Vermessen und vorausgeschaut

Medienspiegel

Zum Jahresstart schauen wir zurück auf zwei Medienwochen, die spannende Gedanken lieferten: über wissenschaftliche Ausblicke, die CO2-Bilanz von Fußballfans, die Vermessung der Kunden, Smart home und Smartphones sowie die Unworte des Vorjahres.

(Bild: mitrija - fotolia)

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von Tim Farin

Was steht 2019 an? Sechs Ausblicke von Wissenschaftlern bietet Forschung & Lehre online. Sozialwissenschaftlerin Gesche Krause fordert bessere Fortschritte in der Klimapolitik, Wirtschaftswissenschaftler Johannes Becker blickt auf die Herausforderungen der digitalen Wirtschaft und Informatiker Christoph Meinel erklärt, welche Anforderungen an Sicherheitspolitik durch Angriffe im Netz entstehen. Denkanstöße aus der Forschung.

Fans mit Fußabdruck

In der Fußball-Bundesliga ruht das Spektakel für einige Wochen: Winterpause. Ob die in Zukunft unter den Bedingungen es Klimawandels noch geboten sein wird? Übrigens trägt auch das Geschäft mit dem Sport und die Freude der Fans zum Klimawandel bei, wie der Deutschlandfunk berichtet. Der Bericht zeigt, dass es den Spaß am Profifußball nicht ohne CO2-Abdruck gibt – und kommt auch zu dem Ergebnis, dass es bei den Klubs bislang keine freiwilligen Beiträge gibt, um den entstehenden Schaden zumindest über Umweltprojekte zu kompensieren.

Das große Vermessen

Dass Unternehmen Kunden in Kategorien einsortieren, ist keine Neuigkeit – das Segmentieren gehört lange zum Geschäft. Doch über die neue Dimension dieser "Vermessung" berichtet Claus Hulverscheidt aus New York für die Süddeutsche.de. "Der Fundus, aus dem die Analytiker mittlerweile schöpfen können, ist beinahe unendlich groß", schreibt er. Ein Marketingprofessor, der zu den Erfindern dieser "Customer Lifetime Value"-Schule gehört, berichtet über den Wert detaillierten Kundenwissens für die Zukunft von Unternehmen.

Skepsis vor Smart Home

Smart home. Seit einigen Jahren geistert dieser Begriff durchs Land. Das Internet der Dinge soll unser häusliches Leben einfacher und vermarktbarer machen. Doch was verstehen und halten die Menschen eigentlich davon? Heise.de berichtet über eine Befragung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Die Skepsis ist demnach ausgeprägt: "Von den 49 Prozent der Befragten, die kein Interesse an Smart Home haben, sehen wiederum 64 Prozent keinen Mehrwert für sich, und 49 Prozent befürchten, dass sie auf diesem Weg noch mehr Daten über sich preisgeben und diese an Unbefugte gelangen könnten."

Smartphone als Mega-Erfindung

Das Smartphone ist nicht nur ein austauschbarer Technikgegenstand – es ist "eine Jahrhunderttechnologie wie Auto, Elektrizität oder Eisenbahn", schreibt Thomas Stölzel auf wiwo.de. Das Besondere an diesem leicht zu bedienenden, mobilen und erweiterbaren Gerät: "Es frisst nahezu jede neue Technologie, die auf den Markt kommt und macht sie zur eigenen Funktion." Also werde es noch lange eine wichtige Rolle in unserer aller Leben spielen.

Unworte 2018

Zum Schluss ist es nochmal Zeit für einen Blick zurück. Denn gegen Blödsinn hilft Aufmerksamkeit – also empfehlen wir die Lektüre eines Artikels aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort hat es Tradition, die Büro-Unworte des Jahres zu küren. 2018 fanden die Autoren einigen Stoff zum Schmunzeln und Verzweifeln: DNA, Ambidextrie, Bilateral und 360 Grad – es ist immer geboten, den Leerphrasen des Alltags mit Argumenten entgegenzutreten!

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja Gelegenheit, das in Ruhe zu tun. Gute Unterhaltung bei der Lektüre!

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