Studie: Möglichkeiten des Erfahrungstauschs und praxisnahe Hilfe stärken die Attraktivität von Social-Media-Präsenzen von Baumärkten

Köln - Social-Media-Plattformen spielen für das Informationsverhalten von an Baumärkten und der DIY-Branche interessierten Social-Media-Nutzern bislang eine eher nachrangige Rolle. Doch die zunehmende Bedeutung von Online-Shops dürften auch Social Media beflügeln. Neben den am häufigsten genutzten Informationsquellen Werbung, Baumarkt vor Ort und Zeitungen/Zeitschriften spielt auch der Online-Shop eine zentrale Rolle. Bislang nutzt allerdings weniger als jeder Zwanzigste (4%) soziale Netzwerke. Wer hier gefallen und vor allem auffallen möchte, sollte sich daran orientieren, was Kunden tatsächlich wünschen: Praxisnahe Information und gerne auch etwas Unterhaltung.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Marktstudie "Social-Media-Branchenreport Baumärkte 2011" von YouGovPsychonomics. Für die Studie wurden über 1.000 an Baumärkten und der DIY-Branche interessierte Bundesbürger internetrepräsentativ befragt.

"Im Do-it-yourself-Bereich haben sich soziale Netzwerke als primäre Informationsquelle noch nicht etabliert. Im Zuge der Multi-Channel-Strategien zahlreicher Baumarktketten dürften sie aber an Bedeutung zulegen. Dafür spricht auch, dass bereits jeder dritte Brancheninteressierte Online-Shops als Hauptinformationsquelle nutzt", resümiert Studienleiter Stephanus Tekle. Der Austausch über Baumärkte via soziale Netzwerke fällt bislang allerdings eher überschaubar aus: 64 Prozent aller Befragten geben an, sich hierzu generell mit anderen Personen auszutauschen. Über soziale Netzwerke sind es 35 Prozent, die sich zumindest vereinzelt austauschen. Dieser Anteil fällt damit spürbar höher aus als beispielsweise bei Energiethemen (24%), aber deutlich geringer als beim Thema Mode (49%).

Potenzial mittels facebook und Location Based Services

Auf facebook haben 72 Prozent der facebook-affinen Baumarktinteressierten bislang keine Beiträge von Baumärkten oder Baumarktketten wahrgenommen. Fallen Beiträge auf, werden diese meist wertneutral beurteilt. Positiv aufgefallene Beiträge überwiegen mit 28 Prozent aber deutlich die negativ wahrgenommenen (2%). Das Dasein als facebook-Fan eines Baumarktes hängt zumeist mit dem Wunsch nach Zugang zu exklusiven Angeboten und Gewinnspielen zusammen. Location Based Services spielen in der branchenübergreifenden Betrachtung bislang eine untergeordnete Rolle. Anders im Baumarktbereich: "Vor allem foursquare, Gowalla und Aka-aki werden zumindest mehrmals monatlich vergleichsweise häufig genutzt", erläutert Studienleiter Tekle.

Praxisnahe Beiträge und Informationsmehrwerte gewünscht

"Was im Bereich Baumärkte/Do-it-yourself meist gewünscht wird, sind Fachgespräche mit anderen Kunden oder Experten, praxisnahe Hilfe bei Problemen und exklusive Angebote", erläutert Studienleiter Tekle. "Aktuelle gerne genutzt werden unter anderem Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs und Gewinnspiele". Was gefällt zeigen auch die von Befragten gelobten Fallbeispiele: Obis facebook-Auftritt fällt beispielsweise durch Aktualität, Informationen und ein angenehmes Maß an Werbung positiv auf. Hornbachs Auftritt wirkt praxis- und kundennah. Die Kette punktet zudem durch die Einbindung seiner amüsanten TV-Spots auf Videoplattformen. Und auch andere Baumärkte werden für einzelne Aspekte ihrer Auftritte gelobt.

Das Markenprofil folgender Unternehmen wurde im Rahmen der Studie untersucht: Bauhaus, hagebau, Hellweg, Hornbach, Max Bahr, Obi, Praktiker, toom.

Quelle: YouGovPsychonomics

Veröffentlicht am: 20.09.2011

 

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