So specken die Österreicher ab

Marketagent.com-Studie

Die warmen Tage rücken näher und viele Österreicher bringen ihren Körper in Form. Das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat dazu eine Umfrage gestartet und Österreicher befragt, wie sie ihr Gewicht reduzieren wollen und welche Diätstrategien dabei helfen.

Gut zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher würden gerne abnehmen, wobei vor allem die Frauen die Kilos purzeln lassen wollen. (Bild: PublicDomainPictures - pixabay)
Gut zwei Drittel der befragten Österreicherinnen und Österreicher würden gerne abnehmen, wobei vor allem die Frauen die Kilos purzeln lassen wollen. (Bild: PublicDomainPictures - pixabay)

Die durchschnittliche Österreicherin ist 1,65 Meter groß und wiegt 64 Kilogramm. Herr Österreicher bringt bei einer mittleren Körpergröße von 1,79 Meter im Durchschnitt 82 Kilogramm auf die Waage. Ein Grund zur Freude? Die Meinung der Befragten ist gespalten. Knapp 45 Prozent fühlen sich im Großen und Ganzen mit ihrer Figur wohl, während nur jeder Fünfte dies nicht so sieht. Zu diesen Ergebnissen kommt Marketagent.com in einer aktuellen Studie.

Hinsichtlich des Körpergewichtes ist das Wohlbefinden etwas niedriger. Nur etwa vier von zehn Österreichern sind mit ihrem Gewicht zufrieden, ein Drittel im Gegensatz dazu unzufrieden. Der geringste Anteil der Unzufriedenen ist mit etwa jedem Zehnten bei den unter- und normalgewichtigen Österreichern zu finden, wobei erstere sieben Prozent und letztere etwa 38 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die übrigen 55 Prozent der österreichischen Bevölkerung gelten nach der BMI-Klassifikation als übergewichtig oder adipös, so das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com.

Der Speck muss weg

Gut zwei Drittel der befragten Österreicherinnen und Österreicher würden gerne abnehmen, wobei vor allem die Frauen die Kilos purzeln lassen wollen. Über drei Viertel der weiblichen Befragten würden sich eine Reduktion des eigenen Gewichtes wünschen. Ein Verlust von zehn Kilogramm an Körpergewicht soll es im Idealfall bei Herrn und Frau Österreicher sein. Dabei besteht bei einigen Körperstellen mehr Luft nach oben als bei anderen. Der Bauch stellt mit großem Vorsprung für 75 Prozent der Befragten die Problemzone Nummer eins dar. Deutlich dahinter folgen Beine, Brust und Po, die etwa von jedem vierten bis fünften befragten Österreicher am eigenen Körper bemängelt werden. Laut Marketagent.com möchte Gesamt-Österreich in Summe 44.000 Tonnen an Gewicht verlieren.

Der beste Weg zur Traumfigur?

Um die ungeliebten Fettpölsterchen loszuwerden und das Gewicht zu reduzieren, gelten Sport (89 Prozent) und eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten (86 Prozent) bei den Befragten klar als beste Strategien. Diäten und Fasten werden ebenfalls von 37 Prozent der Befragten als sinnvoll eingeschätzt. Im Gegensatz dazu können der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln (11 Prozent) sowie kosmetische und chirurgische Eingriffe (jeweils 6 Prozent) nur bedingt von ihrer Sinnhaftigkeit überzeugen. Knapp 16 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wären theoretisch bereit, sich für eine Gewichtsreduktion unters Messer zu legen.

Im direkten Vergleich von Sport und Diät als Maßnahmen zur Gewichtsabnahme geht aber die Sportausübung als klarer Sieger hervor. "Mehr als sieben von zehn Befragten würden die sportliche Betätigung dem Verzicht auf gewisse Nahrungsmittel vorziehen. Besonders bei Männern ist der Sport mit knapp 84 Prozent der klare Favorit", beschreibt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketing.com, die Ergebnisse.

Diese Einstellung spiegelt sich auch in der Anzahl der bereits durchgeführten Diäten wider. Frauen blicken durchschnittlich auf eine Anzahl von 5,1 Diäten zurück, während Männer mit 2,3 Diäten seltener bewusst auf Nahrungsmittel verzichtet haben. Jedoch setzen vor allem adipöse Menschen ihre Hoffnung in diese Strategie zur Gewichtsreduktion. Mit durchschnittlich 8,4 Diäten liegen sie weit vor jenen Personen mit Über- (2,7 Diäten) und Normalgewicht (2,2 Diäten).

Stolpersteine für den Diäterfolg

Doch weshalb führen Diäten oft nicht zum gewünschten Ziel? Knapp zwei Drittel der Befragten identifizieren den berühmt-berüchtigten Jo-Jo-Effekt als größten Nachteil dieser Abnehm-Strategie. Für gut ein Drittel werden Diät-Erfolge außerdem als nicht nachhaltig eingeschätzt. Problematisch ist für vier von zehn Befragten auch die geforderte und notwendige Selbstdisziplin. Vor allem das Essen in Gesellschaft verführt hier zum Verstoß gegen die Diätvorschriften.

Die Kombination mit Sport ist jedoch essenziell, meinen die Befragten. Ohne zusätzliche körperliche Betätigung wäre eine Diät für 40 Prozent der Befragten nicht sinnvoll. Nicht zu vernachlässigen sind für etwa drei von zehn Österreicherinnen und Österreicher Aspekte der psychischen und physischen Gesundheit. Der Verzicht würde ihrer Meinung nach schwer fallen, besonders bei Genussmenschen oder in Stresssituationen, und könnte die Stimmung drücken. Darüber hinaus wird die Ernährung als zu einseitig wahrgenommen und auch ein Schaden für die Gesundheit als möglich erachtet.

Zur Studie: Die Studie wurde im Zeitraum vom 01.04.2019 bis 05.04.2019 druchgeführt. Dabei wurden insgesamt 500 Österreicher zwischen 14 und 69 Jahren online befragt.

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