Kaufkraft der Deutschen steigt

GfK-Studie

Laut einer aktuellen Studie der GfK steigt die Kaufkraft der Deutschen weiter an. Verschiebungen gibt es zwischen den Regionen. Im Ranking der höchsten Kaufkraft pro Einwohner rangieren Bayern und Baden-Württemberg nur auf Platz 2 und 3.

Hier könnte das Plus an Kaufkraft landen: im Kaufhaus (Bild: Michael Gaida - pixabay)
Hier könnte das Plus an Kaufkraft landen: im Kaufhaus (Bild: Michael Gaida - pixabay)

 

Laut GfK Kaufkraftstudie wird die Kaufkraft der Deutschen im Jahr 2019 auf 23.779 Euro pro Kopf ansteigen. Dies entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 3,3 Prozent und 763 Euro mehr pro Kopf. 

Für Deutschland prognostiziert GfK für das Jahr 2019 eine Kaufraftsumme von 1.968,7 Milliarden Euro. Das sind pro Kopf 763 Euro mehr als im Vorjahr, basierend auf der revidierten Vorjahres-prognose. Im Jahr 2019 steht den Deutschen demnach eine durchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft von 23.779 Euro für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung. 

Unter Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die für 2019 prognostizier-te positive Kaufkraftentwicklung stützt sich auf steigende Löhne in vielen Branchen und den stabi-len Arbeitsmarkt. Auch bei den Renten wird 2019 ein Anstieg erwartet. Wie viel vom nominalen Kaufkraftzuwachs real übrig bleibt, hängt allerdings davon ab, wie sich 2019 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Regionale Kaufkraftverteilung

Auf Ebene der Bundesländer wird es im Jahr 2019 ein paar Veränderungen geben. Niedersachen (Rang 7) und Rheinland-Pfalz (Rang 8) tauschen im Ranking die Plätze, während sich Brandenburg (Rang 10) sogar um zwei Plätze verbessert und an Berlin (Rang 11) und Bremen (Rang 12) vorbei-zieht. In der Summe steigt im nächsten Jahr die nominale pro-Kopf-Kaufkraft in allen Bundeslän-dern an.

Rang 2019 (Vorjahr) Bundesland Kaufkraft 2019 pro Einwohner Kaufkraft-Index
1. Hamburg 26.079 € 109,7
2. Bayern 25.981 € 109,3
3. Baden-Württemberg 25.734 € 108,2
4. Hessen 25.063 € 105,4
5. Schleswig-Holstein 23.701 € 99,7
6. Nordrhein-Westfalen 23.468 € 98,7
7. (8.) Niedersachsen 23.285 € 97,9
8. (7.) Rheinland-Pfalz 23.274 € 97,9
9. Saarland 22.329 € 93,9
10. (12.) Brandenburg 21.743 € 91,4
11. (10.) Berlin 21.689 € 91,2
12. (11.) Bremen 21.554 € 90,6
13. Sachsen 20.413 € 85,8
14. Thüingen 20.377 € 85,7
15. Sachsen-Anhalt 20.159 € 84,8
16. Meckelnburg-Vorpommern 20.106 € 84,6

Zur Studie: Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. Folglich bedeutet ein nominaler Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen real mehr Geld zur Verfügung steht, wenn die aufgeführten Ausgaben stärker ansteigen. Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass die Kaufkraft einer Region ein Durchschnittswert der dort lebenden Bevölkerung ist und nichts über die Kaufkraft einzelner Individuen aussagt. Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statisti-ken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

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