Starke Steigerung der Zahlen bei Cint

Aktuelle Zahlen

Der schwedische Datenspezialist und Marktforscher Cint kann wieder deutliche Steigerungen der Nettoverkäufe mitteilen. Zur Vorstellung der Zahlen des ersten Quartals 2022 blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft.

Der Chef von Cint: Tom Buehlmann (Bild: Cint)

von Jörg Stroisch

Auf 67,342 Millionen Euro steigert Cint seine Nettoverkäufe sehr deutlich um fast 140 Prozent. Denn noch ein Jahr zuvor waren es 28,147 Millionen Euro. Organisch und zusätzlich bereinigt um Wechselkurseffekte ist das eine Steigerung von 27,8 Prozent. Das Unternehmen befindet sich also eindeutig auf einem starken Wachstumskurs.

Aktuell beschäftigt Cint die Integration von Lucid, einer Technologieplattform für programmatische Forschung, die Zugang zu Umfragedaten in über 110 Ländern bietet. Mitte des letzten Jahr hatte Cint bereits mit dem Kauf von GapFish sein Engagement in der DACH-Region gestärkt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere finanziellen Ziele erreichen werden“, kommentiert Tom Buehlmann, CEO von Cint, die Zahlen in einer Pressemitteilung.

Wieder starke Entwicklungen in den Regionen

In einer Präsentation beschreibt Cint die Entwicklung in den Regionen ausführlich. „Americas“ mit Nordamerika ist der stärkste Bereich. Um enorme 202 Prozent stiegen hier die Nettoverkäufer auch nun 39,2 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 13,0 Millionen Euro). Lucid macht davon 21,1 Millionen Euro aus.

Die Region EMEA - also der Wirtschaftsraum aus Europa, Naher Osten und Afrika - konnte ebenfalls eine sehr deutliche Steigerung von 84 Prozent verzeichnen. Hier stiegen die Nettoverkäufe auf 23,0 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 12,5 Millionen Euro). Die Neuerwerbung GapFish brachte hier 2,1 Millionen Euro ein.

APAC - also der Wirtschaftsraum Asien-Pazifik - konnte ebenfalls auf deutlich niedrigerem Gesamtniveau eine starke Steigerung von 84 Prozent verzeichnen. Die Nettoverkäufe betrugen hier im ersten Quartal 2022 5,1 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 2,6 Millionen Euro).

Aufschlüsselung nach Unternehmensbereichen

Das „Marketplace Segment“ ist das Kernbusiness von Cint, zu dem das Unternehmen auch die Bereiche von Lucid zählt. Die Steigerung betrug hier 121 Prozent auf 61,0 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 27,27 Millionen Euro). Lucid trug dazu mit 21,9 Millionen Euro bei, GapFish mit 2,4 Millionen Euro. Auch organisch und unter Herausrechnung der Wechselkurse betrug die Steigerung aber noch 33 Prozent. Das Segment stellt sofortige programmatische

Verbindungen zu Millionen von Befragten weltweit her. Das Segment „Media Measurement“ beinhaltet bei Cint tägliche Umfrageergebnisse für Kunden, um die Effektivität digitaler Kampagnen zu messen und ihre Medienleistung in Echtzeit zu optimieren. Die Steigerung ist hier mehr als enorm: 1.240 Prozent betrug sie, allerdings natürlich auch ausgehend von einem kleinen Niveau von 0,5 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2022 sind es nun 6,3 Millionen Euro an Nettoverkäufen. Den Löwenanteil bringt dabei mit 5,5 Millionen Euro Lucid ein; aber auch organisch ist es immer noch eine Steigerung von 70 Prozent.

Positiver Ausblick für das Gesamtjahr 2022

Man plane weiterhin mittelfristig ein organisches Gesamtwachstum von 25 Prozent für Cint, so Buehlmann in der Pressemitteilung. 2022 werde ein weiteres Jahr mit profitablen Wachstum.

Das Unternehmen ist an der Börse in Stockholm gelistet. Der Aktienkurs liegt aktuell bei etwa 7,60 Euro (bzw. etwa  78,90 Schwedische Kronen). Er sank damit nach der Bekanntgabe der Zahlen bis zum Börsenschluss um 3,31 Prozent. Auch im Vergleich auf das Gesamtjahr ist es ein Rückgang von 9,5 Prozent. Generell ist der Aktienkurs recht volatil.

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