Start-up sentibar: Umfragen an einem Ort gebündelt

Das Start-up sentibar bündelt seit Kurzem repräsentative Umfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. So sollen diese nicht zu schnell in Vergessenheit geraten und in den Kontext weiterer Umfragen zu demselben und anderen Themen gestellt werden können.

Das Start-up sentibar bündelt Umfragen an einem Ort. (Bild: Thinkstock)

Das Start-up sentibar bündelt Umfragen an einem Ort. (Bild: Thinkstock)

"Wer über was, wann und wie eine Umfrage durchgeführt hat und wo man die jetzt wohl noch finden könnte, das ist ein echtes Problem in vielen Organisationen", sagt Ulrich Schoof, Mitgründer von sentibar. Vor zwei Jahren begann das westfälische Entwicklerteam damit, einen "Meta-Crawler" – also einen Such- und Filter-Algorithmus – zu entwickeln, der aktuelle Umfragen im Internet findet und deren Kernergebnisse darstellt. Dabei erledigt die Maschine mit ihrem Crawl-Algorithmus zwar die meiste Arbeit, in der Entwicklungsphase stellte sich allerdings heraus, dass das nicht voll automatisiert geschehen kann: Die Auswahl der Themen, die Überprüfung der Quellen und vor allem die Formulierung der Texte übernehmen Mitarbeiter.

Zum Start Anfang März konnte sentibar rund 1.000 Umfragen sammeln, die nun täglich um neue ergänzt werden. Die Bandbreite spiegelt gesellschaftliches, politisches und wirtschaftliches Leben in Deutschland und teilweise auch Österreich und der Schweiz wider. Dabei werden ausschließlich repräsentative Umfragen inklusive vorhandener Metadaten veröffentlicht, nicht repräsentative Schnellschussumfragen werden hingegen aussortiert.

Momentan ist die Nutzung von sentibar kostenlos, ein Premiumservice und weitere Formate, die über die reine Information hinausgehen, etwa im Infotainment-Bereich und für die Werbebranche, sollen noch in diesem Jahr das Angebot ergänzen.

dr

Veröffentlicht am: 26.04.2016

 

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