TNS-Studie: Chinas Autokäufer geben 2009 Grund für Optimismus

München / Shanghai – Obwohl die Verbraucher in China beim Autokauf zurückhaltend bleiben, kann der wachsende Optimismus ein Zeichen für die weitere Erholung des Pkw-Marktes im Reich der Mitte sein. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer von TNS China Automotive im Vorfeld der 13. Shanghai International Automobile Industry Exhibition unter 1.026 Kaufinteressenten in China durchgeführten Umfrage.

Fast die Hälfte der chinesischen Verbraucher (45 Prozent), die sich ein Auto anschaffen möchten, hatte den Kauf im ersten Quartal des Jahres aufgrund von Bedenken wegen des Wirtschaftsabschwungs verschoben. Aber nur noch einer von drei entschlossenen Fahrzeugkäufern (32 Prozent) erwägt die Planung für einen Kauf in den nächsten drei Monaten zurückzustellen. Ermutigend ist ebenfalls, dass fast vier von zehn (38 Prozent) Interessenten, sich entschieden haben, ihre Kaufpläne nicht zu ändern.

Der wachsende Optimismus ist allerdings von einem zunehmenden Kostenbewusstsein begleitet. So beabsichtigt jeder vierte zukünftige Autokäufer (23 Prozent), weniger Geld für den Kauf auszugeben. Die übergroße Mehrheit der Kaufinteressenten (76 Prozent) gibt an, dass ihre Entscheidung von der neuen Steuerpolitik der chinesischen Regierung beeinflusst wird, die die Verkaufssteuer für Fahrzeuge mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Liter auf fünf Prozent gesenkt hat. "Nach drei Monaten sind die positiven Auswirkungen dieser Steuersenkung zu erkennen", erläutert Klaus Paur, der in Shanghai ansässige Direktor von TNS Automotive für Nordasien. "Sie ist direkt für jene von Vorteil, die sich entschlossen haben, jetzt zu kaufen. Doch sie wird auch von denjenigen berücksichtigt, die mit dem Kauf noch zögern, und könnte dazu beitragen, dass eine positive Entscheidung gefällt wird. In diesem Sinne, kann sie dabei helfen, Vertrauen zu schaffen."

"Dies kann auch eine Chance für die deutschen Automobilhersteller sein", weiß Dr. Stefan Stumpp, Director der TNS Infratest Automobilmarktforschung. Jedoch sind auch 44 Prozent der zukünftigen Autokäufer, die vor allem internationale Fahrzeugmarken erwerben würden, aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage bereit, auf inländische chinesische Marken umzusteigen. "Die deutschen Marken müssen daher umso mehr durch Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Produkte überzeugen", so Stumpp.

Quelle: TNS Infratest

Veröffentlicht am: 05.05.2009

 

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