Sprachassistenten: Datenschutzbedenken halten uns zurück

SPLENDID RESEARCH-Studie

60 Prozent der befragten Deutschen haben bereits digitale Sprachassistenten wie Siri oder Alexa verwendet. Getrübt wird das Wachstum jedoch durch Datenschutzbedenken. Welche Ablehnungsgründe nennen die Nicht-Nutzer außerdem?

(Bild: Kaufdex - Pixabay)

(Bild: Kaufdex - Pixabay)

Sechs von zehn Befragte haben bereits einen digitalen Sprachassistenten genutzt, meint SPLENDID RESEARCH. Dabei sind Amazons Alexa, der Google Assistant und Apples Siri die meist genutzten Tools. Vergleicht man die Nutzerbewertungen, stechen die jeweiligen Assistenten mit unterschiedlichen Stärken hervor: Für 81 Prozent der Nutzer hat Alexa eine angenehme Stimme. Der Google Assistant hat wiederum für drei Viertel der Nutzer eine Menge praktische Funktionen. Siri liegt bei allen Eigenschaften hinter den Assistenten von Amazon und Google. Nur für neun Prozent der Nutzer gehört Siri zur Familie (Alexa 33 Prozent). 

53 Prozent der Befragten geben laut SPLENDID RESEARCH an, den Smartspeaker dafür zu verwenden, um das aktuelle Nachrichtengeschehen zu verfolgen. Mehr als die Hälfte der Nutzer streamen Musik und Hörspiele mit dem Gerät, gefolgt von Suchmaschinennutzung (51 Prozent) sowie Radio hören (50 Prozent).

Viele haben Datenschutzbedenken

Die Nicht-Nutzer gaben in der SPLENDID RESEARCH-Studie an, dass sie aufgrund von Datenschutzbedenken keinen Sprachassistenten verwenden. Waren es im Jahr 2017 noch 25 Prozent, sind es in diesem Jahr schon 35 Prozent die den Datenschutz als Grund angaben, solchen Sprachassistenten nicht zu vertrauen. Ferner sieht die Mehrheit der bisherigen Ablehner schlichtweg keine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für einen digitalen Sprachassistenten.

Smartspeaker nur wenig gefragt

Auch Smartspeaker wie Amazon Echo, Google Home oder Apples HomePod finden nur bei einem kleinen Teil der befragten Bundesbürger Verwendung. Zwar hat sich die Kaufwahrscheinlichkeit für Smartspeaker seit 2017 von zwei auf fünf Prozent mehr als verdoppelt, allerdings ist diese Gruppe immer noch viel zu klein im Vergleich zu den Nicht-Interessierten. Die Preisbereitschaft für die Anschaffung von Smartspeakern liegt bei durchschnittlich 115 Euro (+37 Euro im Vergleich zu 2017). Amazons Echo hat bei Kaufinteressenten von Smartspeakern klar die höchste Präferenz: 69 Prozent können sich vorstellen, das Gerät zu kaufen, 28 Prozent ziehen Google Home in Betracht, Apples HomePod kommt hingegen nur für 16 Prozent der Befragten infrage.

Zur Studie: SPLENDID RESEARCH hat vom 16. bis 21. Januar 2019 1.006 Personen zwischen 18 und 69 Jahren online befragt.

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