Neue Rekorde und positives Fazit

Research & Results 2018

Zwei Tage lang drehte sich in den Messehallen des MOC in München alles um neue Trends und Insights der Marktforschungsbranche. Besonders das Workshop-Programm und die ausgebaute Innovation Area kamen bei den Besuchern gut an. Viele Aussteller zeigten sich im Anschluss positiv, wünschten sich aber auch mehr Endkunden auf der Messe.

Holger Geißler und Torben Tietz beim Workhsop von DataLion zum Thema "Wenn Daten lebendig werden"
Holger Geißler und Torben Tietz beim Workhsop von DataLion zum Thema "Wenn Daten lebendig werden"

 

von André Patten & Julian von der Meden 

Über 3.200 Besucher trafen am 24. und 25. Oktober auf der weltweit größten Messe für Marktforschung im MOC in München auf 190 Aussteller aus 25 Nationen. Damit konnte die Messe erfolgreich weiterwachsen und neben den "Platzhirschen" der Branche wie GfK, GIM, Ipsos, Kantar oder Nielsen in diesem Jahr 50 neue Aussteller begrüßen.

Hans Reitmeier, Managing Partner bei Research & Results, blickte daher mit einem Lächeln auf die Messetage zurück: "Für uns waren es zwei gute Tage - mit dem Aufbau sind es ja eigentlich drei Tage, wo auch schon sehr viel passiert, was aber keiner sieht. Wir hatten einen Aussteller-Rekord - knapp, aber doch - mit über 190 Ausstellern und von dem, was ich gesehen und gehört habe, hat es den Ausstellern gut gefallen."

Lange Schlangen vor den Workshop-Räumen

Die Besucherumfrage gibt ihm recht. 84 Prozent der Besucher waren zufrieden oder sehr zufrieden, so das aktuelle Ergebnis der von cluetec und psyma durchgeführten Studie. In 104 kostenfreien Workshops und spannenden Fallstudien konnte sich das Publikum über die wichtigsten Themen der Branche informieren und das tat der Großteil der Anwesenden. Das fiel auch Uwe Foerster, Geschäftsleiter bei foerster & thelen, positiv auf: "Ich stelle fest, dass die Vorträge hier vollkommen überlaufen sind, was auch ein gutes Zeichen ist. Insofern glaube ich, dass die Messe insgesamt sich sehr positiv darstellt und entwickelt." Das bestätigt auch Hans Reitmeier, der außer den "langen Schlangen" vor den Workshop-Räumen auch "lebhaftes Messetreiben an den Ständen" sah. "Es scheint also nach wie vor den Bedarf zu geben, sich im persönlichen Austausch über die Dinge zu informieren, die die Firmen hier so anzubieten haben", so Reitmeier weiter.

Ähnlich positiv aufgenommen wurde die Ausweitung der Innovation Area, die 2017 an den Start ging und dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand. Dreißig fortlaufende kurze Trendvorträge lockten erneut mit Fachwissen und Expertise.  Dem Kernbedürfnis der Messebesucher, jährlich Neues zu erfahren, konnte mit diesem offenen Forum Rechnung getragen werden. Auch deshalb war die Research Results wieder ein "Highlight", so Ruth Wakenhut von Kernwert. Es sei schön, Kunden und Partner persönlich zu treffen und Neuentwicklungen vorzustellen. Insbesondere der methodische Austausch am Stand sei für sie immer sehr wertvoll und inspirierend.

Marktforscher unter sich?

Der Austausch zwischen Marktforschern, das Wiedersehen von alten Kollegen, aber auch das Kennenlernen von neuen Tools, Herangehensweisen und Methoden, ist sicher einer der Kernpunkte der Research & Results. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus das Geschäft. Schließlich wünschen sich Aussteller auf einer Messe auch neue Kontakte, die womöglich zu neuen Kunden werden. Hier würde sich Thomas Schäfer, Head of New Business Developement and Client Key Accounts bei Ipsos, noch etwas mehr von der Messe wünschen: "Mein Eindruck ist, dass es gewohnt dynamisch ist und für uns, in einer speziellen Situation mit der Übernahme von Teilen der GfK, besonders relevant ist. Ich würde mich freuen, wenn die Messe für Endkunden attraktiver werden würde - das ist nicht ganz einfach, es ist auch für viele attraktiv, aber vielleicht geht da noch mehr. Möglich wäre es auch - ähnlich wie sich die Branche ändert und öffnet - die R&R ein bisschen über die Marktforschung hinaus für andere Gruppen zu öffnen." 

Auf ein Neues im Oktober 2019

Die Dynamik und Lebendigkeit zwischen den Ständen und in den Workshops blieb sicher keinem Messebesucher verborgen. Insofern zog auch Martin Kögel, Director Marketing bei Kantar Deutschland, ein positives Fazit und vermied dabei auf die neuesten Entwicklungen bei Kantar einzugehen: "Die R&R ist die einzige Branchenveranstaltung für die Marktforschung selbst. Es gibt zwar etwas Vergleichbares in UK und Frankreich, aber eben nicht in Deutschland. Für uns als Münchner Unternehmen stellt sich die Frage nach der Teilnahme gar nicht, das ist einfach ein must have für uns." Und deshalb wird sicher auch er im nächsten Jahr wieder am 23. und 24. Oktober 2019 im Münchner MOC zu finden sein, wenn es wieder heißt: Research & Results.

Hier geht es zu unserer Fotostrecke von der Research & Results 2018.

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