Neue Corona-Warn-App: Deutsche zweifeln am Nutzen

Studie von YouGov

Eine aktuelle YouGov-Umfrage befasst sich mit der neuen Corona-Warn-App. Die Mehrheit der Deutschen möchte demnach die App in Zukunft nicht nutzen. Welche Gründe und Hürden sehen die Deutschen in der Installation und Nutzung?

corona-warn-app (Bild: viarami-pixabay)

Zweifel am Nutzen der App ist häufigster Grund für eine Nicht-Nutzung von Corona-Warn (Bild: viarami - Pixabay).

Seit knapp einer Woche ist die neue Corona-Warn-App in Deutschland verfügbar. Bisher haben mehr als zehn Millionen Menschen die App heruntergeladen. Gefragt wurde unter anderem nach den Gründen für eine Nichtnutzung bei Personen, die die App zum Zeitpunkt der Befragung nicht auf ihrem Smartphone installiert hatten. 27 Prozent dieser Personen geben an, Zweifel daran zu haben, dass die App etwas nützt. Von den Gesamtbefragten gaben 72 Prozent an, die App "Corona-Warn" nicht zu nutzen beziehungsweise nicht installiert zu haben, 25 Prozent hingegen schon.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie die App in Zukunft (weiter) nutzen werden? (in Prozent) (Bild: YouGov).

Ein Viertel stellt Sicherheit der Daten in Frage

Fast genauso häufig (26 Prozent) nennen Nicht-Nutzer die Sorge, dass ihre Daten nicht sicher sind sowie, dass sie sich mit der App durch den Staat überwacht fühlen würden (25 Prozent). Den letzten Punkt nennen Befragte der Generation Z (18 bis 24 Jahre) häufiger als Befragte ab 55 Jahren (33 vs. 20 Prozent). 21 Prozent der befragten Nicht-Nutzer begründen eine Nicht-Installation damit, dass das Bluetooth ihres Smartphones dauerhaft eingeschaltet sein müsste. Auch diesen Punkt geben häufiger die Befragten zwischen 18 und 24 Jahren an (30 vs. 19 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) jener älteren Befragten ab 55 Jahren sagen wiederum, sie können die App nicht installieren, da das eigene Smartphone zu alt oder gar keins vorhanden sei. Die jüngsten Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren sagen am häufigsten (32 Prozent), nicht zu wollen, dass die App sie verfolgt, wen sie treffen.

Sie haben angegeben, dass Sie die App "Corona-Warn" nicht auf Ihrem Smartphone installiert haben. Was sind die Gründe, warum Sie die App nicht installiert haben? (in Prozent) (Bild: YouGov).

Für die Hälfte der Befragten ist eine App-Nutzung unwahrscheinlich

Für eine knappe Mehrheit der Gesamtbefragten (51 Prozent) ist es unwahrscheinlich, dass sie die App (weiterhin) nutzen werden, so die Studienergebnisse. Nur für 37 Prozent ist es wahrscheinlich. Zwölf Prozent machen dazu keine Angabe. Die jüngeren Befragten im Alter von 18 bis 34 Jahren geben seltener an, dass es für sie unwahrscheinlich ist, die App zu nutzen (47 Prozent vs. 53 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). Demnach sagen sie häufiger, dass der App-Download für sie wahrscheinlich ist (41 vs. 34 Prozent der 45- bis 54-Jährigen.)

mvw

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Methodik

Erhebungsmethode Online-Umfrage
Befragte Zielgruppe Deutsche Bevölkerung ab 18 Jahre
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? YouGov-Panel
Stichprobengröße 2.066
Feldzeit 17.06. bis 19.06.2020
Länder Deutschland
Veröffentlicht am: 25.06.2020

 

Kommentare (4)

  1. Theodor Lay am 26.06.2020
    Grundsätzlich nütze ich mein Handy nur zum telefonieren wenn ich unterwegs bin und erreichbar sein muss. Da ich sowohl in der Elektroinformationstechnologie beruflich aktiv war und auch eine Heilpraktikerausbildung habe, ist mir die hohe, gesundheitliche Strahlenbelastung bekannt, WLAN ist deshalb stets abgeschaltet.
    Die Aufklärung darüber ist äußerst dürftig und das ist mein größter Vorwurf, sowohl gegenüber der Politik, wie auch der Wirtschaft und der Schulung von Kindern und den Menschen.
    Besonders gegenüber den Kindern und Jugendlichen, werden kaum Tatsachen und die Wahrheit über alle negativen Auswirkungen angesprochen.
    Die besondere Gefährlichkeit liegt in der Beeinflussung und Öffnung der Bluthirnschranke, welche Giftstoffe von den Gehirnzellen ausfiltern soll.
    Gelangen Gifte in die Zellen des Gehirns, so können eine ganze Reihe von schwersten Erkrankungen ihren Lauf nehmen. Bei Kindern und Jugendlichen ist diese Schranke noch nicht ganz ausgebildet und sehr sensibel auf Manipulationen von Schwingungen und Frequenzen, welche nicht im Spektrum der Natur zu finden, also auch nicht vorhanden sind.
    Deshalb sehe ich es sogar als Verbrechen, wenn die Menschen darüber keine wahrhaftige Aufklärung und ein Verbot für Techniken, welche der Natur schaden, beschlossen werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Theodor Lay
  2. Martina Hundertmark am 26.06.2020
    Es gibt keine Pandemie,noch nicht einmal eine Epedemie, also wozu eine App.

    Sie dient nur der Überwachung und untermauert den Staatsterrorismus.

    Wer zu uninformiert oder auch zu dumm ist sich diese App herunterzuladen, wird sein blaues oder besser gesagt rotes Wunder erleben
  3. Heiko Rechenberger am 26.06.2020
    Ich denke, hier hat die Zeit und Aktualität der politischen Lage die Umfrage überholt. 13 Mio. Downloads ist (überraschend) ein Statement...
  4. Jan Strasser am 26.06.2020
    Die Begründungen hängen wesentlich von den Antwortvorgaben ab und zeigen darum wohl nicht das gesamte Spektrum, zumal sie technische und praktische Aspekte in den Vordergrund stellen.
    Ein Grundproblem sehe ich darin, dass in unserer Gesellschaft der persönliche Benefit im Mittelpunkt steht und nicht der Gemeinsinn.
    Der persönliche Benefit der App ist nicht ersichtlich: Wenn man an Corona erkrankt, bemerkt man dies an den Symptomen. Wenn die App mich alarmiert, ohne dass ich selbst Symptome verspüre, bringt mir das nichts, da es ja keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Warum also zum Arzt rennen? Hinzu kommt vielleicht noch die Angst, aufgrund eines positiven Testergebnisses in (unbezahlte?) Quarantäne gezwungen zu werden. – Solche und ähnliche Barrieren sollten meines Erachtens gründlicher untersucht werden, ebenso das Thema "Gemeinsinn stärken".
    ("Gemeinsinn" meint beispielweise: Ich will mithelfen, die Pandemie einzudämmen. Ich zeige mich solidarisch mit dem Gesundheitswesen. Ich bewahre andere vor Ansteckung, indem ich das Nachverfolgen der Infektionen aktiv unterstütze....)

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