Männliche vs. weibliche Fußballfans

YouGov-Studie

Wie viele der deutschen Fußballfans sind Männer? Und wie viele sind Frauen? Für welche Vereine fiebern die weiblichen Fußballfans am häufigsten mit und für welche die männlichen? Eine aktuelle YouGov-Studie liefert Antworten.

Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov sind unter den befragten Fußballfans Männer und Frauen recht gleich verteilt: Von zehn Fußballfans sind demnach sechs Männer und vier Frauen.

Von den deutschen, großen Vereinen mögen die befragten Frauen besonders die Vereine Frankfurt, Wolfsburg, Hertha und Schalke. Das heißt nicht, dass diese Vereine mehr weibliche als männliche Fans haben, meint YouGov, aber unter den weiblichen Fans werden sie im Verhältnis häufiger genannt als unter den männlichen.

Weibliche Fußballfans haben wenig Interesse an ausländischem Fußball

Für ausländischen Fußball scheinen sich die Frauen dagegen tendenziell weniger zu interessieren. Unter den Clubs, über die sich weibliche Fußballfans regelmäßig informieren, werden die ausländischen Top-Vereine im Verhältnis deutlich seltener genannt als von den befragten Männern.

Inwiefern unterscheiden sich weibliche Fußballfans von allen anderen Frauen?

Laut YouGov gehen weibliche Fußballfans im Vergleich zur weiblichen Vergleichsgruppe tendenziell lieber in angesagte Bars und Restaurants, sind eher bereit Geld für gutes Bier und guten Wein auszugeben und sind in der Freizeit lieber aktiv. Sie gaben außerdem häufiger an, dass ihnen Zeit wichtiger sei als Geld. Auch kochen sie häufiger gerne für sich und andere.

Im Vergleich sind die die weiblichen Fußballfans auch patriotischer als die Frauen aus der weiblichen Vergleichsgruppe. Sie sind eher stolz, deutsch zu sein, kaufen lieber "Made in Germany" und bei deutschen Unternehmen.

Zur Studie: Die mit dem Zielgruppensegmentierungs-Tool YouGov Profiles durchgeführte Analyse basiert auf insgesamt 13.015 innerhalb der letzten 12 Monate (Stand 31.März 2019) zum Thema Lieblingsfußballverein durchgeführten Interverwies. Für den Vergleich wurden die Angaben von n=5.688 weiblichen Fußballfans mit den Angaben von n=7.327 männlichen Fußballfans sowie jenen von Frauen im allgemeinen untersucht. Die Aussagen wurden anhand von Z-Scores, d.h. statistisch signifikanter Unterschiede zwischen den Personengruppen, getroffen.

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