Verlockend: Mehr digitale Services im Auto

Norstat-Studie

Noch ist es bei uns relativ üblich, beim Autofahren die Hände am Steuer zu lassen und sich auf das Geschehen auf der Straße zu konzentrieren. Langeweile dürfte also nicht aufkommen. Dennoch ging Norstat der Frage nach, in welchem Ausmaß Autofahrer bereit sind, für digitale Zusatzangebote Geld auszugeben.

Digitales Auto immer beliebter (Bild: Have a nice day  - AdobeStock)
Digitales Auto immer beliebter (Bild: Have a nice day - AdobeStock)

Grundsätzlich stehen deutsche Autofahrer dem Geschäftsmodell grundsätzlich sehr offen gegenüber. Lediglich in der Altersgruppe über 60 Jahren lehnt eine Mehrheit "Functions on Demand" ab. Bei jungen Autofahrern unter 30 Jahren sind dagegen nur knapp 30 Prozent der Befragten nicht bereit, regelmäßig Geld für Zusatzfunktionen auszugeben.

Mehrwert im Auto

Dabei wird es grundsätzlich als großer Vorteil gesehen, dass man ein Auto nach seinen individuellen Bedürfnissen konfigurieren kann. Drei von zehn Befragten stimmen dieser Aussage zu, bei den Befragten unter 30 Jahren sind es sogar vier von zehn Autofahrern. Weitere der genannten Vorteile: Die Möglichkeit, Funktionen zu testen und der leichtere Wiederverkauf eines Fahrzeugs, wenn die digitale Ausstattung gut ist. 

Digitales Einparken ist Favorit

Klarer Favorit unter den Zusatzangeboten ist der Parkassistent mit fast 60 Prozent Zustimmung. Es folgen zusätzliches Kartenmaterial im Navigationssystem (50 Prozent) und die Sitzheizung (49 Prozent). Analysiert man die Unterschiede der Geschlechter, so fällt auf, dass sich alte Vorurteile durch die Studie scheinbar bestätigen. So wünschen sich Frauen vor allem weitere Hilfestellung in Punkto Parken (65 Prozent), dicht gefolgt von mehr Komfort beim Fahren dank Sitzheizung (58 Prozent). Den Bedarf von Fahr-Assistenten hingegen sehen nur 33 Prozent der Frauen. Dieser Bedarf ist deutlich stärker bei den Männern ausgeprägt: Fast die Hälfte der Männer (43 Prozent) würde diese Funktion hinzubuchen.

"Provokant formuliert scheint sich der männliche Autofahrer für den besseren Einparker zu halten, während die deutsche Autofahrerin besser fährt und deshalb weniger Bedarf für Fahrassistenzsysteme hat" zieht Marc Leimann von Norstat sein Fazit zur aktuellen Studie. 

Norstat führte die Studie im Februar 2019 durch und befragte hierzu 1.000 Bundesbürger in Deutschland, darunter 802 Autofahrer. 

Veröffentlicht am: 17.04.2019

 

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