Klimawandel – Welche deutschen Branchen sind besonders betroffen?

Folgen der klimatischen Veränderungen

Der Klimawandel ist ein Thema, welches bereits seit einigen Jahren aufgrund diverser Ereignisse und Entwicklungen eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung gewinnt. Für die Wirtschaft wiederum hat er einige Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen. In einigen Fällen zeigen sich die Folgen unmittelbar, in anderen eher indirekt. marktforschung.de zeigt an einigen Beispielen auf, welche Branchen wie umfangreich betroffen sind.

Elektromobilität (Bild: Herr Loeffler – Adobe Stock)
Zur Eindämmung des Klimawandels müssen Automobilhersteller vor allem aufgrund eines wachsenden Bewusstseins in der Bevölkerung für das Thema Nachhaltigkeit zunehmend auf Elektromobilität umrüsten. (Bild: Herr Loeffler - Adobe Stock)

Die Automobilbranche

Vor allem hat der Klimawandel große Auswirkungen auf die Automobilbranche. Diese sind so umfangreich, dass die Anbieter der Sparte in naher Zukunft zumindest in relevanten Teilen komplett umdenken müssen – falls dieser Prozess bei ihnen nicht ohnehin bereits in vollem Gange ist.

Hype für Elektroautos

Ein Grund hierfür ist das gesellschaftliche Umdenken. Immer mehr Menschen werden sich des Klimawandels bewusst, spätestens seit den großen Protesten der Fridays-For-Future-Bewegung.

Dies ist unter anderem am rasanten Anstieg der Elektroautos auf den deutschen Straßen deutlich erkennbar. So ist die Anzahl der Elektroautos in Deutschland allein zwischen 2020 und 2021  von 136.617 auf 309.083 gestiegen.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Anstieg sogar noch um einiges deutlicher. So waren 2017 nur 34.022 Elektroautos auf deutschen Straßen zu finden. Diese Entwicklung veranschaulicht, welch großen Hype die Elektroautos aktuell haben. Wächst dieser weiter, könnten viele Verbraucher in mittelfristiger Zukunft ein deutlich geringeres Interesse am Kauf von Benzinern oder Dieselautos haben.

Ein zusätzlicher Grund für den Hype könnte sein, dass die Menschen sich gleichzeitig zunehmend Gedanken über die Folgen des Klimawandels machen. Viele Bürger haben hiervor eine gewisse Angst. In der Konsequenz steigt logischerweise der Wille, die Folgen der klimatischen Veränderungen durch das eigene Handeln möglichst gering zu halten.

Entwicklungen bei den Automobilherstellern

Die Hersteller von Automobilen müssen diese Umstände in ihre Planungen miteinbeziehen. Das verursacht wiederum zusätzliche Kosten für die Entwicklung neuer Modelle und der entsprechenden Technologie.

Gleichzeitig müssen Experten in diesen Bereichen eingestellt und ausgebildet werden, die Personalstruktur kann sich also ebenfalls ändern. Zudem sind weitere Abteilungen gefragt, um das neue nachhaltige Image der Marke durch entsprechende Werbung zu kommunizieren, um bei den Verbrauchern Erfolg zu haben.

Im Rahmen dieser Umstellung haben die Automobilhersteller die Möglichkeit, sich zu positionieren und ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass sich womöglich weitere Marken etablieren könnten, die ausschließlich auf den Bau von Elektroautos setzen und keine Benziner herstellen.

Ein weltbekanntes, bereits existentes Beispiel hierfür ist die Marke Tesla, die die Absätze ihrer Autos in den letzten Jahren weltweit deutlich steigern konnte. Im Jahr 2020 konnte die Firma insgesamt knapp 500.000 Elektroautos ausliefern und damit Weltmarktführer bleiben.

Landwirtschaft und Weinbau

Neben der Automobilbranche hat der Klimawandel gleichermaßen auf die Landwirtschaft und den Weinbau einen gewissen Einfluss. Dies liegt vor allem an den sich durch die entsprechenden Umweltfaktoren und äußeren Einflüsse wandelnden Anbaubedingungen.

Landwirtschaft

Für die Landwirtschaft hat der Klimawandel sowohl Vor- als auch Nachteile. Einerseits kann die durch eine höhere Temperatur bedingte schnellere Reife von Pflanzen dazu führen, dass unter Umständen öfter als nur einmal im Jahr Ernten möglich sind. Dadurch erzielen die Landwirte einen höheren Gewinn, weil sie logischerweise eine umfangreichere Menge des Produktes anbieten können.

Gleichzeitig verschieben sich die Regionen, in denen bestimmte Pflanzen wachsen, was dazu beträgt, dass landwirtschaftliche Betriebe je nach Gebiet eine höhere Bandbreite an möglichen Produkten haben. Gerade, wenn es am Markt einen bestimmten Hype um ein Nahrungsmittelprodukt gibt, kann dadurch schnell reagiert und der Gewinn ebenfalls gesteigert werden.

Für die Landwirtschaft ergeben sich aufgrund der Klimaveränderung positive und negative Konsequenzen. (Bild: Aleksandr Rybalko - Adobe Stock)

Andererseits gibt es verschiedene negative Aspekte. Dazu gehören unter anderem:

  • extreme Wetterbedingungen, wie zu starke Hitze, können Pflanzen schädigen;
  • verschiedene Schädlinge haben bessere Überlebensbedingungen, gerade in den eigentlich kälteren Jahreszeiten.

In der Konsequenz könnte eine Ernte für Landwirte ganz oder zumindest teilweise unbrauchbar werden. Die neu gewonnene Flexibilität kann zwar dauerhaft eine Hilfe sein, in einer solchen Situation ist sie akut, jedoch zunächst von geringer Bedeutung.

Daher müssen Landwirte entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sich vor den negativen Seiten des Klimawandels zu schützen. Hierfür können monetäre Mittel notwendig sein, beispielsweise für entsprechende Versicherungen. Dies wiederum schmälert den Gewinn. Insofern hat der Klimawandel einen sehr starken Einfluss auf die Planung und alltägliche Arbeit in der Branche.

Die Veränderung der Landwirtschaft durch den Klimawandel macht sich allerdings nicht nur in hiesigen Gefilden bemerkbar. Vielmehr wird sich die Verteilung der landwirtschaftlichen Erträge in den nächsten Jahrzehnten stark verändern. Vor allem die südlicheren Regionen der Welt müssen mit Einbußen rechnen.

Weinbau

Auf Untersparten der Landwirtschaft, wie den Weinbau, hat der Klimawandel ebenfalls deutliche Auswirkungen. Dies gilt bezüglich einzelner Rebsorten, die Anbaugebiete könnten sich verändern.

In Deutschland gibt es aktuell 13 solcher Regionen. Dazu gehören unter anderem Rheinhessen, Baden und die Pfalz. Aber auch Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg zählen zu den Gebieten.

Durch die Erwärmung könnten verschiedene Gebiete in südlicheren Ländern Probleme mit dem Anbau bekommen, da sie womöglich eine zu hohe Temperatur für die entsprechenden Reben haben. Weitere Wetterfaktoren in unterschiedlichen Regionen können ebenfalls von Bedeutung sein. Dazu zählen unter anderem:

  • Mehltau durch massive Regenfälle
  • Spätfrost
  • Hagel

Entsprechende Schutzmaßnahmen erfordern ebenfalls zusätzlich Investitionen. Experten sehen Deutschland bei der Veränderung des Weinbaus aufgrund des Klimawandels allerdings womöglich als Profiteur. Auch Länder in Nordeuropa und Nordamerika könnten gleichermaßen Vorteile von einer solchen Entwicklung haben.

Zudem könnten sich die Rebsorten je nach Region verändern. Künftig ist es also denkbar, dass bekannte Weine anders schmecken als bisher oder in einem alteingesessenen Gebiet gar nicht mehr produzierbar sind, andererseits jedoch neue Produkte hinzukommen.

Inwiefern den Konsumenten solche Entwicklungen bewusst sind, ist bis zu einem gewissen Grad fraglich. Der Grund hierfür liegt darin, dass ein Detailwissen zum Thema Wein, beispielsweise bezüglich Marken und Gütern, laut einer Studie aus dem Jahr 2018 in Deutschland, nicht sehr verbreitet ist.

Die Versicherungsbranche

Die Versicherungsbranche spürt ebenfalls verschiedene Auswirkungen des Klimawandels. Dies liegt vor allem daran, dass bestimmte Versicherungen durch mögliche Schäden, die durch die Konsequenzen des Klimawandels verursacht werden, eine höhere Relevanz haben.

Potenziell steigende Nachfrage

Bereits im Abschnitt zum Thema Landwirtschaft ist dieser Umstand angeklungen. Die Branche muss zunehmend Risikoversicherungen gegen entsprechende Ereignisse abschließen, um beispielsweise bei einem Ernteausfall durch Unwetter einen Ausgleich zu erhalten.

Doch nicht nur Landwirte müssen sich umfassender schützen. Gleiches gilt für andere wirtschaftliche Betriebe sowie Privatpersonen. Die Verbraucher erkennen zunehmend die Relevanz von verschiedenen durch den Klimawandel bedingten Schäden und Problemen.

Höhere Zahlungen aufgrund von umfangreicheren Schäden

zwei Menschen führen ein Geschäftsgespräch (Bild: wutzkoh – Adobe Stock)
Die Versicherungsbranche muss aufgrund des Klimawandels mit höheren Ausgaben rechnen und in der Konsequenz auf neue Geschäftsmodelle setzen. (Bild: wutzkoh - Adobe Stock)

Zugleich ist davon auszugehen, dass Versicherungen zukünftig vermehrt für Schäden aufkommen müssen, die mit dem Klimawandel im Zusammenhang stehen. Dazu gehören unter anderem:

  • Sturmschäden
  • Schäden durch Hochwasser aufgrund von rapiden Regenfällen
  • Hagelschäden

Im Ergebnis müssen die entsprechenden Risikobewertungen überarbeitet werden, damit sich das Geschäft für die Anbieter nach wie vor rentiert. Dementsprechend sind sicherlich in einigen Bereichen zudem neue Geschäftsmodelle gefragt. Diese Umstände stellen die Branche vor große Herausforderungen. Daher ist davon auszugehen, dass es in einige Sektoren der Sparte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einen Umbruch geben kann.

Für die Verbraucher könnte das bedeuten, dass sich zunächst die Beiträge spürbar erhöhen. Dies gilt beispielsweise für eine Gebäudeversicherung oder Hausratsversicherung aufgrund eines möglichen Hochwassers. Versicherer gehen zudem davon aus, dass mögliche Schäden durch solche Umwelteinflüsse ab einem gewissen Punkt nicht mehr versicherbar sind, da die Risiken zu groß und die Schäden in ihrem Gesamtumfang nicht mehr bezahlbar sind.

Beispiele für solch große Schäden, die die Branche Geld kosten, gibt es bereits aktuell. Diesbezüglich erwähnenswert sind unter anderem eine Reihe von Hurrikans sowie die wiederkehrenden Waldbrände in Kalifornien, wie im Jahr 2020. Solche Ereignisse kosten die Versicherer in den Staaten häufig Milliardensummen.

Eine Studie aus Frankreich hat untersucht, wie sich diese Umstände entwickeln werden. Sie kam zu dem Schluss, dass die Schäden bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent zunehmen könnten. 35 Prozent liegen im Klimawandel begründet. Diese Werte zeigen sehr deutlich, wie relevant das Thema für Versicherer bereits ist und noch werden wird.

Der Energiesektor

Auf den Energiesektor hat der Klimawandel ebenfalls eine Reihe von Auswirkungen. Dies liegt vor allem darin begründet, dass hier ein Umdenken stattfinden muss, um beispielsweise die CO2-Emissionen zu begrenzen und der Veränderung des Klimas auf diese Weise entgegenzuwirken. Insofern bedingen sich Klimawandel und die Änderungen im Energiesektor gegenseitig.

Veränderungen gefragt

Landschaft und Windkraftanlagen (Bild: engel.ac – Adobe Stock)
Der Energiesektor hat durch den Wandel der Methoden zur Gewinnung hohe Kosten, die er in großen Teilen an die Verbraucher weitergibt. (Bild: engel.ac - Adobe Stock)

So steht die Branche zumindest in Teilen vor einem größeren Umbruch bezüglich der Methoden der Energiegewinnung. Vor allem die fossilen Energieträger bedingen einen hohen CO2-Ausstoß, was für eine Reduzierung ihres Einsatzes spricht. Zu diesen Energieträgern gehören vorwiegend:

  • Kohle
  • Erdgas
  • Mineralöl

Der gesellschaftliche und politische Druck, diese Methoden herunterzufahren und durch umweltverträglichere Wege wie Solarenergie zu ersetzen, wächst zunehmend. Infolgedessen stehen die Energiekonzerne unter einem gewissen Handlungsdruck, der aktuell noch nicht so umfangreich ist. In den nächsten Jahren könnte dieser bei fortschreitendem Klimawandel und einem wachsenden Bewusstsein dafür steigen.

Das Umsatteln auf andere Methoden der Energiegewinnung erfordert wiederum Know-how und Investitionen – die Energiekonzerne haben also zunächst zusätzliche Kosten. Diese werden in vielen Fällen an die Verbraucher weitergegeben.

Teilweise ist das Umdenken bereits im Gange oder schon geschehen. Seit den 1990er-Jahren sind viele Kohlekraftwerke geschlossen worden, mit dem Ergebnis eines niedrigeren Ausstoßes an Kohlendioxid. Der Ausstieg soll sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter fortsetzen.

Auswirkungen im Alltag der Energiegewinnung

Gleichzeitig können entsprechende Umweltphänomene direkte vorübergehende Auswirkungen auf die Energieproduktion haben. Dies gilt beispielsweise für die vielen Laufwasserkraftwerke in Deutschland, die mit der Wasserkraft eines Flusses betrieben werden. Ein Hochwasser kann aus verschiedenen Gründen zur Folge haben, dass durch sie deutlich weniger Energie produziert wird.

Des Weiteren bestehen Risiken für die Energieversorgung. So können starke Stürme die Leitungen und Masten angreifen. Dementsprechend besteht das Risiko, dass eine gewisse Region für einen begrenzten Zeitraum nicht mit Energie versorgt werden kann – der Anbieter muss Einbußen und Reparaturkosten hinnehmen.

Zwar sind diese häufig, zumindest in hiesigen Gefilden, nur für einen kürzeren Zeitraum gegeben und halten sich im Rahmen. Durch den Klimawandel bedingte heftigere Stürme könnten jedoch dafür sorgen, dass die Ausfälle aufgrund von massiveren Schäden länger andauern.

Die Baubranche

Auf den Bausektor hat der Klimawandel ebenfalls verschiedenste Auswirkungen. Die Sparte muss sich zunehmend an veränderte Bedingungen anpassen. Diese sind durch ähnliche Faktoren wie in anderen Branchen bedingt. Unter anderem stärkerer Niederschlag und veränderte Temperaturen spielen eine Rolle.

Gebäude baulich schützen

Aufgrund dieser Witterungsveränderungen müssen Gebäude gegen die entsprechenden Konsequenzen geschützt werden. Um zum Beispiel die Auswirkungen und möglichen Schäden aufgrund von übermäßigen Regenfällen zu vermeiden, sollten Gebäude in vielen Regionen so konzipiert sein, dass es Konstruktionen gibt, die unter anderem bei einem Ansammeln des Wassers auf einem flachen Dach greifen.

Des Weiteren können erhöhende Konstruktionen oder kleine Schwellen bei einem Hochwasser dabei helfen das Eintreten sowohl ins Erdgeschoss als auch in den Keller zu vermeiden. Gegen Hagel werden besonders robuste Materialien verwendet.

Zwei Bauleiter auf einer Baustelle (Bild: Panumas – Adobe Stock)
Die Baubranche muss die von ihr errichteten Gebäude durch entsprechende Maßnahmen und Systeme vor den Auswirkungen des Klimawandels zum Beispiel in Form von Wetterextremen schützen. (Bild: Panumas - Adobe Stock)

Bezüglich der steigenden Hitze im Sommer kommt es vor allem auf die richtige Dämmung sowie entsprechend kühlende Systeme im Inneren des Gebäudes an. Abgesehen von solchen Lüftungssystemen können zudem die Ausrichtung des Gebäudes sowie die Größe und das Material der Fenster bei der Frage nach dem Abhalten der Hitze eine Rolle spielen.

Der Umfang der nötigen Maßnahmen zeigt, dass die Baubranche in vielen Bereichen umdenken muss. Dies gilt sowohl für die Konstruktionen als auch für deren Umsetzung. Bei der steigenden Relevanz der Schutzmaßnahmen könnte die Auswahl der Bauherren zukünftig besonders davon abhängig gemacht werden, welcher Architekt und welche Baufirma in diesem Bereich ein umfangreiches Know-how mitbringt.

Hilfe beim Eindämmen des Klimawandels

Zum anderen hat die Baubranche einen großen Einfluss darauf, wie hoch der Beitrag zu einer steigenden Nachhaltigkeit ist, den die von ihr konstruierten und umgesetzten Gebäude leisten können. Vor allem die Eindämmung der Treibhausgase sowie des Energieverbrauchs spielen hierbei eine Rolle.

Bereits im Jahr 2010 waren Gebäude für 32 Prozent des Energieverbrauchs und 19 Prozent des Ausstoßes an Treibhausgasen auf der Welt verantwortlich. Dieser Wert könnte ich in den nächsten Jahrzehnten noch deutlich steigern.

Insofern ist es von großer Bedeutung, dass der Bau von Gebäuden darauf abzielt, diese Werte zu senken. Dabei können moderne Methoden zur Energiegewinnung wie beispielsweise Solardächer eine Rolle spielen. Unter anderem kann die Effizienz durch eine umfassende Isolierung und Wärmedämmung gesteigert werden.

Auf diese Weise verliert das Gebäude weniger Wärme, sodass ein geringerer Umfang an Energie für ihre Herstellung notwendig ist. Details wie eine stufenartige Regulierung des Lichtes können ebenfalls eine Rolle spielen.

Die Baubranche kann diese Faktoren durch die entsprechenden Angebote vorantreiben. Zugleich ist es nicht unwahrscheinlich, dass aufgrund des wachsenden Bewusstseins in der Bevölkerung für das Thema Klimawandel die Nachfrage nach dieser Technik ohnehin steigen wird.

Der Tourismussektor

Der Tourismussektor ist ebenfalls durch die verschiedensten Faktoren vom Klimawandel betroffen. Dies gilt sowohl für die Gebiete, in denen Sommerurlaube stattfinden, als auch für die Winterurlaubsregionen.

Negative Einflüsse auf den Tourismus

Negative Einflüsse beginnen bereits bei der Infrastruktur. Diese kann unter einem Anstieg des Meeresspiegels sowie unter verschiedenen Wetterextremen leiden. Wie etwa durch einen Hurrikan, nach dem entsprechende touristische Ziele häufig eine Zeit lang nicht besuchbar sind. Des Weiteren können verschiedene natürliche oder von Menschenhand erzeugte Attraktionen zerstört oder verändert werden.

Außerdem bergen in bestimmten Regionen häufig auftretende Ereignisse, wie Überflutungen oder starke Stürme, Gefahren für die Touristen selbst. Diese könnten sich von solchen Umständen abgeschreckt fühlen und ihre Urlaubsentscheidung überdenken.

Die Regionen für einen Winterurlaub werden zumindest in Teilen ebenfalls beeinflusst. Durch die Erwärmung besteht das Risiko, dass sie zum Skifahren nur für einen kürzeren Zeitraum nutzbar sind. Die Tourismusindustrie müsste in diesem Fall entsprechende Einbußen hinnehmen. Allerdings wachsen gleichzeitig die von der Tourismussparte bedingten Ausstöße an Treibhausgasen.

zwei Urlauber am Hotelpool (Bild: NicoElNino – Adobe Stock)
Der Tourismussektor hat durch den Klimawandel eine Reihe von Nachteilen, die zu massiven wirtschaftlichen Einbußen führen können. (Bild: NicoElNino - Adobe Stock)

Gegenmaßnahmen

Die Tourismusbranche hat die Möglichkeit zu Gegenmaßnahmen. So können gefährdete Gebiete durch passende bauliche Strukturen sowie eine Absicherung der Infrastruktur geschützt werden. Für die Winterurlaubsregionen gibt es die Möglichkeit, künstlichen Schnee zu nutzen, um die Option des Skifahrens über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.

Jeder dieser Schritte erfordert allerdings hohe Investitionen. Diese wiederum machen es fraglich, ob die Kosten dem potenziellen Nutzen gerecht werden. Dies gilt in besonderem Maße, wenn die Folgen des Klimawandels weiter zunehmen und die entsprechenden Extremereignisse häufig und heftiger auftreten.

Daher könnte es sinnvoll sein, wenn die Tourismusindustrie gleichermaßen wie andere Sparten dabei hilft, die Ursachen für den Klimawandel zu bekämpfen. Hierfür könnten sich Unterkünfte und Firmen, die für den Transport in diesem Bereich zuständig sind, nachhaltige Konzepte überlegen und diese umsetzen.

Fazit

Die Beispiele verdeutlichen, dass der Klimawandel auf die unterschiedlichsten Sparten Auswirkungen hat. Dies liegt zum einen an seinen Ursachen, die durch Änderungen in einigen Branchen minimiert werden können und sollten. Zum anderen haben veränderte Wetterbedingungen negative Einflüsse auf die möglichen Gewinne von unterschiedlichen Sektoren. Diese müssen sich dann gegebenenfalls kostspielige Gegenmaßnahmen überlegen.

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