Social-Media-Plattformen von Biermarken: Unterhaltung und Gewinnspiele stehen im Vordergrund

Köln - Social-Media-Plattformen sind für Internetnutzer, die sich für Biermarken interessieren, vor allem der Unterhaltung wegen reizvoll. Gewinnspiele, lustige Clips, aktuelle Infos und Aktionen der Brauereien stoßen durchaus auf Interesse. Dies geht aus der Marktstudie "Social-Media-Branchenreport Biermarken 2011" von YouGovPsychonomics hervor. Für die Studie wurden über 1.000 an Biermarken interessierte Bundesbürger internetrepräsentativ befragt.

Demnach finden etwa 50 Prozent der Internetnutzer Biermarken grundsätzlich interessant. Und jeder zweite an Bier Interessierte informiert sich mehrmals im Monat über Biermarken. Erste Anlaufstelle sind dabei Werbematerialien, der Getränkehandel und der Bekannten- und Freundeskreis. Und auch Online-Kanäle werden häufig genutzt: Auf die Homepages der Hersteller greifen aktuell 25, auf Social-Media-Kanäle 13 Prozent der Befragten zurück. Auch Location Based Services - beispielsweise die örtliche Kneipensuche - spielen für Bier-affine Internetnutzer eine Rolle. Im Vordergrund des Interesses stehen aber Gewinnspiele und Unterhaltsames.

"Im Vergleich zu anderen Branchen spiegelt sich die starke Markenorientierung dieser Branche in einer  sehr spezifischen Erwartungshaltung der Kunden an die Bierbranche wider. Kunden erwarten in sozialen Netzwerken Informationen zu Marken, Trends und entsprechender Werbung. Das alles jedoch in gesundem Maß. Denn auch hier gilt: Weniger ist mehr", erläutert Stephanus Tekle, Head of Busienss Unit Retail & Consumer Goods.

Etwa zwei Drittel der Bier-Interessierten tauschen sich mit anderen über das Thema Biermarken aus. 38 Prozent nutzen greifen dabei auch Social-Media-Kanäle zurück. Beiträgen von Brauereien auf sozialen Netzwerke begegnet man aber mit Skepsis: 41 Prozent der Bier-Interessierten zweifeln an der Vertrauenswürdigkeit solcher Social-Media-Statements.

facebook: Beiträge fallen - wenn sie ins Auge stechen - meist positiv auf

Auf facebook haben 31 Prozent der facebook-affinen Baumarktinteressierten Beiträge von Biermarken wahrgenommen. Fallen Beiträge auf, werden diese meist wertneutral beurteilt. Positiv aufgefallene Beiträge überwiegen mit 37 Prozent aber deutlich die negativ wahrgenommenen (5%). Meist erregten Werbung, Gewinnspiele oder Unternehmensprofilseiten auf facebook das Interesse.

Biermarken im Social-Media-Umfeld: Unterhaltsames gewünscht

Was an Biermarken interessierten Social-Media-Nutzern gefällt zeigen die von Befragten gelobten Fallbeispiele: Beck's facebook-Auftritt verweist auf Updates auf der eigentlichen Homepage und bietet zahlreiche Gewinnspiele. Das gefällt. Veltins punktet durch Aktionen auf seiner facebook-Seite. Becks's und Krombacher werden für ihre YouTube-Accounts gelobt. Krombacher macht sich hier durch den Einbezug des Themas Umweltschutz Freunde. Veltins amüsiert seine Zuseher und kann dadurch punkten.

Das detaillierte Markenprofil folgender Unternehmen wurde im Rahmen der Studie untersucht: Beck's, Bitburger, Erdinger, Franziskaner, Hasseröder, Holsten, Jever, Krombacher, König Pilsener, Oettinger, Paulaner, Radeberger, Veltins und Warsteiner.

Quelle: YouGovPsychonomics

Veröffentlicht am: 27.09.2011

 

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