Risikolebensversicherung: Enorme Unterschiede bei Produktmerkmalen und Konditionen

Studie von research tools

Im Marktfokus der Risikolebensversicherungen stehen starke Konditionenunterschiede, die sich bei Prämienberechnungen anhand typischer Kundenprofile zeigen. (Bild: Thinkstock)
Im Marktfokus der Risikolebensversicherungen stehen starke Konditionenunterschiede, die sich bei Prämienberechnungen anhand typischer Kundenprofile zeigen. (Bild: Thinkstock)

Esslingen - Geringe Werbespendings und spärliche Social Media-Aktivitäten könnten den Eindruck vermitteln, Risikolebensversicherungen seien für die Anbieter ein Selbstläufer. Zugleich bestehen aber enorme Unterschiede bei Produktmerkmalen und Konditionen. Laut der Studie "Marketing-Mix-Analyse Risikolebensversicherung 2015" von research tools zeigen sich besonders im Telefonkontakt deutliche Servicedifferenzen. Für die Studie wurden insgesamt zehn Risikolebensversicherer analysiert.

Die Hälfte der untersuchten Anbieter offerieren alle drei Kategorien - klassisch, verbunden, Restschuld. Mit acht unterschiedlichen Produkten verfügt die Hannoversche dabei über das größte Produktportfolio. Abgrenzung findet über Aspekte wie Familienrabatt, Wechseloptionen oder fallende Beitragssätze statt. CosmosDirekt, Europa und InterRisk zeigen sich flexibel mit einem Tarif, in dem Versicherungsdetails an Kundenwünsche angepasst werden können.

Prämienberechnungen anhand typischer Kundenprofile

Im Marktfokus der Risikolebensversicherungen stehen starke Konditionenunterschiede, die sich bei Prämienberechnungen anhand typischer Kundenprofile zeigen. Meist ist der teuerste Anbieter zwei- bis dreimal so teuer wie der preiswerteste. Im Falle einer 43-jährigen Akademikerin, Raucherin, mit 40.000 Euro Versicherungssumme und einer Laufzeit von 18 Jahren reichen die angebotenen monatlichen Beiträge gar von 5,85 bis 23,63 Euro. Eine Alleinstellung generiert CosmosDirekt im Bereich Konditionen durch die Gleichstellung von Rauchern und Nichtrauchern.

Für den direkten Kundenkontakt sind die Versicherer mit ihren Hotlines zwischen 49 und 168 Stunden pro Woche erreichbar. Ein Direktanbieter verzichtet auf die telefonische Kontaktmöglichkeit. Während bei Telefonanfragen besonders Asstel, CosmosDirekt, Europa und Hannoversche durch eine gute Antwortqualität punkten, hebt sich die Interhyp bei Mailanfragen positiv von den Mitbewerbern ab.

Nur wenige Versicherer thematisieren Beiträge zum Thema Risikolebensversicherung in den sozialen Medien. Auf YouTube hat kein Versicherer im Untersuchungszeitraum RLV-relevante Videos performt. Auch die Werbespendings spiegeln die eher schwache Kommunikation dieses Produkt wider. Innerhalb eines Jahres wurden nur etwa 6,5 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Die Hälfte der zehn untersuchten Versicherer verzichtete komplett auf klassische Kommunikation.

cl

Weitere Informationen zur Studie Marketing-Mix-Analyse Risikolebensversicherung 2015" erhalten Sie in unserem Studien-Shop.

Veröffentlicht am: 30.07.2015

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung.

Weitere Meldungen

Research tools-Studie

Glückspielbranche: Werbevolumen erreicht Rekordmarke

Der Deutsche Lottoblock und die Fernsehlotterien tragen mit jeweils rund zehn Prozent zum medialen Gesamtvolumen bei. (Bild: Fiedels - Adobe Stock)

23.08.2019 - Die Werbeaktivitäten der Glücksspielanbieter verzeichnen einen Fünf-Jahres-Peak. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Research tools-Umfrage. Mit Sportgrößen wie Franziska van Almsick, Katharina Witt oder Fußballstar Oliver Kahn ziehen die Werbungen die Aufmerksamkeit... weiterlesen

 
Vorstellung

Frankfurter Start-up Swarm Market Research AI stellt Trend-Engine Pythia vor

23.08.2019 - Pythia analysiert und strukturiert Informationen, die Konsumenten auf Suchmaschinen und Online-Marketplaces eingeben. Die Datenströme dieser Suchen führen zu Ziel-Keywords, die Produktentwicklern und Marketers verlässliche Trend-Prognosen liefern. weiterlesen

 
PwC-Studie

Unternehmen wollen Budgets für Cybersicherheit deutlich erhöhen

Immer mehr Unternehmen investieren in Cybersicherheit. (Bild: methodshop - pixabay)

23.08.2019 - In Zeiten von Hackerangriffen und Cyberattacken investieren Unternehmen in Cybersicherheit. Einige Unternehmen planen für 2020 ein deutlich höheres IT-Budget. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie von PwC. weiterlesen

 
YouGov-Brand Health Ranking 2019

Lego zum zweiten Mal auf Platz 1

Der Spielzeughersteller Lego steht zum wiederholten Male an der Spitze. (Bild: bramgino - Adobe Stock)

22.08.2019 - Der Spielzeughersteller Lego steht zum wiederholten Male an der Spitze des YouGov-Brand Health Rankings für Deutschland und hebt sich mit 51,2 Scorepunkten deutlich von der Konkurrenz ab. Auf Platz 2 folgt ein deutsches Drogeriekonzern. Neu unter den Top Zehn ist ein... weiterlesen

 
Nielsen-Studie

Effizientes Einkaufen: Nielsen zeigt Trends zu Verbrauchern, Handel und Werbung

Die Deutschen setzen auf effizientes Einkaufen. (swarrelmann - pixabay)

22.08.2019 - Die Deutschen setzen auf effizientes Einkaufen. Der Trend zum selteneren Einkaufen setzt sich weiter fort. Das sind Ergebnisse aus einer aktuellen Studie von Nielsen. weiterlesen

 
Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter google plus