Unfallversicherer investieren kaum in Markttransparenz

research tools

Laut der "Marketing-Mix-Analyse Unfallversicherung 2015" von research tools unterscheiden sich Unfallversicherer stark bei den Konditionen. Allerdings bieten nicht alle Versicherer Beitragsrechner auf ihren Websites, was den Vergleich erschwert.

Fehlende Beitragsrechner auf den Websites der Unfallversicherer, erschweren den Vergleich. (Bild: Schlierner - fotolia.com)
Fehlende Beitragsrechner auf den Websites der Unfallversicherer, erschweren den Vergleich. (Bild: Schlierner - fotolia.com)

In den Portfolios der zehn untersuchten Versicherungen finden sich zwischen drei und 15 unterschiedliche Unfallversicherungsangebote. Ein Vergleich dieser Angebote anhand zehn typischer Nutzungsprofile zeigt große Preisunterschiede zwischen den Anbietern. Im Beispiel eines 36 Jahre alten Lehrers mit einer Grundversicherungssumme von 100.000 Euro kostet etwa der teuerste Tarif mit monatlich mehr als 25 Euro über das Dreifache des günstigsten Anbieters.

Die Versicherer investieren wenig in die Markttransparenz. Vier Versicherer verzichten in der Website auf einen Beitragsrechner. Nur drei Anbieter ermöglichen einen Beitragsvergleich auf Vergleichsportalen. Allein HanseMerkur und NV sind mit ihrem Unfallversicherungsprodukt in Vergleichsportalen häufig vertreten.

Auch die Kommunikationsaktivitäten der zehn Versicherer bewegen sich auf geringem Niveau. Während in der Kommunikation Ergo auf TV-Werbung setzt, bevorzugt CosmosDirekt Anzeigen in Suchmaschinen. Die Mehrheit der untersuchten Anbieter verzichtet auf diese Werbeformen. Mit durchschnittlich drei Beiträgen zum Thema Unfallversicherung in allen vier großen Social-Media-Plattformen zusammengenommen und 1,3 Pressemitteilungen je Versicherer fällt zudem die PR-Präsenz dürftig aus.

Zur Studie:
Die "Marketing-Mix-Analyse Unfallversicherung 2015" von research tools gibt einen Einblick in das Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter ADAC, CosmosDirekt, Ergo, HanseMerkur, Inter, Nürnberger, NV, Provinzial Nord, R+V und Signal Iduna.

dr

Veröffentlicht am: 16.12.2015

 

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