Umfrage in Österreich: Zahlt sich Leistung noch aus?

IMAS-Report

Leistung im Beruf zahlt sich nicht mehr wirklich aus - das glaubt laut IMAS die Hälfte der Österreicher. Die andere Hälfte ist jedoch vom Gegenteil überzeugt.

Lohnt sich Arbeit in Österreich? Gespaltene Ansichten (Bild: alexlmx - AdobeStock)
Lohnt sich Arbeit in Österreich? Gespaltene Ansichten (Bild: alexlmx - AdobeStock)

Knapp zwei Drittel der Befragten sind laut IMAS der Meinung, dass es heutzutage noch möglich ist, durch eigene Kraft und viel Arbeit sozial aufzusteigen. Im eigenen Leben spielt der soziale Aufstieg – wie die Trendergebnisse zeigen – eine immer wichtiger werdende Rolle, ist aber nur von einem Viertel sehr stark im eigenen Leben verankert.

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen und Fleiß sind unbestrittene Aspekte des modernen Lebens: neun von zehn Österreicher meinen, dass lebenslanges Lernen zumindest einigermaßen wichtig für die eigene Person ist. Eine ähnlich große Gruppe sieht Fleiß und Leistung als zumindest einigermaßen wichtig für den Fortschritt und Wohlstand der Gesellschaft.

Die soziale Marktwirtschaft geht neben der sozialen Absicherung für individuelle Risiken auch vom Wettbewerbs- und Leistungsgedanken aus. Daher ging der IMAS Forschungsstab der Frage nach, wie aktuell Leistung im Beruf noch gewürdigt wird und welchen Eindruck die Bevölkerung von den Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs hat.

Leistung zahlt sich nicht mehr im Beruf aus

Knapp jeder zweite Österreicher ist zumindest einigermaßen der Meinung, dass sich Leistung im Beruf nicht mehr auszahlt, auch die unselbständig Erwerbstätigen teilen diese Ansicht mit einer nahezu identen Ausprägung in dieser Abfrage. Ebenfalls knapp die Hälfte der Bevölkerung ist jedoch vom Gegenteil überzeugt. Nach soziodemografischen Kriterien lassen sich kaum Unterschiede in diesem Bewusstseinsbild feststellen. Es scheint sich um ein alle Gruppen umfassendes Meinungsbild zu handeln.

Knapp zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass es heutzutage noch möglich ist, durch eigene Kraft und viel Arbeit sozial aufzusteigen. Frauen, jüngere Personen und Menschen aus dem ländlichen Raum sind überdurchschnittlich stark davon überzeugt. 43 Prozent sind zudem der Überzeugung (88 Prozent zumindest einigermaßen), dass es für den Fortschritt und Wohlstand wichtig ist, genügend Menschen mit Aufstiegsorientierung in der Bevölkerung zu haben. Menschen mit höherer Ausbildung sind davon besonders stark überzeugt.

Im eigenen Leben spielt der soziale Aufstieg – wie die Trendergebnisse zeigen – eine wichtiger werdende Rolle, ist aber nur von einem Viertel (27 Prozent) sehr stark im eigenen Leben verankert.

Zur Studie: Die Umfrage von IMAS lief vom 13. Februar bis zum 8. März 2019. Insgesamt wurden 1.033 Österreicher ab 16 Jahren in Form von face-to-face Befragung befragt.

Veröffentlicht am: 18.04.2019

 

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