Viele unterschätzen Zuckeranteil in Softdrinks

OmniQuest-Umfrage

Besonders die Vieltrinker von Cola, Fanta & Co. unterschätzen den hohen Zuckeranteil von Softdrinks. Das zeigt eine aktuelle Studie von OmniQuest. Eine Mehrheit befürwortet daher eine Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke.

Die Mehrheit (44 Prozent) der (mehrmals) täglichen Konsumenten von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken unterschätzt laut OmniQuest den Zuckergehalt in einem Glas konventioneller Coca-Cola. Wer dagegen Softdrinks lediglich auf wöchentlicher (34 Prozent), monatlicher Basis (33 Prozent) oder sogar seltener (27 Prozent) zu sich nimmt, neigt wesentlich weniger zur Unterschätzung des Zuckergehalts der braunen Brause. 

Neun Zuckerwürftel in einem Glas Coca-Cola (0,25l)

Ein Glas Coca-Cola (0,25l) hat laut Hersteller einen Zuckergehalt von umgerechnet neun Zuckerwürfeln – dies schätzen 30 Prozent aller befragten Softdrink-Trinker relativ korrekt ein (8-10 Würfel); unter- bzw. überschätzt wird die Anzahl der Zuckerwürfel von jeweils 35 Prozent der Befragten. Der Anteil derer, die den Zuckergehalt unterschätzen, ist unter den männlichen Softdrink-Trinkern etwas höher als unter den weiblichen (39 Prozent zu 31 Prozent). Des Weiteren unterschätzen gerade die unter 30-Jährigen den Zuckergehalt, während ältere Befragte eher zu einer Überschätzung des selbigen neigen. Der Anteil derer, die den Zuckeranteil korrekt einschätzen, ist dagegen in allen untersuchten Altersgruppen relativ ähnlich. 

Einer von zehn befragten Personen trinkt mehrmals täglich Softdrinks (10 Prozent); im Schnitt einmal täglich trinken diese 14 Prozent der Befragten. Der Anteil derer, die Softdrinks mehrmals wöchentlich zu sich nehmen, liegt bei 19 Prozent. Einmal wöchentlich trifft dies auf 10 Prozent zu. Insgesamt rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) trinkt die gesüßten Erfrischungsgetränke mehrmals monatlich oder seltener - 13 Prozent geben an, diese nie zu trinken. Unter Männern ist der Anteil der (mehrmals) täglichen Konsumenten von Softdrinks wesentlich höher als unter Frauen (30 Prozent zu 19 Prozent). Frauen dagegen finden sich häufiger unter denen, die seltener als einmal monatlich bzw. nie Softdrinks zu sich nehmen (43 Prozent zu 29 Prozent). 

Über die Hälfte der befragten Konsumenten von Softdrinks bevorzugen Limonaden mit Koffein (57 Prozent), ein Drittel favorisiert Fruchtschorlen (34 Prozent), dahinter folgen Fruchtsaftgetränke (29 Prozent) und Limonade ohne Koffein (28 Prozent). Eistees (17 Prozent) und Energydrinks (15 Prozent) präferiert nur ein vergleichsweise kleinerer Teil der Befragten. 

Bei den koffeinhaltigen Limonaden bevorzugt die überwiegende Mehrheit Coca-Cola (77 Prozent), erst mit großem Abstand folgen Mezzo mix (23 Prozent) und Pepsi (23 Prozent). Die beliebtesten Marken im Bereich Fruchtschorlen sind Lift (36 Prozent), Granini (30 Prozent) und Gerolsteiner (29 Prozent). Von den Marken Hohes C (61 Prozent), Granini (52 Prozent) und Valensina (44 Prozent) kommen die bevorzugten Fruchtsaftgetränke. Fanta (51 Prozent), Sprite (35 Prozent) und koffeinfreie Coca-Cola (26 Prozent) sind die beliebtesten Limonaden ohne Koffein.   

Mehrheit befürwortet Steuer auf zuckerhaltige Softdrinks

Eine Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke nach britischem Vorbild befürwortet eine knappe Mehrheit von 56 Prozent der Befragten, 44 Prozent dagegen lehnen eine solche Steuer ab. Die meisten Befürworter einer Besteuerung von Zucker finden sich bei den unter 30-Jährigen (61 Prozent) sowie den über 60-Jährigen (61 Prozent). Nach dem Willen rund der Hälfte der Befürworter einer Zuckersteuer (54 Prozent) sollte der steuerliche Aufschlag hierfür bei weniger als zehn Prozent liegen, 30 Prozent wollen einen Steueraufschlag im Bereich von zehn bis 19 Prozent; 16 Prozent der Befragten wären auch mit einem höheren Aufschlag einverstanden.

Zur Studie: OmniQuest befragte 870 Konsumenten von Softdrinks im eigenen Onlinepanel im Zeitraum vom 07. bis 10. Januar 2019. 

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