Nielsen will für dunnhumby bieten

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New York – Einem Bericht der Sunday Times zufolge will Nielsen für dunnhumby bieten. Das Daten-Analyse-Unternehmen wird zurzeit mit 2 Milliarden Pfund bewertet und gehört noch zur Supermarktkette Tesco, soll aber möglicherweise abgespalten werden. Zu den bisherigen Bietern und Interessenten gehören neben Nielsen das Venture Capital TPG, WPP sowie Experian. 

dunnhumby wurde 1989 von dem Ehepaar Edwina Dunn and Clive Humby gegründet. Die Firma analysiert Kaufverhalten und Einkaufsmuster u.a. anhand von Tesco-Clubkarten-Mitgliedsdaten. dunnhumby beschäftigt laut eigener Website weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter in 55 Büros. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen begann 1995, seit 10 Jahren gehört dunnhumby vollständig zu Tesco.

Grund für den möglichen Verkauf von dunnhumby sind angeblich finanzielle Probleme bei Tesco. Der Supermarktkonzern hatte seinen Gewinn um 250 Millionen Pfund überschätzt und sitzt laut Medienberichten zurzeit auf Schulden in Höhe von 7,5 Milliarden Pfund. Die Financial Conduct Authority und der Financial Reporting Council prüfen zurzeit, wie es zu einer solchen Fehleinschätzung kommen konnte.

Im Zuge dieser Überprüfungen lässt Tesco von Goldmann Sachs seit Anfang Januar „Optionen“ für dunnhumby einholen. Dazu gehört nach eigenen Angaben auch ein Verkauf des Daten-Analyse-Unternehmens.

Bereits zu Beginn der Suche von Goldmann Sachs kündigte das Venture Capital TPG an, es sei bereit, zwei Milliarden Pfund für dunnhumby zu bieten. Einige Wochen später gab es Gerüchte, auch der britische Konzern WPP sei an einem Kauf interessiert. Wie Business Insider berichtete, könne sich der Konzern neben einer vollständigen Übernahme auch vorstellen, nur Teile von dunnhumby zu erwerben. Als weitere mögliche Bieter werden Experian und seit dieser Woche auch Nielsen gehandelt. Über den tatsächlichen Eingang der Angebote sowie einen Termin für eine finale Entscheidung Tescos ist indes noch nichts bekannt.

nwi  

Veröffentlicht am: 13.05.2015

 

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