Weltfrauentag: Lohngerechtigkeit verliert durch Corona an Bedeutung, flexibles Arbeiten aktuell besonders wichtig

Ipsos-Studie

Anlässlich des Weltfrauentages am 08. März hat Ipsos in Zusammenarbeit mit dem Global Institute for Women’s Leadership am King’s College London eine Global Advisor-Studie durchgeführt. Gerade Lohngleichheit spielt dabei eine große Rolle.

Frauengruppe (Bild: Omar Lopez - pixabay)
Gleicher Lohn ist immer noch ein großes Thema (Bild: trevoykellyphotography - pixabay)

46 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Meinung, dass die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen ein wichtiges Thema ist, finden aber nicht, dass es in der aktuellen Situation priorisieren sollte. 30 Prozent sind hingegen trotz Corona-Krise der Ansicht, dass es weiterhin eine hohe Priorität haben sollte. 48 Prozent denken, dass Lohnungleichheit ein echtes Problem darstellt – Frauen stimmen mit 52 Prozent häufiger zu als Männer mit 45 Prozent. 13 Prozent glauben, dass die Forderung nach gerechter Bezahlung vielmehr ein Beispiel für übertriebene politische Korrektheit ist.

Prioritäten nach der Pandemie: Flexible Arbeitsmodelle besonders wichtig

Danach gefragt, was die wichtigsten Prioritäten sind, um sicherzustellen, dass bei der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise auch Probleme berücksichtigt werden, die speziell Frauen betreffen, wird am häufigsten der Wunsch nach flexibleren Arbeitsmodellen genannt (Deutschland 42 Prozent, weltweit 40 Prozent). Dahinter folgen bezahlte Elternzeit bzw. Einrichtungen zur Kinderbetreuung (33 Prozent) und die Forderung nach mehr Unterstützung für Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt oder Missbrauch sind (Deutschland 30 Prozent, global 36 Prozent). Vor allem in der Türkei (56 Prozent), in Südafrika (52 Prozent) und in Peru (51 Prozent) ist das ein Thema.

Diese Punkte sind speziell für Frauen besonders wichtig (Bild: ipsos)

Mehrheit glaubt nicht an mehr Gleichstellung nach Krise

International glauben 52 Prozent nicht daran, dass sich eine Annäherung in der Gleichstellung von Mann und Frau bemerkbar machen wird, während sich die Welt von Corona erholt. 11 Prozent glauben sowohl an eine Verbesserung als auch an eine Verschlechterung. In Deutschland glauben sechs Prozent an eine Besserung, 45 Prozent prognostizieren keinerlei Veränderungen, 19 Prozent vermuten eher negative Auswirkungen.

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/pj

Methodik

Erhebungsmethode Online-Befragung
Befragte Zielgruppe 16 bzw. 18 bis 74 (je nach Land)
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? Ipsos Global Advisor
Stichprobengröße 20.520 Personen aus 28 Ländern, je nach Land etwa 500 oder 1000 Befragte
Feldzeit 22. Januar bis 05. Februar 2020
Land 28 Länder

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