Wachstum der mobilen Nutzung spiegelt sich noch nicht in Werbespendings wider

AGOF facts & figures

Frankfurt am Main - Mobile verzeichnet deutliche Zuwächse in allen Branchen. Gerade beim Produktinteresse liegen die Potenziale hier inzwischen prozentual meist gleich auf oder sogar schon über denen im stationären Internet. Besonders bei Produkten aus der Sport- oder Computerbranche: So interessieren sich im mobilen Internet jeweils 61 Prozent mehr User für Computer-Hardware (nämlich 44,9% Nutzer) und Software (40,2%) als im stationären Netz. Für Sportartikel aller Art begeistern sich mobil 36,3 Prozent, das entspricht einem Plus von über 26 Prozent gegenüber den klassischen Onlinern (28,7%). Die zeigen die AGOF facts & figures, bei denen im ersten Quartal 2015 bei den Sonderanalysen die Branchen „Mode & Schuhe“, „Reise & Touristik“, „Computer“ sowie „Sport & Fitness“ im Fokus standen.

Der Aufwärtstrend bleibt dabei nicht alleine auf das Interesse begrenzt – auch bei der Suche und beim Shopping verlagern sich die Potenziale zunehmend ins mobile Netz. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beziehen 24 Prozent mehr Mobiler Bekleidung und Schuhe über ihr Smartphone, also inzwischen fast 30 Prozent (28,7%) gegenüber 50 Prozent (49,9%) im stationären Web. Wobei Schuhe weiterhin bei beiden dabei auf Platz eins des Einkaufszettels landen. Gleichzeitig suchen fast 15 Millionen Deutsche über den mobilen Zugang nach Reiseangeboten, zehn Prozent zusätzlich gegenüber 2014. Die deutlichste Steigerung findet sich hier in den Produktsegmente Flugtickets (nach denen 23 Prozent mehr Mobiler als 2014 suchen) und Hotels für Urlaubs- oder auch Geschäftsreisen (+ 30,8%).  

Das Wachstum der mobilen Nutzung und auch des Shoppens spiegelt sich bislang jedoch noch nicht in den Werbespendings wider. In allen vier Branchen rangiert Mobile im Mediamix auf dem letzten oder zumindest vorletzten Platz und meist mit Werbeeinsätzen unter einem Prozent des Gesamtbudgets. Lediglich die Modebranche investiert inzwischen zwei, die Computerbranche inzwischen drei Prozent ihrer Werbeausgaben in mobile Kampagnen. 

Zur Studie: Basis für alle vier Sonderanalysen sind die Markt-Media-Studien internet facts und mobile facts der AGOF. Für die Analyse wurden dabei die internet facts 2014-12 (52,79 Millionen deutschsprachige und in Deutschland wohnhafte Personen ab 14 Jahren, die das stationäre Internet von Oktober bis Dezember 2014 mindestens einmal genutzt haben) und die mobile facts 2014-IV (34,26 Millionen deutschsprachige Personen ab 14 Jahren, die von Oktober bis Dezember 2014 mindestens einen Kontakt mit einer mobil-optimierten Webseite oder einer mobilen Applikation hatten) herangezogen.

ah

Veröffentlicht am: 15.04.2015

 

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