Pflegezusatzversicherung spielt in Versicherungskommunikation kaum eine Rolle

research tools

Die Produkte zur Pflegezusatzversicherung sind für die Kommunikationsstrategie der deutschen Versicherer kaum von Bedeutung – zu dieser Erkenntnis kommt research tools nun in einer Analyse der Marketingmaßnahmen zehn führender Versicherungen.

Paar (Bild: Thinkstock)
Die Pflegezusatzversicherung ist in der Kommunikationsstrategie der Versicherer nicht von zentraler Bedeutung. (Bild: Thinkstock)

Demnach halten sich die Versicherungsgesellschaften in der Kommunikation ihrer Pflegezusatzprodukte weitestgehend zurück. So investieren sie nach Einschätzung von research tools nur ein minimales Werbebudget – sowohl off- als auch online. Dies zeigt sich beispielsweise im Suchmaschinenmarketing, im Rahmen dessen nur fünf der zehn untersuchten Unternehmen kostenpflichtige Suchanzeigen schalten. Doch auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung gibt es Nachholbedarf: So erreichen die Versicherer mit über der Hälfte der Suchtreffer lediglich einen Platz jenseits der zehnten Position, jeder fünfte Suchtreffer befindet sich sogar hinter der vierzigsten Position. Ein ähnliches Schattendasein fristet die Pflegezusatzversicherung auch in der Social-Media-Strategie: Lediglich vier Firmen posten in ihren Kanälen pflegezusatzrelevante Beiträge. Eine größere Rolle spielen die Produkte dagegen in der Strategie der DKV, die als einzige Gesellschaft relevante Videos bei YouTube einstellt. Über alle Kanäle hinweg zeigen sich Allianz und DFV am kommunikativsten.

Konditionen gehen teilweise weit auseinander

Während die verschiedenen Versicherungen in ihrer Kommunikation zum Thema ähnlich zurückhaltend sind, unterscheiden sie sich im Produktangebot und in der Preisgestaltung teilweise erheblich. So verfügen zwar alle zehn untersuchten Anbieter über bis zu fünf unterschiedliche Pflegezusatzprodukte, allerdings führt nur die Hälfte der Unternehmen alle drei Produktkategorien Pflegerente, Pflegetagegeld und Bahr-Tarif. Noch gravierender sind die Unterschiede bei den Konditionen: Sowohl im Standard- als auch im Premiumtarif ist der teuerste Anbieter bei einem gewünschten Pflegegeld von 1.800 Euro in allen Fällen mehr als vierfach so teuer wie der günstigste Anbieter – bei allerdings umfassenderen Leistungen. DKV und DFV zeigen in diesem Bereich Stärken.

Zur Studie:
Innerhalb dieser Studie untersuchte research tools das Marketingverhalten der Versicherer Allianz, Alte Leipziger, AXA, Deutsche Familienversicherung, DKV, Hallesche, HanseMerkur, Ideal, Nürnberger und SDK. Analysiert wurden die vier Marketing-Ps Product, Price, Place, Promotion.

tt

Veröffentlicht am: 12.10.2016

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung.

Weitere Meldungen

Bilderstrecke zur Partyreihe WeloveResearch

WeLoveResearch – So feiert die Marktforschungsbranche virtuell

Herbert Höckel, mo'web research, Floss (Bild: mo'web)

17.09.2021 - 18 Monate Pandemie sind auch sieben WeLoveResearch-Partys von Herbert Höckel und mo’web research. Was bei der WdM 2020 seinen Anfang nahm, ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Lassen Sie das virtuelle Partyjahr in der Bilderstrecke Revue passieren. Und lesen Sie, warum… weiterlesen

 
Quantilope launcht Produkt für die qualitative Marktforschung

Die Macht der O-Töne – Nach Quanti- jetzt auch Quali-lope

16.09.2021 - Das Hamburger Technologie-Unternehmen quantilope kauft das englische Video-Research-Unternehmen Plotto und erweitert seine Produktpalette um eine Lösung für qualitative Insights. inColor bietet diverse Features, um qualitative Forschungsvideos automatisiert auszuwerten… weiterlesen

 
3. Start-up Online-Pitch

Pitchen Sie um fünftausend Euro Werbeguthaben!

16.09.2021 - Am 24. November geht der Start-up Online-Pitch in die dritte Runde. Bewerben Sie sich mit Ihrem Start-up jetzt und gewinnen Sie ein Werbeguthaben in Höhe von 5.000 Euro! weiterlesen

 
Rückblick auf die GOR21

Nach der GOR ist vor der GOR

DGOF-Vorsitzender Dr. Otto Hellwig von Respondi

15.09.2021 - Die zweite virtuelle GOR liegt hinter der Marktforschungsbranche. Eine Vielzahl von Vorträgen, Poster, zwei interessante Key-Notes, eine Podiumsdiskussion und sogar eine virtuelle Party haben die mehr als 230 Teilnehmenden aus 20 Ländern virtuell vorgefunden. weiterlesen

 
Wohnen

Stadtflucht oder Landflucht – Zwischen Klimawandel, Infrastruktur und Wachstum

Menschenmenge in einer Stadt, Sonnenschein (Bild: Adobe Stock – debararr)

15.09.2021 - Immer mehr Menschen zogen in den vergangenen Jahren in die Städte. Wie die Statistik zeigt, lebten 2020 etwa 77,5 Prozent der Deutschen in Ballungszentren. Prognosen zufolge soll sich die Zahl bis zum Jahr 2050 auf 84,3 Prozent erhöhen. Als Vorteile des urbanen Lebens… weiterlesen

 

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter xing linkedin