Uhren und Schmuck: Gesamtwirtschaftliche Erholung erfasst die Branche

Köln -Trotz der Euro-Krise läuft die deutsche Konsummaschine auf hohen Touren. Das gilt auch für Uhren und Schmuck. Beide Märkte haben 2010 mit plus 11,4 Prozent bzw. plus 9,7 Prozent ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt und auch 2011 läuft das Geschäft bisher gut. Dies geht aus den Marktanalysen "Uhren 2011" sowie "Schmuck 2011" der IBH RETAIL CONSULTANTS hervor.

Das atypische Verhalten der Schmucknachfrage vor und während der Wirtschaftskrise mit frühzeitigem und überaus heftigem Einbruch (2008 mit minus 7,5 Prozent) ist 2010 mehr als wettgemacht worden. Die Branche konnte knapp zweistellig zulegen, nachdem schon im 2009er Krisenjahr immerhin ein gut einprozentiges Umsatzplus generiert werden konnte. Das Schmuckgesamtmarktvolumen liegt jetzt wieder deutlich über der Drei-Milliarden-Euro-Marke. Zuletzt ist eine solche Marktdynamik im Jahrtausendwechselboom erzielt worden; seinerzeit sogar mit Werten von 3,6 bis 3,7 Mrd. Euro.

Der Uhrenmarkt hat seit seinem Allzeithoch von 1998 und langer Durststrecke 2010 ebenfalls wieder ein gutes Ergebnis erzielt. Zwar ist das Auf und Ab der jüngeren Vergangenheit fortgesetzt worden, diesmal aber in positiver Hinsicht. Der vorangegangene Umsatzeinbruch konnte mit einem zweistelligen Plus nicht nur kompensiert werden, sondern das Gesamtvolumen wurde sogar auf 1,64 Mrd. Euro gesteigert.
Nicht nur die Wachstumsstärke ist den beiden eng verwandten Märkten gemeinsam, auch die Distributionsstruktur ist ähnlich. Grundlegende Änderungen sind hier allerdings (noch?) nicht in Sicht: der Fachhandel bleibt umsatzdominant. Alternative Anbieter konnten besonders auf dem Schmuckmarkt über die Zeit peu á peu ihre Marktanteile ausbauen. Von der bisherigen „Gemütlichkeit“ sollte langsam Abschied genommen werden. Der IFH Branchenfokus zeigt, dass im Bereich der Distributionsstrukturen strukturelle Änderungen zu erwarten sind. Hier wird der Markt dynamischer. Vor allem der E-Commerce gewinnt auch in dem eher konservativ geprägten Umfeld von Uhren und Schmuck enorm an Bedeutung hinzu. Der E-Commerce-Anteil am Umsatz ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und konnte auch von 2009 auf 2010 wieder 1,5 Prozent zulegen.

IBH RETAIL CONSULTANTS

Weitere Informationen zu den Studien "Uhren 2011" und "Schmuck 2011" erhalten Sie in unserem Studien-Shop.

Veröffentlicht am: 01.12.2011

 

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