Weltweites Stimmungsbarometer schwankt zwischen Glück und Verzweiflung

WIN/Gallup International

Nicht alle Krisen schlagen sich nieder: Eine Umfrage in 68 Ländern der Welt von Marktforschungs-Netzwerk WIN/Gallup International zu den persönlichen Erwartungen für 2016 zeigt, dass jeder Zweite weltweit dem neuen Jahr optimistisch entgegenblickt.

Jeder Zweite weltweit blickt dem neuen Jahr optimistisch entgegen. (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

Jeder Zweite weltweit blickt dem neuen Jahr optimistisch entgegen. (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

Während dieser Wert mit dem Vorjahr vergleichbar ist, sind etwas weniger Menschen (66 Prozent) mit ihrem Leben zufrieden, 2014 geben noch 70 Prozent an zufrieden zu sein. Die Ergebnisse der internationalen Studie zeigen große nationale Unterschiede: So präsentieren sich in diesem Jahr wiederholt die Fidschi-Inseln mit 86 Prozent zufriedenen Einwohnern als sehr glückliches Land. Nur überholt von Kolumbien mit 1 Prozent. In negativer Hinsicht wenig überraschend, bestätigen sich die Vorjahresergebnisse für den Irak, er rangiert wiederholt mit 38 Prozent unglücklichen bzw. sehr unglücklichen Menschen am Ende der Glücksskala, eine weitere Verschlechterung um 7 Prozentpunkte.

Die wirtschaftlichen Erwartungen stehen nicht immer in engem Zusammenhang mit der aktuell persönlichen Zufriedenheit: 45 Prozent aller weltweit befragten Menschen erwarten für 2015 wirtschaftliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr (hier ein Plus von 3 Prozentpunkten).

In Westeuropa sind es allerdings nur 14 Prozent und in Deutschland 12 Prozent, die davon ausgehen, dass 2016 wirtschaftlichen Wohlstand verspricht. Für Deutschland ist dies zwar auch ein leichter Anstieg um 2 Prozentpunkte, aber ein weitaus größerer Anstieg ist bei den Pessimisten mit 11 Prozentpunkten zu beobachten.

Insgesamt bestätigt sich laut dem deutschen Netzwerkpartner Produkt + Markt hierzulande der positive Trend vom Vorjahr bei näherer Betrachtung nicht: es gibt ein leichten Anstieg bei den Unzufriedenen (aktuell 17 Prozent; 2014 noch 15 Prozent) verknüpft mit einem Rückgang von 59 Prozent Zufriedenen im Vorjahr auf 56 Prozent im Jahr 2015. Deutlicher wird dies auch bei den persönlichen Erwartungen für 2016: Auch wenn die Gruppe derer, die eine positive Entwicklung erwarten gleich groß ist, so ist der Anteil derer, die ein schlechteres Jahr erwarten, um mehr als ein Drittel auf 26 Prozent angestiegen. Vor allem Personen ab 45 Jahre sind hier pessimistisch – der höchste Anteil liegt in der Altersgruppe ab 65 Jahren mit 43 Prozent in dieser Gruppe, denen gerade einmal 10 Prozent entgegenstehen, die glauben, dass 2016 besser wird.

Zur Studie:
Die Jahresendstudie "EoY" (End of Year Survey) wird seit 1977 regelmäßig durchgeführt. 2015 wurde sie vom Marktforschungsnetzwerk WIN/Gallup International in 68 Ländern weltweit mit 66.040 Personen erhoben. In jedem Land wurde dazu eine repräsentative Vergleichsgruppe von etwa 1000 Männern und Frauen interviewt – online (23 Länder), telefonisch (15 Länder) oder face-to-face (30 Länder). Die Datenerhebung fand zwischen September und Dezember 2015 statt und wurde in Deutschland von Produkt + Markt durchgeführt.

dr

Veröffentlicht am: 04.01.2016

 

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