Studie "Prozessmanagement in der Assekuranz": Komplizierte Arbeitsabläufe blockieren Outsourcing

Hamburg, 13. August 2009 - Die Geschäftsabläufe deutscher Versicherer sind häufig nicht "outsourcingfähig" Vor allem im operativen Geschäft, beispielsweise in der Schadenregulierung und im Vertrieb, rechnet sich ein Auslagern erst für jedes achte Versicherungsunternehmen. Jedes dritte Unternehmen sieht Hindernisse für Outsourcingpläne, aufgrund der großen Komplexität und nicht konsistenter Abläufe. Ebenso viele Manager bemängeln darüber hinaus die inkompatible Technologie, die die Zusammenarbeit mit externen Partnern deutlich erschwert und damit verteuert. Das ist das Ergebnis der Studie "Prozessmanagement in der Assekuranz" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für
Management- und Wirtschaftsforschung.

Den Entscheidern der Branche ist dies bewusst. Mittelfristig streben die Verantwortlichen in den Versicherungen an, verschiedene Abläufe im operativen Geschäft so anzupassen, dass sich ein Outsourcing oder eine Automatisierung grundsätzlich lohnt. Rund drei Viertel der Versicherer wollen unter anderem die Standardisierung der Finanzprozesse forcieren, um Teile davon im Anschluss an externe Spezialisten auslagern zu können. Als Vorlage dienen bereits erfolgreich umgesetzte Outsourcingvorhaben bei unterstützenden Arbeitsfeldern. 76 Prozent der Versicherer haben beispielsweise Prozesse aus ihrem Personalwesen, 66 Prozent aus ihrer IT an externe Dienstleister oder konzerneigene Shared Service Center übertragen.

Die Grundlagen für ein verbessertes Prozessmanagement im operativen Bereich sind in vielen Unternehmen der Versicherungswirtschaft bereits vorhanden. 96 Prozent der Versicherer dokumentieren bereits ihre Abläufe und sammeln fleißig Daten. Das Problem: Die erhobenen Informationen werden nicht genügend ausgewertet. Durchaus vorhandene Prozesslandkarten nutzen nur wenige Versicherer als Entscheidungsgrundlage, um beispielsweise Standardzierungspotenziale bei Prozessen konsequent aufzudecken. "Erst wenn Arbeitsabläufe transparent und von Dritten schnell nachvollziehbar sind, lassen sie sich verlässlich standardisieren und somit auslagern", erläutert Christian Gensch, Leiter Management Consulting Versicherungen bei der PPI AG.

Quelle: PPI AG

Veröffentlicht am: 13.08.2009

 

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