KI: Deutschland hinkt hinterher

Bitkom-Studie

Laut einer Studie von Bitkom investieren europäische Unternehmen immer mehr in Künstliche Intelligenz. Deutsche Unternehmen verhalten sich im Vergleich jedoch zurückhaltend. Das besorgt viele Bundesbürger, die einen Rückgang des Wohlstands befürchten.

Dem EITO-Bericht zufolge investiert das produzierende Gewerbe in Europa aktuell am stärksten in KI. © Geralt - pixabay
Dem EITO-Bericht zufolge investiert das produzierende Gewerbe in Europa aktuell am stärksten in KI. © Geralt - pixabay

 

Der europäische Markt für Künstliche Intelligenz wird im Jahr 2022 von rund drei Milliarden Euro auf zehn Milliarden Euro wachsen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 38 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt Bitkom in einer aktuellen Studie.

Unternehmen in Deutschland sind noch zurückhaltend

Nur jedes vierte deutsche Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten (25 Prozent) gibt an, der KI-Technologie interessiert und aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Ebenso viele bezeichnen sich selbst aber als kritisch oder ablehnend. 17 Prozent haben sich mit dem Thema noch gar nicht beschäftigt. Zugleich sind zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) überzeugt, dass der Wohlstand hierzulande in Gefahr gerät, wenn Deutschland bei der Künstlichen Intelligenz nicht zu den führenden Nationen gehört.

Gesundheitswesen und Handel in Europa werden verstärkt in KI investieren

Aktuell investiert das produzierende Gewerbe in Europa am stärksten in KI. Auf dem zweiten Platz liegt die Finanzbranche, gefolgt vom Handel. Bis zum Jahr 2022 werden die größten Ausgabesteigerungen für das Gesundheitswesen sowie den Handel vorhergesagt.

Zur Studie: Grundlage der Angaben sind neben dem Bericht des European Information Technology Observatory (EITO) zwei Umfragen, die von Bitkom durchgeführt wurden. Dabei wurden zum einen 1.004 verantwortliche Personen (u.a. Leiter Informationstechnik, Leiter Digitalisierung, technische Direktoren) von Unternehmen aller Branchen mit 50 und mehr Beschäftigten telefonisch befragt. Zum anderen wurden 1.007 Bundesbürger ab 16 Jahren telefonisch befragt.

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