälfte der Verbraucher ist der Meinung, die kommenden zwölf Monate seien ein guter Zeitpunkt, um Geld auszugeben. Drei Monate zuvor waren es noch 54 Prozent. Fast jeder vierte befragte Bundesbürger gab an, dass er für die kommenden zwölf Monate eine wirtschaftliche Rezession erwartet.

Gemessen am europäischen Durchschnitt ist die Stimmung in Deutschland aber immer noch recht gut. Das zeigt sich nicht zuletzt bei der Frage, was die Bundesbürger mit dem Geld machen, das sie nach der Deckung der Lebenshaltungskosten noch übrig haben. Während die meisten Europäer zuerst ans Sparen denken, nutzen es die Verbraucher in Deutschland lieber für Urlaub und Kleidung.

Veröffentlicht am: 17.02.2020

 

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