Veränderte Chancen in der Werbung in Zeiten von Corona

Studie von respondi und Havas Media

Wie verändert sich die Werbebranche in Zeiten von Corona? Und wie reagiert man am besten auf die neuen Gegebenheiten? Mittels Befragung haben respondi und Havas Media nachgehakt.

Man darf zumindest davon träumen... (Bild: Jenny Sturm - AdobeStock)
Man darf zumindest davon träumen... (Bild: Jenny Sturm - AdobeStock)

Ein Ergebnis: Kampagnen, die auf die aktuelle Krise reagieren und Themen wie Social Distancing und Solidarität ansprechen, können durchaus erfolgreich sein und als 'äußerst positiv' wahrgenommen werden. Hier ist es allerdings wichtig, sich der aktuellen Situation anzupassen. Zu positiv gestaltete Kampagnen sind fehl am Platz.

Ein weiteres Argument ist, dass - wenig überraschend - die Mediennutzung durch die neuen Lebensumstände stark an Zuwachs gewonnen hat. Die Fernsehnutzung stieg um 36 Prozent, Internet sogar um 40 Prozent. Fast alle Befragten (90 Prozent) gaben an, sich mehrmals am Tag über die aktuelle Lage zu informieren, wobei hauptsächlich den klassischen Fernsehnachrichten vertraut wird. Auch Lebensmittel-Lieferdienste profitieren von den neuen Bedingungen. So machen Lebensmittel 25 Prozent der Onlineeinkäufe der Befragten in der vergangenen Woche aus. Und auch die Bereitschaft hierzu wächst: 81 Prozent derer, die noch nie Lebensmittel online eingekauft haben, können sich dies nun vorstellen.

Wenig bleibt, wie es war

Auch die Arbeitswelt verändert sich. 38 Prozent der Befragten gaben an, in der vorangegangenen Woche im Home Office gearbeitet zu haben; 16 Prozent zum ersten Mal. Die neuen Arbeitsbedingungen werden gut aufgenommen: Fast die Hälfte der Befragten kann im Home Office genauso gut arbeiten wie im Büro, ein Drittel ist laut eigener Aussage Zuhause sogar effizienter.

Trostpflaster für den Tourismus: Nachholbedürfnis

Wer dagegen zurzeit zu den Hauptleidtragenden gehört, ist die Tourismusbranche, jedoch gibt es auch hier Grund zur Hoffnung: 55 Prozent der Befragten freuen sich auf einen Urlaub nach dem Ende der Krise. Mehr gefreut wird sich nur auf ein Treffen mit Freunden und Verwandten sowie auf Kneipen- und Restaurantbesuche.

Methodik: In einer Online-Befragung vom 17.-19. März wurden 500 Personen zwischen 14 und 69 Jahren befragt.

ts

Veröffentlicht am: 17.04.2020

 

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