Signal für die Zukunft

succeet21 | Statements aus der Branche

Zusammentreffen und gemeinsam erfolgreich sein: Motto und Namensgeber der succeet, die 2021 die Insights-Industrie wieder zusammenbringt und so ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Branche setzen will.

Der Neustart der Marktforschungsmesse

Endlich wieder persönlicher Kontakt, aber mit Maske und Mindestabstand. Endlich wieder Branchenmesse, aber mit weniger Ausstellern und Besucherinnen. Dafür aber mit einem wichtigen Signal für die Branche: es geht weiter!

So wie früher, am altbekannten Veranstaltungsort im Münchner MOC. Allerdings nur in einer Halle, mit 3G-Hygienekonzept, Maskenpflicht, belüfteten Messehallen und über 50 Show- bzw. Breakout-Rooms, die im ersten Obergeschoss von den Ausstellern dazu genutzt werden können, Besprechungen, Workshops und Präsentationen in Kleingruppen abhalten zu können.

„Wir wussten im Vorfeld ja schon, dass es schwierig werden würde,“

ordnet Heinrich Fischer, Veranstalter der succeet, die Umstände ein. Nach einem Jahr ganz ohne Branchenmesse, die nur allzu gern als Klassentreffen bezeichnet wurde (auch von unserem Medium), gibt es nun einen Neustart, einen Wiederaufnahmepunkt, eine neue Branchenmesse.

Die Branche will die Messe vor Ort

Sie kennen die Geschichte: coronabedingt musste der Vorgänger der succeet, die Research & Results 2020, ihre Geschäftsaktivitäten einstellen. Mit neuem Hybridkonzept aus virtueller und Präsenzmesse startete die Neuauflage der beliebten Marktforschungsbranchenmesse im April mit der virtuellen Hälfte. Und jetzt im Oktober eben der physische Part. Mit verändertem und um die Hälfte geschrumpften Veranstalterteam.

Das freut sich aber über den Rückhalt und die Solidarität in der Branche:

„Wir spüren die Unterstützung der Branche, der Aussteller, die uns das Gefühl gegeben haben, dass auch sie diese Veranstaltung haben möchten,“

so Fischer. Dieses Gefühl der Unterstützung mache Mut und ebne auch den Weg dafür, sich 2022 wieder begegnen zu können. Dann hoffentlich wieder mit mehr Ausstellern, mehr Besucherinnen und mehr Normalität.

Denn das wünschen sich viele: Normalität. In der Art der Begegnung, also ohne Mundschutz und leicht grimmigen Kontrolleuren, die die unschöne, aber notwendige Aufgabe haben, daran zu erinnern, dass es eine Maskenpflicht gibt. Und auch hinsichtlich der Aussteller- und Besucheranzahl.

Intensive Gespräche am Messestand

„Die succeet mit früheren Messen zu vergleichen, wäre ungerecht“,

meint aber zum Beispiel Christian Schätz von Psyma.

„Wir tragen jetzt gemeinsam den Neuanfang mit. Und wenn man nicht mit zu hohen Erwartungen reingeht, funktioniert das auch.“

Man kann der im Vergleich zu 2019 geringeren Kontaktfrequenz an den Messeständen aber auch etwas Positives abgewinnen. Wie Herbert Höckel, Gründer von moweb research.

„Es ist ein anderer Vibe, man spürt das schon, aber dadurch, dass man weniger Kontakte hat, ist die Gesprächsqualität eine andere.“

Oliver Tabino von der Q Agentur für Forschung schlägt in die gleiche Kerbe:

„Es sind weniger einzelne Personen, aber die, die da sind, freuen sich offensichtlich und wollen wirklich hier sein und Kontakte knüpfen. Früher war es in Stoßzeiten manchmal fast zu viel und sehr oberflächlich. Wir haben spannende, intensive Gespräche geführt und ein paar wirklich gute, neue Kontakte gefunden.“

„Auch wenn es nicht die gleiche Dynamik wie vor Corona ist, genießen wir es doch sehr, wieder persönlich mit Kunden oder zukünftigen Kunden zu sprechen“,

sagt Peter Aschmoneit, der CEO von quantilope.

Auch Christian Thunig, Managing Partner bei der INNOFACT AG, freut sich über die wiedereinkehrende Normalität, Gesichter zu sehen – zumindest zur Hälfte.

„Obwohl man im Vorfeld gehört hat, dass einige Unternehmen ihre Mitarbeitenden nicht reisen lassen, sind doch etliche Betriebliche unterwegs. Und darüber hinaus war es uns einfach auch ein Bedürfnis, hier wieder mit dabei zu sein.“

Ein wenig wie damals, als die Messe startete

Als eine sehr gute Nachricht habe Thunig empfunden, dass die succeet als Nachfolger der R+R das Fortbestehen dieser wichtigen Messe sichergestellt habe. Ein wenig fühle es sich aber an wie vor 15 Jahren, als die R+R zum ersten Mal ihre Pforten öffnete.

Trotzdem bemerkt man auch den Wandel, den nicht zuletzt die Zeiten von Remote-Work auch in die Marktforschungsbranche gebracht haben.

„Es ist noch immer die Marktforschungsbranche, aber ohne Krawatte, dafür sind Sneaker salonfähig geworden“,

meint Stefanie Sonnenschein von Interrogare.

„Man sieht mehr Lockerheit, aber die gleiche Seriosität.“

Maurice Gonzenbach und Misel Marusic von Caplena heben in ihrem ersten Jahr als Austeller (succeet und R+R zusammengenommen), die Wirkung der Vorträge hervor:

„Es ist cool, die Leute zu spüren und die Aufmerksamkeit. Auch weil wir das Gefühl haben, dass das etwas beidseitiges ist.“

Das Commitment sei bei physischen Events einfach größer und damit auch der Impact, den man erzielen könne, ergänzen die Beiden sich gegenseitig. Auch sie seien aber mit einer, den Umständen entsprechenden Erwartungshaltung angereist.

Auch Felix Metzger vom Start-Up Murmuras zieht ein positives Fazit:

„Das ist eine coole Erfahrung. Es ist unsere erste Marktforschungsmesse und es ist toll zu spüren, wie man in der Branche wahrgenommen wird.“

Mehr potenzielle Kunden dürfen es natürlich immer am Stand sein. Aber auch unter den widrigen Umständen – oder gerade deswegen – ist es ein wichtiges Signal: Die Branche lebt und wird auch im nächsten Jahr wieder eine – ihre – Messe haben. Seit diesem Jahr die succeet!

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Kommentare (1)

  1. Marcus Neureiter am 28.10.2021
    Toll, wie habe ich diese Schlagen an der Registrierung nach vorgängiger online-Registrierung vermisst. Dieser unnachahmliche Hauch der 8Oer. Frage: gibt es noch Kugelschreiber?

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