Wahrscheinlichkeit, zuhause einen Pflegefall zu betreuen, steigt mit Lebensalter

Nürnberg - Mit zunehmendem Lebensalter der für eine Umfrage befragten Deutschen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, zuhause einen Pflegefall zu betreuen: Während der Anteil in der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen rund 3 Prozent beträgt, liegt er bei den Befragten von 50 bis 59 Jahren bei rund 6 Prozent und erreicht bei den 60 bis 69-Jährigen sogar knapp 7 Prozent. Dies zeigt eine Studie der GfK.

Knapp 5 Prozent der Befragten gaben dort an, in den letzten zwölf Monaten in ihrem Haushalt eine Person gepflegt zu haben. Fast die Hälfte von ihnen sogar ohne professionelle Unterstützung. Pflegende Angehörige, die auf Hilfe von außen zurückgreifen, suchen diese zu 96 Prozent im Inland. Insgesamt wenden die Befragten durchschnittlich 27 Stunden in der Woche für die Pflege der Angehörigen auf. Häufig müssen dabei Pflege und Beruf miteinander vereinbart werden: 40 Prozent der pflegenden Angehörigen sind laut GfK Umfrage berufstätig.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Anzahl der Menschen, die ihre Angehörigen zuhause pflegen, je nach Bundesland sehr unterschiedlich ausfällt. In Thüringen (10 Prozent), Schleswig-Holstein und Bayern (jeweils 7 Prozent) ist der Anteil beispielsweise am größten.

Zur Studie: In der deutschlandweiten Umfrage, die im Februar 2015 durchgeführt wurde, befragte GfK rund 2.000 Personen in Deutschland ab 14 Jahren in persönlichen Interviews (Face-to-Face).

ah

Veröffentlicht am: 20.04.2015

 

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