Mobiles E-Commerce boomt in China

Rakuten Marketing E-Commerce-Report

Mit seinen knapp 1,4 Milliarden Einwohnern ist China als Absatzmarkt hochinteressant. Der E-Commerce-Markt wird weiter kräftig zulegen, die Prognosen sind eindeutig. Wollen Online-Händler und Marken im Reich der Mitte erfolgreich sein, müssen sie allerdings auf die dortigen Vorlieben und Besonderheiten eingehen. Wichtige Hinweise liefert der aktuelle Rakuten Marketing E-Commerce-Report.

Trotz Online-Booom ist in den Einkaufsstraßen noch einiges los (Bild: free_photos - Pixabay)
Trotz Online-Booom ist in den Einkaufsstraßen noch einiges los (Bild: free_photos - Pixabay)

Das bevorzugte Shopping-Device bei den chinesischen Verbrauchern ist das Smartphone. Mobile hat den Desktop längst übertroffen, während etwa in Deutschland noch vorwiegend via PC oder Laptop online eingekauft wird. Fast alle Chinesen (98 Prozent) im Alter von 18 bis 24 Jahren kaufen mobil ein. Aber auch in anderen Altersgruppen ist das Shopping via Smartphone oder Tablet beliebt: Bei den 25- bis 34-jährigen Chinesen kaufen 95 Prozent mobil ein, bei den 35- bis 44-jährigen sind es 94 Prozent und bei den 45- bis 54-jährigen 87 Prozent. Lediglich Käufer über 55 Jahren ziehen beim Online-Shopping den PC oder Laptop einem mobilen Gerät vor.

Chinesen lieben WeChat und Weibo 

Die Apps WeChat und Weibo sind zwei der wichtigsten Plattformen für chinesische Verbraucher. WeChat vereint verschiedene Funktionen wie Chatten, Shoppen und Bezahlen in einer Anwendung und optimiert so das Einkaufserlebnis, weil der Kunde die App nicht verlassen muss. Weibo ist ein Kurznachrichtendienst, auf dem auch Videos und Fotos veröffentlicht werden können. Beide Apps bieten Marken zahlreiche Marketing-Möglichkeiten, mit Nutzern in Kontakt zu treten. Wie der Rakuten Marketing E-Commerce-Report zeigt, interagieren 23 Prozent der Chinesen auf WeChat mit lokalen Marken sowie 14 Prozent bei Weibo. Bei internationalen Marken sind es 17 Prozent (WeChat) beziehungsweise 13 Prozent (Weibo). Fast jeder Vierte gab allerdings an, sich überhaupt nicht mit internationalen Brands auseinanderzusetzen. Hier liegt also noch viel Potenzial, wenn es Marken gelingt, auf die Vorlieben der chinesischen Konsumenten einzugehen und sie mobil abzuholen.  

Für Chinesen ist das Smartphone eine digitale Geldbörse

Auch bei den Payment-Methoden zeigt sich die Vorliebe fürs Smartphone: 33 Prozent möchten mit einer mobilen oder digitalen Geldbörse bezahlen können. Jeder Vierte möchte hingegen eine Kreditkarte verwenden. Bei der Auswahl eines Onlineshops ist für Chinesen die Preisgestaltung das Wichtigste (16 Prozent), gefolgt von der Produktvielfalt (14 Prozent), den Lieferzeiten (9 Prozent) sowie der Verfügbarkeit lokaler E-Payment-Methoden (8 Prozent).

 

"Im Jahr 2020 sollen die M-Commerce-Einzelhandelsumsätze in China voraussichtlich zwei Billionen US-Dollar übersteigen. Damit Marken und E-Commerce-Treibende in China erfolgreich sein können, ist es wichtig, dass sie sich mit den verschiedenen Geräten, Plattformen und Konsumentenvorlieben auseinandersetzen. Chinesen leben und kaufen vor allem mobil. Darauf müssen Marken und E-Commerce-Treibende unbedingt eingehen", sagt Stefan Bernauer, Director DACH bei Rakuten Marketing.

Veröffentlicht am: 02.05.2019

 

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