Studie sieht positive Entwicklung in der Mystery-Shopping-Branche

Dr. Grieger & Cie

Im Rahmen des "Mystery Shopper Monitor 2016" untersuchte Dr. Grieger & Cie Aspekte wie Vorbereitungs- und Durchführungsqualität, Vergütung sowie Zusammenarbeit zwischen Testkäufern und Marktforschungsinstituten – und stellte eine Qualitätssteigerung fest.

Insgesamt wurden 43 Mystery-Shopping-Anbieter hinsichtlich Dimensionen wie Auftragsvolumen, Aufgabenvorbereitung, Fragebogenqualität, Kontakt und Bezahlung aus Testkundenperspektive untersucht. Testsieger ist das Institut "IMK" mit rund 76 von 100 möglichen Punkten in der Gesamtbewertung, knapp gefolgt von "MYSTERYPANEL". Auf dem 3. Platz liegt das Institut "Grass Roots", danach folgen "Performance Check" und "IPSOS Loyalty".

Die Vorbereitung der Tester durch die Mystery-Shopping-Anbieter hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert: Knapp 65 Prozent der Tester bestätigten, vor ihrem ersten Auftrag in persönlichem Kontakt mit dem Anbieter gestanden zu haben (Vorjahr: 60,4 Prozent). Gleichwohl besteht hier weiterhin Verbesserungspotenzial. Laut Lucie Dieterich, Studienleiterin des "Mystery Shopper Monitors", werden zu viele Mystery Shopper unvorbereitet in eine Testsituation entsendet, würde aber die Methode nicht richtig eingesetzt, sei sie als Testinstrument unbrauchbar.

Für Mystery Shopper ist die Freude an der Tätigkeit die wichtigste Motivation, gefolgt von monetären Beweggründen und generellem Interesse an Marktforschung. Das bestätigt auch der Wunsch von drei Viertel der befragten Mystery Shopper, in weiteren Tätigkeitsfeldern wie Preisermittlungen und Onlineumfragen aktiv zu werden.

Während die Vergütung für einen Mystery-Shopping-Auftrag im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 28,37 Euro stieg, sank die Zufriedenheit um drei Prozentpunkte auf 61,5 Prozent. Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt dabei  in der Schweiz verglichen mit Deutschland fast das Doppelte.

Zur Studie:
Dr. Grieger & Cie. Marktforschung befragte 1.370 Personen zu ihrer Tätigkeit als Testkunde. Dr. Gunnar Grieger ist sowohl Inhaber von Dr. Grieger & Cie. als auch Betreiber der Mystery-Shopping-Agentur MYSTERYPANEL, die zu den untersuchten Anbietern gehört.

dr

Veröffentlicht am: 04.02.2016

 

Kommentare (3)

  1. Thomas Starsetzki am 05.02.2016
    Streng methodisch betrachtet, steht diese Studie lediglich für die Testkunden der befragten Mystery-Shopping-Agentur MYSTERYPANEL von Dr. Grieger & Cie. Durch die Formulierung 1.370 Personen soll sicherlich der Anschein von Repräsentativität erweckt werden. Dies ist aber falsch, weil es die Tester des eigenen Testerfeldes sind. Hierdurch kommt es zu starken Verzerrungen. Google Nutzer finden Google ja auch besser als Yahoo ...
  2. Max am 04.02.2016
    Ich sehe die Problematik nicht so krass wir mein Vorredner, muss aber auch sagen, dass eine gewisse Voreingenommenheit nicht ausgeschlossen werden kann. Schließlich werden die Mystery Shopper des Portals von Herrn Grieger befragt. Wären diese nicht zufrieden mit der Agentur, würden die Shopper Ihren Account dort löschen.
    Wenn man die Daten mit diesem Wissen betrachtet, kann man dennoch einiges damit anfangen. Ich finde den Preis für die Studie allerdings etwas zu hoch. Weshalb wir unter unseren Testern eigene Befragungen unternehmen, die in vielen Fällen aber das selbe Bild wie die des Monitors widerspiegeln.
  3. kritischer Leser am 04.02.2016
    Lieber Herr Dr. Grieger,

    es ist schon etwas auffällig, dass ihr Unternehmen bei der Studie IMMER auf dem 2. Platz landet. Auch wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen nicht auf den 1. Platz setzen, liegt die Vermutung doch nahe, dass die Daten nicht "ganz sauber" sind.

    Schöne Grüße

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