Verkehrswende: Mehr Busse und Bahnen!

infratest dimap-Umfrage

Die ersten Fahrverbote sind in Kraft getreten und allmählich dämmert es den Menschen, dass eine Verkehrswende nicht die schlechteste Idee wäre. Aber welche Maßnahme wünschen sie sich, um das Ziel zu erreichen? infratest dimap hat es im Auftrag der ARD ermittelt.

Auto oder Bus? (Bild: SimpLine - AdobeStock)
Auto oder Bus? (Bild: SimpLine - AdobeStock)

Überraschend wenig prioritär findet die Bevölkerung das Thema Fahrradinfrastruktur. Vor die Wahl gestellt, welche verkehrspolitische Maßnahme sie am wichtigsten finden, nannten nur 14 Prozent neue und bessere Fahrradwege. Knapp die Hälfte der Bundesbürger nannte dagegen den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (47 Prozent, +5 im Vergleich zu Januar 2018). Dies gilt sowohl für Einwohner von Großstädten, kleineren Städten, als auch auf dem Land.

Jeder sechste Deutsche (17 Prozent, -5) wünscht sich vordringlich, dass mehr und bessere Straßen und Autobahnen gebaut werden. Mehr und zuverlässigere Bahnverbindungen halten 13 Prozent für am wichtigsten. Sechs Prozent sprechen sich zur Lösung von Verkehrsproblemen zu allererst für das Schaffen autofreier Innenstädte aus.

Autonutzung geht zurück

Jeder dritte Bundesbürger (33 Prozent) nutzt nach eigenen Angaben das Auto als Verkehrsmittel heute weniger als noch vor 10 Jahren. Insbesondere die über 65jährigen fahren demnach heute weniger Auto als früher (52 Prozent). Jeder Zehnte (9 Prozent) nutzt nach eigenen Angaben sogar generell kein Auto mehr, darunter vor allem Bürger mit niedrigem Einkommen (21 Prozent) und Bewohner von Großstädten (14 Prozent). Gut jeder Fünfte (22 Prozent) fährt dagegen heute mehr Auto als früher. Insbesondere von unter 50jährigen wird das Auto mehr genutzt (32 Prozent). Drei von zehn Bundesbürgern (30 Prozent) können bei ihrer Autonutzung im Vergleich zu vor 10 Jahren keine große Veränderung feststellen.

Veröffentlicht am: 23.04.2019

 

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