Über die Potenziale von Apps in der Beauty- und Wellness-Branche

concept m

In einer kombinierten qualitativen und quantitativen Studie hat concept m untersucht, welche Potenziale Plattformen und Apps für Beauty- und Wellness-Dienstleistungen haben. Hierfür wurde sowohl die Sicht der Kunden als auch der Anbieter berücksichtigt.

Wellness (Bild: alexkich - fotolia.com)
Über die Potenziale von Apps in der Beauty- und Wellness-Branche (Bild: alexkich - fotolia.com)

Erste Anbieter gibt es bereits: So listet das Berliner Startup treatwell Friseur- und Schönheitssalons, informiert über Preise und ermöglicht online die Terminvereinbarung und der Anbieter massagio verspricht Nutzern, dass sie auf Wunsch innerhalb von zwei Stunden eine mobile Massage erhalten.

Kunden schätzen der Studie zufolge, wie auch bei anderen Dienstleistungs- und Serviceportalen, die Flexibilität, die spontane Termine ermöglicht, sowie die Möglichkeit des Vergleichs. Zudem bedient die Auflistung der zur Verfügung stehenden Dienste aus Sicht der Studienautoren das Bedürfnis nach Übersichtlichkeit und Kontrolle. Hemmnisse für Kunden sind in aller Regel die große Treue zu ihren Stammsalons, außerdem spielt für Entscheidungen in diesem Bereich in der Regel das Empfehlungsnetzwerk aus Bekannten und Verwandten eine große Rolle. 50 bis 60 Prozent der befragten Verbraucher können sich allerdings vorstellen, über eine Website Beauty- und Wellness-Dienstleistungen zu buchen – wobei Friseure und Masseure mit jeweils knapp 60 Prozent an der Spitze liegen. 

Welche Vorteile bieten Apps für Anbieter?

Anbieter könnten sich der Studie zufolge für App-Angebote begeistern, weil sie die Organisation von Terminen erleichtern – und damit auch die Kapazitätsauslastung im Salon optimieren würden. Grundsätzlich bediene die App, so die Studienautoren, natürlich auch das Bedürfnis, an der Spitze des Fortschritts zu stehen. Ein zentrales Hemmnis aus der Sicht der potenziellen Anbieter ist hingegen die Angst vor negativen Auswirkungen, etwa durch schlechte Bewertungen. 

Aus den Ergebnissen der Studie lassen sich concept m zufolge einige Empfehlungen für die vermeintlich ideale Plattform gewinnen: Die Plattform muss so strukturiert sein, dass Nutzer sich sofort zurechtfinden – ein Aspekt der insbesondere bei zunehmendem Alter wichtig ist. Zudem sollte eine direkte Kommunikation möglich sein, Vorbild dafür ist etwa die Plattform Airbnb. Drittens ist die Integration von Google Maps zwingend erforderlich, um sofort den Weg zu einem möglichen Anbieter zu finden. 

Zusätzliche Benefits aus Sicht der Konsumenten sind Möglichkeiten der Bewertung (Sternesystem), Benachrichtigungen über neue Anbieter in der Gegend, Newsletter mit Rabatten und Aktionen sowie die direkte Verknüpfung mit dem eigenen Smartphone-Terminkalender.

Die Studie zeigt, dass die Kunden solchen Konzepten durchweg mit großer Offenheit begegnen – weshalb auch die tendenziell eher zurückhaltenden Anbieter sie aus Sicht der Studienautoren wohl als eine tatsächliche Option verstehen sollten, um für ihr Geschäft neue Perspektiven zu schaffen.  

Zur Studie:

Für die Studie führte concept m 24 Tiefeninterviews und 160 Online-Interviews.

dr

Veröffentlicht am: 25.01.2017

 

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