Nielsen spaltet sich auf

Aktuell

von: Jörg Stroisch

Nun bewahrheitet es sich: Das Markforschungsunternehmen Nielsen wird in zwei getrennten Unternehmen weitermachen. Das wurde parallel zu den Quartalszahlen – der Umsatz stieg leicht - bekanntgegeben.

Nach einem intensiven Prozess habe sich das Management entschlossen, dass Nielsen in "zwei unabhängige Unternehmen aufgespalten wird". Und dass dies der beste Weg sei, das Geschäft langfristig auf Erfolg und auf eine erhöhte Wertschöpfung auszurichten. Die Zerschlagung des Unternehmens stand schon länger im Raum. Eine Umstrukturierung in die beiden Segmente Nielsen Global Media und Nielsen Global Connect wurde in den letzten Monaten angegangen – und führt nun zur Aufspaltung genau in diese zwei Segmente. Auch Nielsen Global Connect soll dann an die Börse gebracht werden. Die Entwicklung war also ein Stück weit erwartbar und wurde nun vollzogen. Nielsen Global Connect wird dabei die Marktforschung bündeln, Nielsen Global Media die Medienforschung.

Anlass dieser Verkündung war dabei die Vorstellung der aktuellen Zahlen für das dritte Quartal 2019. So stieg der Gesamtumsatz des Unternehmens leicht um ein Prozent auf nun 1,616 Milliarden US-Dollar (auf Basis konstanter Währungen: + 2,4 Prozent), wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung mitteilte.

Unternehmensbereiche entwickeln sich unterschiedlich

Aufgeteilt nach den Noch-Unternehmensbereichen kam dabei Nielsen Global Media auf 870 Millionen US-Dollar (+ 3,9 Prozent, auf Basis konstanter Währungen: + 4,6 Prozent). Nielsen Global Connect hingegen verlor deutlich um 2,2 Prozent auf 746 Millionen US-Dollar (auf Basis konstanter Währungen: 0 Prozent).

Als Ziellinie strebt Nielsen Global Media für das Gesamtjahr 2019 ein Umsatzwachstum auf Basis konstanter Währungen von 2 bis 3 Prozent an. Und man geht von einem Rückgang oder einer Stagnation des Umsatzes auf Basis konstanter Währungen von -2 bis 0 Prozent bei Nielsen Global Connect aus.

Nielsen-CEO David Kenny beschreibt die Aufspaltung des Unternehmens als einen "Meilenstein in unserer strategischen Entwicklung", hält die separierten Unternehmen besser für unterschiedliche Dynamiken in ihren Märkten gewappnet. Es gab im Vorfeld aber auch Gerüchte, dass ein Hedgefonds die Zerschlagung gefordert hatte.

Das traditionsreiche Unternehmen besteht bereits seit 1923 und ist heute in mehr als 100 Ländern tätig. Erst 2006 wurde es von mehreren Hedgefonds übernommen und später an die Börse gebracht.

Börse reagiert mit Kursrückgang

Überzeugend gestaltete sich der Aktienkurs des Unternehmens nach der Bekanntgabe der Zahlen nicht. Im Tagesverlauf gab die Aktie um 0,62 US-Dollar nach und steht zum Börsenende am 07. November bei 19,47 US-Doller, also mit 3,09 Prozent im Minus. Aufs Jahr betrachtet ist die Aktie ohnehin tief im Minus mit nun - 26,7 Prozent. Das Unternehmen ist an der Börse in New York notiert.

Veröffentlicht am: 08.11.2019

 

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