Weihnachten: Die meisten Deutschen sind Heiligabend zu Hause

München - Die meisten Deutschen feiern Weihnachten zu Hause unter einem echten Baum mit elektrischen Kerzen und genießen nach der Bescherung ein einfaches, aber klassisches Gericht. Dies ergab eine gemeinsame Umfrage von Marketagent.com und comperis. An der Befragung Anfang Dezember nahmen 1.001 Mitglieder des Online-Access-Panels von Marketagent.com teil. 

Mehr als sechs von zehn Befragten (62%) sind an Heiligabend daheim anzutreffen. Feiern Kinder mit, sind es sogar 78%, die in den eigenen vier Wänden bleiben. Ein Drittel (33%) befindet sich zwar zum Fest in einem Privathaushalt, allerdings nicht im eigenen.

Wo auch immer man sich aufhält: Das Programm des 24. Dezember ist in vielen Haushalten naturgemäß ähnlich. "Lediglich die Reihenfolge der Aktivitäten variiert an der einen oder anderen Stelle", berichtet Marina Klusendick, Geschäftsführerin von comperis. Der Kirchgang, der für ein knappes Drittel zum Heiligabend gehört, findet in Haushalten mit Kindern eher am Nachmittag, bei Kinderlosen meist in den späteren Abendstunden statt. Der Kern des Weihnachtsfestes ist (für jeweils 90% der Befragten) die Bescherung und das Weihnachtsessen, allerdings in variierender Abfolge. Hungrig Beschenken oder beschenkt Speisen – beides ist gleichermaßen Usus.

63% der Befragten berichten, dass sie an Heiligabend alljährlich ihr traditionelles Weihnachtsessen zu sich nehmen. Wer hier allerdings ein Gourmetmenü erwartet, hat sich gründlich getäuscht: Bei 37% stehen in der Heiligen Nacht Würstchen mit Kartoffelsalat auf dem Speiseplan. Abgeschlagen landen Geflügelgerichte (17%) und die typische Weihnachtsgans (13%) auf den Plätzen 2 und 3.

"Weihnachten wird unterm Baum entschieden" verrät aktuell die Werbekampagne eines Elektrohändlers - in 28 von 100 deutschen Haushalten sucht man zum Fest allerdings vergeblich nach einem solchen, in 18 findet man einen künstlichen und in 54 einen natürlichen Christbaum, für den im Durchschnitt 33,- Euro ausgegeben werden. Beleuchtet wird die Tanne in den meisten Fällen mit elektrischen Lichterketten - nur 10% aller Weihnachtsbäume hierzulande werden mit echten Kerzen geschmückt. Diese bringen übrigens mehrheitlich die Frauen am Baum an (60%), während die Männer hingegen eher für den Kauf des guten Stücks zuständig sind (56%).

Durchschnittlich 244,- Euro wollten die Befragten dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. "Der Euro-Krise und wirtschaftlichen Zukunftsängsten zum Trotz ist dieser Betrag im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen", kommentiert Christian Jung, Sales Director von Marketagent.com Deutschland dieses Ergebnis der Befragung. Wichtigste Empfänger der in kleine und größere Gaben umgewandelten Ausgaben sind erwartungsgemäß die eigenen Kinder, Enkelkinder und die Partner der Befragten.

Befragt nach der persönlichen Bedeutung des Festes gaben 57% an, Weihnachten sei ein Fest der Liebe. Für 40% ist es dagegen zu einer rein kommerziellen Veranstaltung geworden, und nur für 24% ist es ein Fest mit hoher religiöser Bedeutung.

cl/Marketagent.com

Veröffentlicht am: 09.12.2011

 

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