Konsumklima im Juli im Aufwärtskurs

GfK- Konsumklimastudie

Es scheint aufwärts zu gehen beim Komsumklima. Allerdings verzeichnen sowohl Konjunktur- als auch Einkommenserwartungen moderate Verluste. Das zeigen die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juli 2021. Wie sieht die Prognose für August aus?

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im Juli im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr:

Juli 2021 Juni 2021 Juli 2020
Konjunkturerwartung 54,6 58,4 (-3,8) 10,6 (+44)
Einkommenserwartung 29,0 34,1 (-5,1) 18,6 (+10,4)
Anschaffungsneigung 14,8 13,4 (+1,4) 42,5 (-27,7)
Konsumklima -0,3 -6,9 (+6,6) -9,4 (+9,1)

Konjunkturerwartung nach 10-Jahres-Hoch etwas moderater

Nachdem die Konjunkturerwartung im Vormonat auf ein 10-Jahres-Hoch geklettert war, zeigt sie sich im Juli etwas moderater. Der Indikator büßt 3,8 Punkte ein und weist aktuell 54,6 Punkte auf. Das nach wie vor überaus hohe Niveau belegt auch die Tatsache, dass die Konjunkturaussichten 44 Zähler über dem entsprechenden Vorjahreswert liegen. Auch die Einkommenserwartung verliert leicht um 5,1 Punkte und liegt nun bei 29 Punkten. Auch hier ist das Niveau zufriedenstellend, wie das Plus von gut 10 Zählern gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert belegt. Im Gegensatz dazu legt die Anschaffungsneigung leicht zu und klettert mit einem Plus von 1,4 Punkten auf 14,8 Punkte.

Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick

Für August prognostiziert die GfK für das Konsumklima einen Wert von -0,3 Punkten und damit den gleichen Wert wie im Juli dieses Jahres. Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte, schätzt und ordnet die Ergebnisse von Juli ein:

„Die Phase sinkender Inzidenzen ist zu Ende gegangen und die Infektionszahlen steigen wieder. Zudem hat die Dynamik beim Impfen trotz ausreichend vorhandenen Impfstoffes zuletzt deutlich nachgelassen. Dies verhindert gegenwärtig einen weiteren deutlichen Anstieg der Konsumstimmung.“

Auch das Thema Inflation rückt wieder stärker in den Fokus der Konsumenten. Steigende Preise wirken dabei aus Erfahrung  belastend auf das Konsumklima. Trotz der momentanen Stagnation des Konsumklimas werde aber die Binnenkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten und für gut gefüllte Portemonnaies der Verbraucher sorgen, so Bürkl weiter.

Zur Methode:

Die Studie „GfK-Konsumklima MAXX“  im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt. Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Die Anschaffungsneigung ist  dabei– wie alle anderen Indikatoren auch – ein Stimmungsindikator.

Erhebungsmethode monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden
Befragte Zielgruppe deutsche Verbraucher ab 14 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? GfK Consumer-Panel
Stichprobengröße n= ~2.000 
Feldzeit 01. bis 12. Juli 2021
Land Deutschland

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