Urlaub und Profit

Medienspiegel

Sind Sie zurück aus den Ferien? Fahren Sie schnell wieder los! Trinken Sie gern Kaffee mit Specials? Dann wird es sicher teuer. Mehr über diese und andere Themen erfahren Sie in unserem Medienspiegel der Woche.

 

von Tim Farin 

Endlich Schluss mit Urlaub, endlich wieder Arbeit! Nicht nur der Autor dieser Zeilen ist immer wieder skeptisch, ob man überhaupt je den Workflow durch leere Stunden am Strand ersetzen sollte. Schließlich ist es ja danach sowieso noch schlimmer. Doch die Argumente sprechen für lange Auszeiten, wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet. Forscher aus Helsinki fanden anhand von Geschäftsleuten – besser gesagt: Business-Männern – heraus, "dass man mit einem ansonsten gesunden Lebensstil zu lange Arbeitszeiten und den Verzicht auf Urlaub" nicht wettmachen kann. "Vielmehr seien Ferien eine gute Methode, um Stress abzubauen", sagt der leitende Wissenschaftler. Nur müsste der Urlaub dafür eben vor allem lang sein. 

Sonderwünsche, Sonderpreise

Die Kaffeehauskette Starbucks hat einen guten Ruf – und ihren Preis, der in einem brisanten Verhältnis zu den Geschichten um seine Steuersparmodelle steht. Für den jungen Ableger Orange vom Handelsblatt schaut sich Julia Kanning an, wie die hohen Preise und riesigen Gewinne des US-Kaffeeriesen zustande kommen. Wer einmal den Bestellvorgang mit all seinen Fragen nach individuellen Wünschen hinter sich gebracht hat, kann eine Ahnung des Modells bekommen: "Genau mit diesen Sonderkreationen verdient Starbucks Geld. Genauer gesagt sind sie einer der Gründe, weshalb Starbucks so erfolgreich ist." Ein interessanter Blick auf die kommerzielle Optimierung des verbreiteten Wunschs nach einem heißen Getränk. 

Die Formel 1 braucht Marktforschung

Wenn es um weltweite Aufmerksamkeit und ein schillerndes Umfeld für Luxusmarken geht, ist die Formel 1 immer noch ganz vorn mit dabei. Doch braucht sie neue Impulse. Die Bild-Zeitung sprach mit Marketing-Chef Sean Bratches über die Pläne der Motorrennserie. Derzeit laufe Marktforschung zu der Frage, ob die Rennwochenenden in ihrem Format überarbeitet werden müssen. Überdies scheint der Handlungsbedarf für den neuen Betreiber groß, habe es vorher doch an fast allem gefehlt: "Keine digitalen Strukturen, keine Marktforschung, nichts. Es gab keine Strategie, nur Bernie Ecclestone."

Die digitale Schule

In diesen Wochen geht die Schule wieder überall los – und die Sorgen der Eltern treten überall zutage. Eine besondere Frage, die das Land in Sachen Bildung seit geraumer Zeit umtreibt: Wie bekommt man ein Schulwesen hin, das bei der Digitalisierung mithalten kann. Der Deutschlandfunk berichtet in einem Hintergrund ausführlich über die Probleme – und über die Antwort einer Schule in Thüringen, die keine Lust hatte, auf ganz oben zu warten. 

Unglückliche Mädchen

Mädchen in Großbritannien sind auffallend unglücklicher als Jungen – und dieses Missverhältnis entwickelt sich nicht gerade positiv weiter, wie der Economist berichtet. Ähnliche Beobachtung könnten in ganz Europa gemacht werden, schreibt das britisch-amerikanische Magazin. Einfluss auf die Gefühlswelt des weiblichen Nachwuchses hat beispielsweise, wie an Schulen mit Bildern und Videos von anderen Menschen verfahren wird. Teilen die Teenies dort solche Bilder ohne Unterlass, so sinkt auch das Zufriedenheitsgefühl der weiblichen Personen. 

Die größten Gewinner

Kennen Sie das profitträchtigste Unternehmen der Welt? Capital hat sich die Gewinnzahlen der Unternehmen einmal angeschaut und eine Bildstrecke daraus gemacht. Der zweitgewinnträchtigste Vertreter hat ein Produkt im Portfolio, das ziemlich ungesund und schlecht beleumundet ist. Und die Nummer eins scheffelt mehr als 48 Milliarden Dollar Reingewinn. Wissen Sie, wer’s ist?

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit, das in Ruhe zu tun. Schönes Wochenende!

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